DRK Wittlage als Organisator Zum Glück war der Terroranschlag in Bohmte eine Übung

Von Christa Bechtel


Bohmte. Die Überschrift der Übung lautete „Terroranschlag in Bohmte“. Die Großübung , die der DRK -Kreisverband Wittlage am Samstag durchführte, hatte zur Folge, dass jede Menge Krankenwagen und Feuerwehrfahrzeuge im Ort für Aufsehen sorgten.

Vor Ort auf dem ehemaligen Raiffeisengelände in der Nähe des Bahnhofs waren etwa 100 Ehrenamtliche im Einsatz. Bevor es aber richtig losging, hatte sich DRK-Kreisgeschäftsführer Ulrich Sälter im Bohmter DRK-Zentrum mit Gemeindebürgermeister Klaus Goedejohann sowie den Gemeindebrandmeistern aus Bad Essen, Bohmte und Ostercappeln und einigen Einsatzkräften getroffen.

Viele Verletzte nötig

„Wir haben uns ein Szenario ausgesucht, wo wir unsere Einheiten wie die „PA“, eine Einheit für Massenunfall von Verletzten, die eine „Patientenablage“ herstellen, einsetzen können. Für dieses Szenario brauchten wir viele Verletzte“, erläuterte Zugführer Raphael Fietz. Die „Verletzten“ kamen übrigens vom DRK-Kreisverband Emsland. „Eine richtig gute Profitruppe, die das Ganze mit viel Realismus und Blut meistert“, zeigte sich Sälter begeistert.

Visuelle Effekte

In Zusammenarbeit mit der Firma Explosive Arts – Nikolas Grube aus Bad Essen weilte mit 15 Mitarbeitern vor Ort – sei die Idee entstanden: Warum nicht mal die Reaktion auf einen Terroranschlag üben? „Auch wenn das für unseren Ort vielleicht nicht so ganz realistisch ist“, meinte Fietz. So habe man auf jeden Fall viele Verletzte. „Und wir haben einen visuellen Effekt, was auch ein Highlight für die Helfer ist“, war sich der Zugführer sicher, dass diese Übung bestimmt etwas Besonderes sei.

Während eines ersten Anschlags, der bereits für etliche zivile Verletzte sorgte, explodierte ein Auto. Während des zweiten Attentats, wo abermals ein Auto explodierte, waren dann sogar einige Einsatzkräfte betroffen. „Das ist ein Szenario, das es tatsächlich so gibt, dass es auch die Einsatzkräfte trifft“, weiß Fietz aus jahrelangen Erfahrung.

Gewaltiger Knall

Nachdem der erste Anschlag mit einem gewaltigen Knall erfolgte, wurden die Feuerwehr und das Deutsche Rote Kreuz alarmiert, die mit etlichen Fahrzeugen anrückten. Als Notarzt weilte nicht nur Dr. Ralf Siepe vor Ort, sondern auch der organisatorische Leiter sowie zwei Personen aus dem Regelrettungsdienst von der Rettungswache Ostercappeln. „Die bringen quasi ihre Freizeit hier mit ein“, freute sich Raphael Fietz, dass diese Kollegen als erstes anrückten und die Sichtung der Patienten übernahmen. Nach den Kategorien, wer zuerst versorgt werden muss. Anschließend wurden die Verletzten, die überall verstreut lagen, auf einer zentralen Patientenablage gesammelt.

Abschluss am Feuerwehrhaus

Abschließend kam die Einheit aus Melle, eine Transporteinheit mit fünf Krankenwagen, die die Verletzten abtransportierte. Eigentlich ins Krankenhaus. „Aber in diesem Fall zum Feuerwehrhaus Bohmte“, verwies Fietz darauf, dass sich nach der Übung dort alle trafen, um sich mit Bratwurst und Getränken zu stärken und um den Verlauf der Übung Revue passieren zu lassen.