Etwas für seinen Verein tun“ SC Herringhausen und das Hoffen auf neue Baugebiete

Von Winfried Beckmann

Gut auf Kurs mit seinem SC Herringhausen: Torsten Meyersiek. Foto; Winfried BeckmannGut auf Kurs mit seinem SC Herringhausen: Torsten Meyersiek. Foto; Winfried Beckmann

Herringhausen. Dem Schwiegervater sei Dank, denn ohne Urgestein Matthias Sprehe und dessen Tochter Nicole wäre der „zugereiste“ Torsten Meyersiek (46) vermutlich nicht 1. Vorsitzender des SC Herringhausen geworden. Der junge Vorsitzende in einem „kleinen Dorfclub“ mit 550 Mitgliedern äußert sich in unserer Interview-Reihe.

An diesem Samstag steigt die „Sommernacht“ in Blau-Weiß beim Ihrem SC Herringhausen. Ein Highlight?

Ja und mit ganz viel Arbeit. Ich bin froh, dass wir ein neues Team gefunden haben, denn das ist ganz viel Arbeit, vom Aufbau schon am Mittwoch und Donnerstag und dann am Samstag mit der Lichterkette und anderem. Da hoffen wir auf einen schönen Abend mit dem Ziel, dass mal ein paar mehr Besucher auch von anderswo kommen.

Nicht nur die Sommernacht ist ein Markenzeichen Ihres Vereins. Was zeichnet Ihren Verein aus?

Unser Trumpf ist das Beitragsgefüge, denn es ist nicht so hoch, gerade bei der Jugend, was wir besonders im Fußball merken. Trotz gestiegener Kosten versuchen wir in diesem Rahmen zu bleiben.

Lässt sich damit auch die Zahl der Mitglieder steigern oder zumindest halten bei nahe gelegener Konkurrenz?

Es ist schwer, neue Mitglieder zu bekommen, was nur durch neue Baugebiete geht. Deshalb haben wir auch die Kooperation mit Nachbarvereinen. Viele sind bei uns und beim TTV Stirpe-Oelingen im Tischtennis Mitglieder. Auch mit dem Schützenverein kooperieren wir, indem wir zweimal im Jahr das Sportabzeichen mit Sportschießen als Disziplin absolvieren.

Auf Ihrer Anlage haben Sie eine Besonderheit: zwei Plätze nebeneinander und dazwischen einen Getränkestand. Und neben den Plätzen bieten Sie ein Clubhaus an. Ist das auch an Wochentagen gefragt?

Am Wochenende ja, wenn Spiele sind, an Wochentagen weniger, aber wir wollen es erhalten, damit unsere Fußballer und andere an den Trainingstagen nach dem Training mal ein Bier trinken können. Wir sind traurig, dass Gerd Tallgau nicht mehr dafür da sein kann. Wir sind froh, dass wir zwei gefunden haben, die das übernehmen.

Also Ehrenamt noch angesagt und zu besetzen in Herringhausen? Sie gehen ja mit bestem Beispiel voran, indem Sie durch Ihre Heirat von Kalkriese nach Herringhausen kamen und sich einbrachten und weiter einbringen ins Ehrenamt, aktuell als Trainer der Fußballmädchen und vor allem als 1. Vorsitzender im zweiten Jahr.

Es geht. Auch da hoffen wir auf neue Baugebiete mit jungen Familien und dann die Bereitschaft, sich einzubringen, und dass wir auch neue Angebote im Bereich Turnen machen können. Wir hoffen, dass junge Leute mehr Verantwortung übernehmen. Da fehlt der Mut zur Verantwortung, wenn es hart auf hart kommt. Dabei kann man da an kleinen Dingen wachsen.

Im Fußball als Aushängeschild durch zwei eigenständige Herrenteams und Jugendmannschaften in der SG mit Bohmte läuft es zur Zeit recht rund.

Ja, gerade auch mit der ersten Mannschaft. Da haben wir natürlich mit dem Trainer einen Glücksgriff getan und hoffen, dass die Arbeit weiter Früchte trägt. Außerdem wollen wir über die zweite Mannschaft junge Leute heranführen.

Fast wunschlos glücklich?

Wir hoffen, dass es klappt mit dem Freiwilligen Sozialen Jahr in Kooperation mit der Grundschule. Ganz besonders wünschen wir uns, dass jeder mal was für seinen Verein tun.