Gespräch mit Clemens Lammerskitten Abgeordneter unterstützt Wittlager Initiative für mehr Polizeipräsenz

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Mit dem Landtagsabgeordneten Clemens Lammerskitten (CDU) sprachen die Mitglieder der Initiative Pro-Polizei über die mangelnde Polizeipräsenz und den sich daraus ergebenden Folgen. Symbolfoto: imago/RustMit dem Landtagsabgeordneten Clemens Lammerskitten (CDU) sprachen die Mitglieder der Initiative Pro-Polizei über die mangelnde Polizeipräsenz und den sich daraus ergebenden Folgen. Symbolfoto: imago/Rust

Bohmte. Zu einem Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Clemens Lammerskitten (CDU) hatte die Initiative Pro-Polizei im Altkreis Wittlage eingeladen. Thema war die mangelnde Polizeipräsenz mit den sich daraus ergebenden Folgen.

Ernst Busse, Sprecher der Initiative, begrüßte den Landtagsabgeordneten und hielt eine kurze Rückschau auf die bereits erfolgten Gespräche und Aktivitäten. Busse stellte dabei heraus, dass bisher 2630 Bürgerinnen und Bürger aus den Gemeinden Bad Essen, Bohmte und Ostercappeln die Forderungen von Pro-Polizei mit einer Unterschriftenaktion unterstützen. Ziel ist es, 3000 Unterschriften zu sammeln

Wartezeiten für die Bürger

Die Teilnehmer des Arbeitskreises schilderten dem Abgeordneten die Situation. In der großen Flächenausdehnung des Altkreises Wittlage müsse die Besetzung mit nur einer Streife als Unterversorgung gewertet werden. Bisweilen führten lange Anfahrtszeiten zu Wartezeiten für die Bürger. Sei die eine örtliche Streife bei der Bearbeitung eines Auftrages gebunden, dauere es zu lange, bis Beamte von benachbarten Dienststellen den hilfesuchenden Bürger erreichen könnten. Die Aufklärungsquote sei zwar gestiegen, aber immer noch nicht zufriedenstellend. Für Prävention und die Hebung des Sicherheitsgefühls sei mehr sichtbare Polizei erforderlich. Die Anzeigenerstattung gestalte sich für Berufstätige schwierig, da die Polizeistationen abends in der Regel nicht besetzt seien.

Reaktions- und Eintreffzeiten

Lammerskitten bezeichnete die vorgetragene Situationsbeschreibung als zutreffend. Auf Nachfrage sagte er, dass ihm keine Erhebungen über die Reaktions- und Eintreffzeiten von Polizeikräften bekannt seien. Bei der Polizei gebe es im Gegensatz zu dem Rettungsdienst und der Feuerwehr keine vorgeschriebenen Hilfsfristen. Lammerskitten erläuterte, dass die Landesregierung willens sei, mehr Geld für zusätzliche Polizeistellen zu investieren. Auch die Einstellung von Verwaltungskräften zur Entlastung der Polizeibeamten sei geplant.

Die Teilnehmer des Arbeitskreises betonten, dass bei allen angekündigten Maßnahmen die Fläche stärker als bisher berücksichtigt werden müsse. Die Polizeireform von 2004 sei unter anderem mit dem Ziel durchgeführt worden, „die Präsenz der Polizei in der Fläche und die Nähe zum Bürger zu stärken“. Tatsächlich sei zumindest im Altkreis Wittlage das Gegenteil eingetreten.

Vier konkrete Ziele

Die Initiative bat Lammerskitten nachdrücklich um Unterstützung folgender vier Ziele: In spätestens drei Jahren sollte unter Berücksichtigung der Neueinstellung von zusätzlichen Polizeikräften im Altkreis Wittlage eine ständige zweite Streife verwirklicht werden. Bis dahin ist die Verstärkung der Polizei im Altkreis Wittlage durch eine ständige Abordnung aus dem Kommissariat Bramsche zu gewährleisten. Der Stellenabbau an der Polizeistation Bohmte muss gestoppt werden. Die kleinen Polizeistationen in Bad Essen und Ostercappeln sind langfristig in ihrem Bestand zu sichern.

Die Mitglieder des Arbeitskreises „Pro Polizei“ mit dem Landtagsabgeordneten Clemens Lammerskitten (Mitte). Foto: Hubert Dutschek

Der Abgeordnete sicherte zu, über die genannten Forderungen konkret mit dem Osnabrücker Polizeipräsidenten Witthaut zu sprechen und anschließend eine Rückmeldung zu geben


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