Älteste Teilnehmer ausgezeichnet Wetter lässt Hunteburger Senioren am Rekord scheitern

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Hunteburg. Ein Geburtstagsständchen für einen Teilnehmer, der am Samstag Geburtstag hatte, durfte im Festzelt im Sportzentrum beim Seniorennachmittag des Ortsrates Hunteburg ebenso wenig fehlen wie ein Programm, Kaffee und Kuchen und die Auszeichnung der ältesten Teilnehmer.

Nur eines gab es nicht wie Ortsbürgermeister Norbert Kroboth bei der Begrüßung mit einem Augenzwinkern beklagte: „Die Rekordbeteiligung 400, die die Anmeldezahlen hatten erahnen lassen.“ Er fuhr fort: „Der eine oder andere wird wegen des Wetters fehlen.“

Für Neulinge

Etwas Besonderes hatte sich der Ortsrat für alle einfallen lassen, die sich zum ersten Mal zum Seniorennachmittag gewagt hatten. Für sie gab es jeweils mein Minifläschchen Hochprozentiges. Erst erfolgten die Meldungen spärlich, dann geballt. Nachschub musste her. Ortsratsmitglied Ralf Kasper: „Da haben wir ja etwas losgetreten...“

Zum 20. Mal zu Gast

Der Ortsbürgermeister verwies darauf, dass es eine gute Tradition sei, dass vor dem Schützenfest der Seniorennachmittag stehe. Und inzwischen seit 20 Jahre sei jeweils das Hunteburger Schützenkönigspaar mit von der Partie – in diesem Jahr Stefan Mönter und Gaby Molitor. Kroboth betonte, dass man in Hunteburg froh darüber sei, im Ort die beiden Altenheime zu haben. Und selbstverständlich waren die Bewohner ebenso in der großen Runde dabei wie die indischen Schwestern, KFD, Frauenhilfe oder Frauenseniorenkreis und der Malteser Hilfsdienst, der den Fahrdienst übernimmt.

Nicht zu überhören

Im Hinblick auf das Programm hieß es: „Lassen Sie sich überraschen.“ Ganz so war es dann doch nicht. Zum einen lagen Programme auf den Tischen aus, zum anderen war die Kolpingskapelle unter der Leitung von Stefan Schumacher weder zu überhören noch zu übersehen.

In ihrem Grußwort verwies Erste Gemeinderätin Tanja Strotmann darauf, dass das Motto, dass die Hunteburger Entlassschüler gewählt hatten „Unser Leben, ein Puzzle“ auf alle Generationen zutreffe. Jedes Teil sei für das ganze Bild wichtig, es falle auf, wenn es fehle, und das Zusammensetzen erfolge ohne Vorlage.

Schweißtreibender Einsatz

Kaffee und Kuchen hatten sich alle, aber besonders die Aktiven von „Happy Feet“ verdient. Bei Hitzegraden auf der ungewohnt kleinen Bühne zwei Auftritte hinzulegen, das koste so manchen Schweißtropfen – und wurde selbstverständlich mit dem verdienten Beifall belohnt.

Lustigere Geschenke

Wortbeiträge rundeten das Programm ab. Annelie Bretz war ebenso im Einsatz wie Elisabeth Kasper, die auf Platt davon berichtete wie sich die eigene Einstellung zum Alter nach und nach ändert, und Karin Helm, die die Fitness des Mannes auf Korn nahm. Dabei gefiel dem Vertreter des starken Geschlechts, der von seiner Frau zum 50. Geburtstag eine Woche personal Training geschenkt bekommen hatte, die Trainerin zunächst ausnehmend gut. Sie quälte ihn aber dermaßen, dass er sich für die Zukunft ein lustigeres Geschenk wünschte: „Eine Wurzelbehandlung oder eine Darmspiegelung...“

Was sich hinter dem Punkt „Singen mit Hans-Joachim“ verbarg, erfuhr das Publikum schnell. Humorvoll leitete er zum Lied „Hoch auf dem gelben Wagen“ über, das nicht zuletzt durch den früheren Bundespräsidenten Walter Scheel Verbreitung gefunden hatte. Das gemeinsame Singen klappte, sogar die vierte Strophe, der die Begleitmusik fehlte.

Spitze mit 97 Jahren

Höhepunkt des Nachmittags war einmal mehr die Auszeichnung der ältesten Teilnehmer. Spitzenreiterin ist Luise Schäfer mit 97 Jahren, gefolgt von Elisabeth Lingnau (Jahrgang 1923). Bei den Männern wurden Andreas Ellermann (95 Jahre) und Antonius Ellermann (90) auszeichnet.


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