2,7 Millionen Euro Förderung Wertvolles Schreiben im Rathaus Bohmte übergeben

Von Karin Kemper


Bohmte. „Wir freuen uns auf das, was Sie uns mitbringen“, sagte Bürgermeister Klaus Goedejohann, als er Franz-Josef Sickelmann, den Landesbeauftragten für regionale Landesentwicklung Weser-Ems im Rathaus begrüßte. Er überbrachte den Bescheid, dass Bohmte-Nord in das Flurbereinigungsprogramm 2018 aufgenommen ist.

Mit einem Augenzwinkern antwortete Sickelmann in der Runde, zu der Vertreter des Arbeitskreises Dorfentwicklung, mit dem das Amt für regionale Landesentwicklung (ArL), Geschäftsstelle Osnabrück gehörten: „Ich bin gern gekommen, ich hätte aber noch lieber Landregen mitgebracht.“ Der Landesbeauftragte betonte, dass die Mittel, die für Flurbereinigungen insgesamt zur Verfügung standen, eher zu knapp bemessen seien. Er verwies darauf, dass vor dem Start eines Flurbereinigungsverfahrens viele ehrenamtlich mitarbeiteten: „Hier ist das so gut geschehen, dass das Ministerium zustimmte.“

2,7 Millionen Euro Fördersumme

Konkret bedeutet das, dass die Flurbereinigung Bohmte-Nord mir einer Fördersumme von 2,7 Millionen Euro rechnen kann. Zusammen mit den erforderlichen Eigenleistungen bedeutet das ein Investitionsvolumen von rund 3,5 Millionen Euro. Ein wichtiger Aspekt ist der Ausbau von rund 30 Kilometern Wirtschaftswege – auf den vorhandenen Trassen. Sickelmann sagte: „Ich persönlich halte das für ganz wichtig, denn die Landwirtschaft ist ein Wirtschaftsfaktor und braucht an die Entwicklung angepasste Wege.“

Goedejohann ergänzte, dass die landwirtschaftliche Infrastruktur beispielsweise auch von Schulbussen genutzt werde. Er dankte sehr für den Betrag und versprach: „Wir werden das Geld gewiss sinnvoll einsetzen.“

Mehr Fläche einbezogen

Friedrich Völler, Dezernatsleiter beim vom ArL Osnabrück, erläuterte, dass das vorläufige Verfahrensgebiet zunächst rund 1600 Hektar umfasst und sich am Verlauf der Hunte orientiert habe. Zuschnitt und Umfang hätten sich im Laufe der Besprechungen verändert. Inzwischen umfasst die Flurbereinigung Bohmte-Nord rund 2400 Hektar.

Dem Dümmer helfen

Goedejohann bezeichnete das ArL und seine Mitarbeiter als gute und verlässliche Partner: „Zusammen ist es gelungen, ein Paket zu schnüren, das in Hannover auf Wohlwollen gestoßen ist.“ Der Bürgermeister unterstrich, dass sich Akteure im Einzugsbereich des Dümmers mit ihren Einwirkungsmöglichkeiten befasst hätten, um die Gesamtsituation zu verbessern. Man wolle nicht auf Großprojekte warten. Und vielleicht gebe es bereits Ergebnisse, bevor der Schildpolder in Angriff genommen werde.

Renate Sternitzke (ArL Osnabrück) erläuterte die nächsten Schritte des Verfahrens. Demnach ist geplant, im September den Vorstand des Flurbereinigungsverfahren Bohmte-Nord zu wählen. Dann gelte es, das Konzept weiterzuentwickeln. Mit ersten Baumaßnahmen könne voraussichtlich 2021 gerechnet werden.


Verfahrensgebiet Flurbereinigung Bohmte-Nord

Das zukünftige Flurbereinigungsgebiet wird gut 2400 Hektar groß sein. Es umfasst Teile der Gemarkungen Bohmte und Welplage sowie etwas kleinere Flächen von Meyerhöfen und Herringhausen.

Das Verfahrensgebiet liegt nordwestlich der Ortschaft Bohmte, verläuft westlich entlang der Gemarkungsgrenze Herringhausen/Bohmte, schwenkt dann auf die Gemeindegrenze zwischen Ostercappeln und Bohmte Richtung Norden bis zur L79. Die Grenze verläuft dann entlang der Landesstraße bis zur B51. Von dort läuft sie Richtung Süden entlang der Landesgrenze zur Nordrhein-Westfalen beziehungsweise der B51, nördlich von Bohmte weiter nach Osten entlang der Landesgrenze bis zu Haldemer und Leverner Straße. Von der L81 verläuft die Grenze dann nördlich der Ortschaft Bohmte bis zur Bahnlinie, die die südöstlichste Begrenzung bildet.