Premiere an der Kästner-Schule Ein zauberhaft witziges Zirkusmusical in Bohmte

Von Christa Bechtel

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Bohmte. Ein Jahr lang hatten die Dritt- und Viertklässler der Musical-AG der Bohmter Erich Kästner-Schule unter der Leitung ihres „Intendanten“, Musiklehrer Ulrich Niederholtmeyer-Busch, für das Musical „Der Tag, als der Zirkus verboten werden sollte“ von Eva Württemberger geprobt.

Jetzt war der große Augenblick gekommen, um es im Forum der Bildungseinrichtung vielen kleinen Zuschauern, aber auch etlichen Eltern und Gästen zu präsentieren. Die hieß Schulleiterin Claudia Erpenbeck erst einmal willkommen, um dann den Kindern „toi, toi, toi“ zu wünschen. Sicher mit einigem Lampenfieber, jedoch voller Spielfreude und großem Elan setzten die Kinder die Handlung auf der Bühne um.

Der Oberverwaltungsrat

Dort erscheint Oberverwaltungsrat Müller (Joline Braun), der sagt: „Alles muss seine Ordnung haben im deutschen Blätterwald. Der Zirkus wird verboten – das ist mir zu hektisch, zu laut, zu schrill in unserer Stadt.“ Das beschließt er, indem er weiter meint: „Das bunte Treiben muss ein Ende haben.“ Doch Müller hat die Rechnung ohne seinen Kollegen, Verwaltungsrat Müller (Esther Polinski) gemacht, dessen Sympathien den Zirkusleuten gelten.

Wunderschöne Zirkusprinzessin

Kurze Zeit später tritt der Zirkusdirektor (Joel Barta) vor das Publikum, um es zu einer Supershow zu begrüßen. Nacheinander treten nun Jongleure, Akrobaten, der Magier Monsieur Schepperfeld (Leon Dietrich), der mit seinem französischen Akzent beeindruckte, sowie der starke Otto (Maximilian Schwarzkopf), dem es gelingt, Eisen zu biegen, und etliche Clowns auf. Zum Schluss präsentiert der Zirkusdirektor die wunderschöne Zirkusprinzessin (Tisha Lange), deren Auftritt jedoch von Oberverwaltungsrat Müller unterbrochen wird. Ab sofort verbietet die Stadtverwaltung den Zirkus. „Weil ja alles seine Ordnung in der Stadt haben muss.“ Per Verordnung und Stempel dokumentiert Müller: Der Zirkus muss weg, da die Clowns zu laut sind, die Jongleure mit Dingen rumwerfen, die Zirkusprinzessin unberechtigt einen Adelstitel führt…

Abwechslungsreiche Musik

Mit schwungvoller und abwechslungsreicher Musik, mal rockig, mal etwas traurig wie „Wohin?“ sollen wir nun gehen… wo Fröhlichkeit nicht gilt und Fantasie verboten wird…“, wurde die Handlung umrahmt. Natürlich bleibt den Zirkusleuten nichts anderes übrig, als sich zu wehren. Dabei kommt ihnen die zündende Idee: Wir befragen die Bürger. Musikalisch wurde das mit „Bist du dafür?“ intensiviert. Klar, dass die Bürger, aber auch das Publikum begeistert dafür stimmen, dass der Zirkus bleibt. Deshalb wird Oberverwaltungsrat Müller zu einer Vorstellung eingeladen. Widerwillig betritt er die Manege - und ist am Ende überzeugt, dass der Zirkus für die Stadt wichtig ist. So gibt es zum Schluss nur noch „Zirkusträume“ und die jungen Nachwuchsschauspieler und –sänger ernteten den wohlverdienten tosenden Applaus für ihre Superleistung.

Mehrere Aufführungen

Das zauberhaft witzige Zirkusmusical war die Einstimmung auf die Projektwoche „Zirkus“, die jetzt folgt. Mit den Profis vom Zirkus „Paletti“ sind daran alle Klassen der Erich Kästner-Schule beteiligt. Der Höhepunkt sind mehrere Aufführungen, und zwar am Freitag, 18. Mai, 17 Uhr, sowie am Samstag, 19. Mai, 11 und 15 Uhr, auf dem Rasenplatz unterhalb der Grundschulen. „Wir würden uns über viele kleine und große Zuschauer freuen“, wünschen sich Claudia Erpenbeck und all ihre Kollegen. In der Pause werde es auch Leckeres wie Kuchen, Waffeln, Würstchen, Getränke, Kaffee… geben.


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