Entscheidung muss bald fallen Wie geht es mit dem Bohmter Bewegungsband weiter?

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Bohmte. Eines ist klar: Zum 15. September 2018 wird die Gemeinde Bohmte einen Antrag auf Förderung des Millionenprojektes „Bewegungsband“ stellen. Wie der Antrag genau aussehen soll, darüber wird in einem Treffen des Arbeitskreises am Montag, 23. Juli, 18 Uhr im Bohmter Kotten beraten.

Zur Vorgeschichte: Vor ungefähr einem Jahr wurde der Dorfentwicklungsplan für die Dorfregion Bohmte, zu der die drei Ortschaften Bohmte, Herringhausen-Stirpe-Oelingen und Hunteburg gehören, offiziell anerkannt. Zuständig dafür ist das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL) Osnabrück. Bereits zum erstmöglichen Antragstermin (15. September 2017) wurde die Förderung des Umbaus der Gemeinschaftshalle Stirpe-Oelingen beantragt. Die Förderzusage, die inzwischen mündlich vorliegt, verzögerte sich durch die vorgezogene Landtagswahl und die langwierige Bildung der Bundesregierung. Bürgermeister Klaus Goedejohann sagt: „In der Reihenfolge der schriftlichen Bestätigungen sind die Anträge, die EU-Mittel enthalten, die sich auf das kommende Jahr übertragen lassen, weiter hinten zu finden.“ Trotzdem werde jeden Tag mit Spannung in die Post geschaut...

Rekordverdächtiges Tempo

Begleitet wird die Dorfentwicklungsplanung vom Büro für Landschaftsplanung pro-t-in. Seit der Genehmigung des Plans ist viel geschehen. In den Ortschaften wurden Arbeitskreise gebildet, prioritäre Maßnahmen beschlossen. Dazu gehört das Bewegungsband Bohmte (geplantes Volumen 1,2 Millionen Euro), das einen Bereich vom geplanten Mehrgenerationenplatz zwischen Kleinbahn und Gleisen der Deutschen Bahn bis hin zum Hallenbad Bohmte umfasst. Eine Online-Umfrage rundete die Vorbereitungen ab. Durchgeführt wurde ein Planungswettbewerb, dessen Resultate jeder im Juni in der Sparkasse begutachten konnte. Das Tempo wurde von Experten als rekordverdächtig bezeichnet. Und das keineswegs auf Kosten der Qualität. In der Bewertung lagen letztlich zwei Entwürfe nahe zusammen. Den Sieg trug in den anonymisierten Wettbewerb das Büro der Landschaftsarchitektin Gudrun Lang aus Hamburg davon.

Förderung notwendig

Viel Zeit bleibt somit nicht, aus dem Siegerentwurf einen genehmigungsfähigen Antrag zu entwickeln. Genau das muss aber geschehen. Bürgermeister Klaus Goedejohann betonte in einer Sitzung des Arbeitskreises: „Das gesamte Projekt ist nur mit Förderung durch die Dorfentwicklung umsetzbar.“

Maximal 2 Millionen Euro

Daraus wiederum ergibt sich die nächste Frage: Soll das Bewegungsband unterteilt oder sofort komplett beantragt werden? Wichtig ist dabei, die Obergrenze von 2 Millionen Euro nicht zu überschreiten. Groß ist die Hoffnung in Bohmte, im Zuge der Dorfentwicklung einen Kunstrasenplatz inklusive Laufbahn verwirklichen zu können. Die ersten Berechnungen ergeben dabei einen Betrag von 1,95 Millionen Euro.

Diskutiert wurde in der Runde mit den beiden Planerinnen Gudrun Lang und Irina Dechow, ob eine große Veranstaltungsfläche auf dem Mehrgenerationenspielplatz sinnvoll sei, ob Gemüsebeete wirklich gefragt seien oder ob nicht besser die vorgesehene Matschfläche größer geplant werden sollte.

Roter Asphalt

Fest steht, dass die drei Bereiche (Mehrgenerationenspielplatz, Schulhof und Sportzentrum) mit einem Weg aus rotem Asphalt verbunden werden sollen – auf kürzester Strecke und barrierefrei. Die „Festwiese“ bezeichnete die Landschaftsarchitektin als Verfügungsfläche, auf der sich die Nutzer bewegen können, ohne dass sie als Sportplatz ausgewiesen ist. Wichtig sind Gudrun Lang natürliche Spielgeräte wie der Weidenhain oder der Matschbereich. Das Stichwort: Naturerlebnis Spielplatz. Es solle kein normaler Spielplatz mit Geräten und Sanduntergrund entstehen.

Für alle Altersgruppen

Wichtig sind zwei Hinweise: Der neu gestaltete Schulhof steht den Bürgern auch außerhalb der Schulzeit zur Verfügung – sonst wäre die Maßnahme nicht förderfähig – und: Ziel der Gesamtmaßnahme sollen Bewegungsmöglichkeiten für alle Altersgruppen sein.

Was ist am wichtigsten?

Diskutiert wurde im Bohmter Kotten, ob es erfolgversprechender für den Antrag sei, in mehreren Schritten vorzugehen oder mit dem Gesamtprojekt ins Rennen zu gehen. Hilke Wiest (pro-t-in) machte deutlich, dass sich unterschiedliche Förderziffern nicht ohne Weiteres zusammenfassen ließen, ohne gegenüber Mitbewerbern an Boden zu verlieren. Deshalb folgte die Überlegung, wo als Erstes Handlungsbedarf besteht. Die Meinungen differierten. Die einen sprachen sich für den Jugendbereich aus (Sonst sind wir zu alt, es noch nutzen zu können), die anderen für den neuen Mehrgenerationenspielplatz, und die Dritten plädierten für das Gesamtpaket.

Entscheidung

Am Montag, 23. Juli, soll ab 18 Uhr im Bohmter Kotten eine Detailplanung, in die Wünsche eingearbeitet wurden, vorgestellt werden. Dann soll auch die Entscheidung fallen, wie der Förderantrag aussehen wird.


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