Serie rund ums Grillen Der Holzkohlegrill ist noch immer Bestseller

Von Svenja Kracht

Holzkohle, Gas oder Smoker? Petra Janwlecke vom Fachhandel Hoffmeister in Hunteburg berät Kunden, welcher Grill am besten geeignet ist. Foto: Svenja KrachtHolzkohle, Gas oder Smoker? Petra Janwlecke vom Fachhandel Hoffmeister in Hunteburg berät Kunden, welcher Grill am besten geeignet ist. Foto: Svenja Kracht

Hunteburg. Die Sonne scheint, Balkon und Terrasse sind auch für den Sommer bereit – es fehlt nur noch der passende Grill. Aber welcher ist der Richtige? Kohle, Gas, Elektro oder gar Smoker? Wir haben mit jemanden gesprochen, die weiß, was die Kunden am liebsten kaufen.

Die Kunden, die Petra Janwlecke vom Fachhandel Hoffmeister in Hunteburg berät, wollen vor allem die Unterschiede zwischen einen Holzkohle-, einem Gas- und einem Smokergrill erklärt bekommen.

Und die wären?

Ein Holzkohlegrill sei ziemlich selbst erklärend und der Klassiker für Einsteiger. Beim Gasgrill habe man weniger Dreck, da keine Kohle beseitigt werden müsse. Dafür sei der Geschmack im Vergleich zur Kohle-Variante ein anderer. „Ein Smokergrill besteht aus zwei Brennkammern: Eine für die Holzkohle und eine für das Fleisch. Außerdem gibt es einen Abzug für die Abgase. Das Fleisch wird dann durch den Rauch gegrillt, dadurch entsteht ein anderer, besonderer Geschmack“, erklärt die 44-Jährige. Das Grillen dauere allerdings viel länger und sei dann eher mit einem amerikanischen Barbecue zu vergleichen.

Petra Janwlecke habe aber den Eindruck, dass das Grillen in den letzten drei Jahren sowieso eher ein Event als ein normales Essen ist. Die Qualität bei Holzkohle sei übrigens nicht irrelevant. Und zum Anmachen sollte man einen speziellen Grillanzünder verwenden.

Je teurer der Grill, desto länger die Lebensdauer

Bei ihr im Laden können Grills ab elf Euro gekauft werden. „Bis oben sind da keine Grenze gesetzt“, sagt sie. Wer wie viel für einen Grill ausgibt, hängt auch mit dem Alter zusammen. Jüngere Menschen kaufen eher einen Mittelklassegrill aus Holzkohle, ältere Menschen würden oft Gas bevorzugen und geben dementsprechend auch mehr aus. Man müsse sich beim Kauf bewusst sein, dass ein günstiger Grill nicht die gleiche Qualität wie ein teurer Grill hat. Die Roste sei dünner und auch die Standfestigkeit ist nicht sehr hoch. „Je teurer der Grill ist, desto länger ist seine Lebensdauer“, sagt Petra Janwlecke.

Zum Reinigen nimmt man am besten eine spezielle Bürste, die Roste legt man über Nacht in Spülmittel ein, sodass sie am nächsten Morgen leicht abzuwischen ist. Auch die alte Regel, dass man die Roste über Nacht ins nasse Gras legen kann, funktioniere gut. In den Wintermonaten sollte man den Grill trocken im Keller lagern.

Die Männer kaufen den Grill

Spontankäufer gebe es übrigens nur, wenn bei gutem Wetter der Grill kaputt ist und ein neuer her muss. Viele lassen sich bei der Entscheidung beraten und überlegen sich genau, welchen Grill sie wann kaufen. Dann seien es nach wie vor die Männer, die einen Grill anschaffen. Durch das gute Wetter im April war die Nachfrage in diesem Jahr besonders früh dran. „Normalerweise fängt das Ende April, Anfang Mai an“, sagt die 44-Jährige. Die Saison gehe dann bis September etwa – je nach Wetter. Aber auch im Dezember würden die Kunden einen Grill bekommen, denn „wir haben immer welche im Lager.“

Doch welcher Grill ist jetzt der beste? „Das kann man nicht sagen. Das hängt von den individuellen Wünschen ab. Kohle ist mehr Arbeit, die Gas- und Elektrovariante geht schneller.“ Der klassische Holzkohlegrill sei aber noch immer am gängigsten. Viele würden mittlerweile aber auch den Smoker nachfragen.