160 Unterrichtsstunden nötig Acht Tagesmütter erhalten in Bohmte die Zertifikate

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Strahlende Gesichter im Bohmter Rathaus. Der Tagesmütterkurs der VHS endete mit Übergabe der Zertifikate. Die erfolgreiche Teilnahme wird durch das Zertifikat des Bundesverbandes für Kindertagespflege bestätigt. Foto: Karin KemperStrahlende Gesichter im Bohmter Rathaus. Der Tagesmütterkurs der VHS endete mit Übergabe der Zertifikate. Die erfolgreiche Teilnahme wird durch das Zertifikat des Bundesverbandes für Kindertagespflege bestätigt. Foto: Karin Kemper

Bohmte. „Vielen Dank aus kommunaler Sicht, dass Sie die 160 Unterrichtsstunden auf sich genommen haben und als Tagesmütter anfangen“, so Erste Gemeinderätin Tanja Strotmann im Sitzungssaal des Bohmter Rathauses, wo acht Frauen die Zertifikate als „qualifizierte Kindertagespflegeperson“ in Empfang nahmen.

Genau genommen waren es allerdings nur sieben, denn eine der Frauen ging (noch) leer aus, weil es beim Hin- und Herschicken der Zeugnisse nicht rechtzeitig eingetroffen war. Aber Hermann Wellers, der zuständige VHS-Programmbereichsleiter als Bildungsträger, betonte: „Das Zeugnis ist unterwegs. Sie haben bestanden, daran besteht kein Zweifel. Sie bekommen das Zertifikat nachgeschickt.“

Der Unterricht hatte im Bohmter Gemeindezentrum St. Thomas stattgefunden und um August begonnen. Die Zusammenkünfte erfolgten jeweils von 8.30 bis 11.45 Uhr – mit paralleler Kinderbetreuung. Nach der Übergabe fragte Wellers in die Runde: „Sie alle betreuen schon Kinder?“ Das wurde unterschiedlich beantwortet, aber Anfragen seien auf alle Fälle bereits da.

Wertvolle Alternative

Bei der Begrüßung sagte Strotmann: „Schön, dass Sie da sind. Sie haben lange auf diesen Tag gewartet. Jetzt stehen acht neue Tagesmütter für Bohmte und umzu zur Verfügung. “ Diese Arbeit sei wichtig und werde es immer bleiben. Die Tagesmütter bildeten eine gute und wertvolle Alternative zu den Kindergärten. Sie könnten auf den Bedarf der Eltern eingehen und böten ein familiäres Umfeld. Die Erste Gemeinderätin unterstrich: „Vielen Dank von kommunaler Seite, dass Sie gesagt haben, das mache ich, das will ich. Der Bedarf an Kinderbetreuung wird immer größer, die Kommunen können ihn mit ihren Einrichtungen nicht abdecken.“

Intensive Ausbildung

Mit einem Augenzwinkern meinte Wellers: „Endlich gab es nach 2011 wieder einen Kurs in Bohmte. Zwischendurch waren Bad Essen und Ostercappeln Standorte.“ Er fügte hinzu, dass die Größe der Gruppe überschaubar gewesen sei. So laufe die Ausbildung intensiv und jeder könne ganz viel aufnehmen. Er lobte gleichzeitig das hervorragende Gruppenklima: „Es wurde viel gelacht und alle haben sich gut vertragen.“ Er fügte hinzu, dass die VHS sie nach der Qualifikation zur Tagesmutter auch gern während der Tätigkeit begleiten wolle. Fortbildung sei ebenso wichtig wie der Austausch mit anderen Tagesmüttern.

Neuer Kurs geplant

Im Herbst 2018 soll ein weiter Kurs zur Qualifzierung für die Tätigkeit als Tagesmutter oder Tagesvater starten. Es sei noch offen, ob Bad Essen oder Ostercappeln der Standort sein werde. Er forderte die neuen Tagesmütter auf: „Wenn Sie jemanden kennen, der Interesse an der Tätigkeit hat, ermutigen Sie sie.“

Gleich drei Kursleiterinnen, Lotte Furmanek, Luise Moß und Christina Schiffbänker, lobten die Teilnehmerinnen des gerade abgeschlossenen Kurses: „Ihr ward im Unterricht sehr sensibel für die Belange der Kinder, konnten euch sehr gut in sie hineinversetzen. Das ist nicht in jedem Kurs so.“ Weiter hieß es: „Wir freuen uns, dass alle die Prüfung bestanden haben.“

Es gibt schon Anfragen

Teilnehmerinnen kamen nicht nur aus dem Altkreis Wittlage, sondern auch aus Belm, Melle und Stemwede, dem Nachbarland Nordrhein-Westfalen. Zur Übergabe der Zertifikaten gehörten Glückwünsche und eine Rose zur Erinnerung. Seitens der Vertreterinnen der Familienbüros der drei Wittlager Gemeinden, die bei der Übergabe gratulierten, hieß es, dass es schon Anfragen gebe. In Bohmte übersteigt derzeit die Nachfrage die vorhandenen Möglichkeiten der 26 Tagesmütter. Aus Ostercappeln kam das Signal, dass aktuell Angebot und Nachfrage passten, und aus Bad Essen folgte der Hinweis, dass ohnehin auch „grenzübergreifend“ geschaut werde.

Strahlende Gesichter gab es bei allen Frauen, die sich jetzt „qualifizierte Kindertagespflegeperson“ nennen dürfen. Eine jubelte: „Ich hab‘s“.


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