Bekenntnis zum Glauben Beifall bei der Bohmter Fronleichnamsprozession

Von Karin Kemper


Bohmte. Gab es im Vorjahr erstmals im Rahmen der Bohmter Fronleichnamsprozession einen Altar im Pfarrgarten, so folgte 2018 eine weitere Neuerung: den Altar im Eingangsbereich des Friedhofs an der Leverner Straße. Und noch eine Besonderheit: Beifall für den Bohmter Bläserchor.

Das wiederum hatte einen guten Grund: Der Bläserchor hatte vor 90 Jahren seinen ersten offiziellen Einsatz bei der Fronleichnamsprozession. Die wiederum feiern katholische Christen am zweiten Donnerstag nach Pfingsten. Als Pastor Marc Weber vor dem Aufbruch zum zweiten Stopp am Ehrenmal am Friedhof den Segen sprach, bezog er besonders den Bläserchor ein. Beifall der Gläubigen unterstützte den an die Musiker.

Schattenplätze gefragt

Begonnen hatte der Feiertag Fronleichnam für die Gläubigen mit einer Messe in der Kirche St. Johannes der Täufer. Zwischen Messe und dem Einzug der Fahnenträger, der Ministranten und des Baldachins mit der Monstranz in den Pfarrgarten lag eine Pause. Schattenplätze waren gefragt. Der eine brachte noch eine Jacke zurück ins Auto, der andere nutzte die Zeit, sich ein Getränk zu besorgen. Die Worte: „Ich war schon bei Asshorn an der Theke“ lösten Schmunzeln aus.

Zeitweiliger Stau im Ort

Viele Helfer und Organisatoren sind erforderlich, um die stattliche Prozession, die über Bremer-, Haldemer- Mozart- und Leverner Straße führt, zu leiten. Einer der wichtigsten Punkte: die Fahrzeuge auf den Straßen zu stoppen, sobald die Prozession einbog.

In mehreren Bundesländern ist Fronleichnam gesetzlicher Feiertag, in Niedersachsen nicht – im nahen Nordrhein-Westfalen sehr wohl. Entsprechend viele Mi-Kennzeichen fanden sich bei den Pkw im zwischenzeitlichen Stau rund um den Shared-Space-Bereich.

Leibliche Gegenwart Christi

Im Mittelpunkt des Hochfestes des Leibes und Blutes Christi steht das eucharistische Brot, mit dem die leibliche Gegenwart Jesu Christi im Sakrament der Eucharistie gefeiert wird. An den Altären wurde aus dem Evangelium vorgelesen mit dem Wunsch, sich in der Eucharistie auf Gott einzulassen, damit er Liebe und Frieden schenken möge. Gemeinsam sprachen Jung und Alt: „Komm Heiliger Geist, wir bitten dich, erhöre uns.“

Traditionell bilden die Mädchen und Jungen, die im laufenden Jahr die Erstkommunion erlebt haben, eine eigene Gruppe in dem langen Umzug. Auffallend die Wimpel mit christlichen Symbolen – selbst hergestellt.