Erlös der Mallorca-Fete Landjugend spendiert Holzpferd für Schule Herringhausen

Über das neue Holzpferd der Grundschule Herringhausen freuen sich Schulleiterin Thekla Schäfer, Eric Nobbe und Nora Büttner aus dem Vorstand der Landjugend, Philip Riedel, der Organisator der Mallorca-Fete und Frank Bühning, der Vorsitzende des Fördervereins (v.l.). Foto: Louisa RiepeÜber das neue Holzpferd der Grundschule Herringhausen freuen sich Schulleiterin Thekla Schäfer, Eric Nobbe und Nora Büttner aus dem Vorstand der Landjugend, Philip Riedel, der Organisator der Mallorca-Fete und Frank Bühning, der Vorsitzende des Fördervereins (v.l.). Foto: Louisa Riepe

Herringhausen. Ballermann und Kinderspielzeug, wie passt das zusammen? In Herringhausen offenbar sehr gut, dafür sorgt die örtliche Landjugend. Sie investierte den Erlös ihrer Mallorca-Fete in ein Holzpferd für den Pausenhof der Grundschule.

700 Personen fasst die Schützenhalle Stirpe-Oelingen. Und am 10. März 2018 wurde diese Kapazität voll ausgelastet. Denn auf dem Veranstaltungskalender stand die Mallorca-Fete der Landjugend.

Voller Erfolg, auch bei der zweiten Auflage

Schon beim ersten Anlauf im Frühjahr 2017 war sie ein voller Erfolg gewesen. Dieses Mal wurden die Erwartungen der Organisatoren noch mal übertroffen. „Wir waren sehr, sehr zufrieden“, sagt Philip Riedel mit einem Grinsen. Das erklärt er mit dem Ansturm auf die Abendkasse. „Wir konnten nicht alle rein lassen, die gekommen waren“, sagt er. Die Gäste haben es ihm offenbar nicht übel genommen, im Gegenteil. „Wir haben eine Musikbox raus gestellt und die haben draußen am Bierwagen mitgefeiert“, erklärt Riedel. Erst später am Abend, als die ersten Gäste schon wieder nach Hause wollten, ließ er auch die Nachzügler rein.

Die vier Wochen seit der rauschenden Feier haben Riedel und seine Mitstreiter mit der Nachbereitung verbracht: Aufräumen, Rechnungen begleichen, Rückmeldungen sammeln, Bilanz ziehen. Letztere fällt, emotional wie finanziell, positiv aus. Und so spendet die Landjugend einen Teil des Erlöses für einen guten Zweck. Das Ziel ist dabei klar. „Wir wollen verstärkt die Jugend hier im Ort fördern“, sagt Philip Riedel.

Erst Kindergarten, dann Grundschule

Im letzten Jahr profitierte davon der Kindergarten Hummelhof, dieses mal ist die Grundschule Herringhausen dran. Riedel hat, wie wohl die meisten Kinder aus dem Ort, nacheinander beide Einrichtungen besucht. Er freut sich, dass schnell eine Verwendung für Spende gefunden wurde: Der Förderverein hat die 500 Euro in ein Holzpferd investiert. „Der Wunsch danach war schon länger da“, sagt der Vorsitzende Frank Bühning. „Und dank der Spende ist uns die Finanzierung plötzlich ganz leicht gefallen.“

Schulleiterin Thekla Schäfer erklärt, warum das Holzpferd aus ihrer Sicht eine gute Ergänzung auf dem Schulhof ist. „Die Jungs haben das Fußballfeld und nutzen es wie verrückt, aber die Mädchen hatten bisher keinen Bereich für sich“, so die Pädagogin. Sie hat oft beobachtet, dass die Kinder miteinander „Pferd gespielt“ haben, sich gegenseitig „an die Zügel nahmen“ oder „die Hufe auskratzten“. Entsprechend groß war die Begeisterung bei den Kleinen, als jetzt das Holzpferd angeliefert wurde.

Neuauflage am ungewissen Ort

Bevor die ersten Kinder aufsitzen konnten, mussten allerdings die Beine fest in den Boden einbetoniert werden. Erst danach gab es die Abnahme vom TÜV. Damit es unter den Schüler nicht zu Streitigkeiten um das Spielgerät kommt, wurde ein Plan aufgestellt, wer wann und wie lange „reiten“ darf. Das einzige, was noch fehlt, ist ein Name für das Holzpferd. „Den suchen wird noch, gemeinsam“, sagt Schäfer.

Suchen muss auch die Landjugend Stirpe-Oelingen-Herringhausen, und zwar nach einem Ort für ihre nächste Mallorca-Party. Denn durch das anstehende Dorfentwicklungsprogramm steht die Schützenhalle Stirpe-Oelingen im nächsten Jahr womöglich nicht für Veranstaltungen zur Verfügung. Die geplante Sanierung verschiebt sich immer weiter nach hinten, weil die entsprechenden Förderbescheide vom Amt für regionale Landesentwicklung noch nicht erteilt wurden. „Wir wollen die Party auf jeden Fall weiter etablieren“, sagt Philip Riedel. „Die Frage ist nur, wo.“


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