Rat stimmt für Gesamtkonzept Kommt am Bahnhof Bohmte die Videoüberwachung?

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Bohmte. Wer sein Fahrrad in einem öffentlichen Fahrradständer abstellt, hat dabei oft kein gutes Gefühl, denn Diebstähle und Sachbeschädigungen sind keine Seltenheit – auch am Bohmter Bahnhof. Dort soll gegengesteuert und ein Konzept für eine Videoüberwachung erarbeitet werden.

Abstellplätze für Fahrräder sind gesucht – gerne auch in einiger Entfernung vom eigentlichen Ziel, dem Bahnhof. Der Grund: Immer wieder kommt es dort zu Sachbeschädigungen und Diebstählen. Die Gruppe Die Linke/Berg beantragte, am Fahrradstellplatz neben dem Bahnhofsgebäude eine Kamera zu installieren, um die Aufklärung von Diebstählen und Sachbeschädigungen zu erleichtern. Über diesen Antrag berieten die Ratsmitglieder. (Weiterlesen: Klaus Goedejohann im Interview: Was möchte er in seiner verbleibenden Amtszeit noch erreichen?)

Gesamter Bahnhofsbereich

Das Ergebnis geht letztlich über den Antrag hinaus. Der Rat beschloss einstimmig, dass die Verwaltung ein Konzept für eine Videoüberwachung für die Bereiche der Fahrradständer, Bahnhofsvorplatz, „Park and Ride“-Anlage und ZOB (Busbahnhof) erstellt. Sobald das geschehen ist, wird in den zuständigen Gremien, vom Ausschuss für Feuerschutz, Ordnung und Sicherzeit über dem Ortsrat Bohmte bis zum Gemeinderat erneut beraten werden.

Polizei fehlt Personal

Lars Büttner hatte den Antrag erläutert. Die Fahrradstände hätte sich als Schwerpunkt der Sachbeschädigungen erwiesen. Weiter hieß es: „Der Bereich am Bahnhof ist insgesamt problematisch.“ Ein Konzept für den gesamten Bereich bezeichnete er als wünschenswert. Büttner ergänzte: „Es ist schade, dass die Polizei auf so etwas angewiesen ist. Für eine Kontrolle brauchte sie mehr Personal.“

Die Zahl der Straftaten ist beträchtlich. So war Ende Februar die auf dem Bahnhofsvorplatz stehende Telefonsäule aufgehebelt und der Geldauffangbehälter entwendet worden. Vermummte hatten einen Taxifahrer bedroht, wiederholt waren auf dem „Park and Ride“-Parkplatz Pkw aufgebrochen worden, im Bereich des ZOB-Geländes kam es zu Vandalismus. Erst im Frühjahr 2017 hatte die Polizei Bohmte einen Heranwachsenden ermittelt und ihm mehrere Pkw-Aufbrüche nachgewiesen.

Den ursprünglichen Antrag stellte die Gruppe Die Linke/Berg zurück: „Wir sind sehr einverstanden, dass der Raum weiter ausgedehnt wird. Wie die Umsetzung gelingt, müssen wir abwarten. Es ist sinnvoll so vorzugehen und zu sehen, was möglich und finanzierbar ist.“

Sicherheit verbessern

Thomas Rehme, Sprecher der SPD-Fraktion und Bohmter Ortsbürgermeister, betonte: „Alles, was die gefühlte Sicherheit am Bahnhof verbessert, ist gut.“ Er fügte hinzu, dass die Gemeinde Eigentümer der Fläche sei und so in der Pflicht stehe. Rehme: „Ich kann der Idee der Gruppe Die Linke/Berg nur Lob zollen.“


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