Gesundes Mittagessen kommt an Salatbuffet ist in der Bohmter Oberschule ein Renner

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Bohmte. Viele Eltern kennen das Problem: Die eigenen Kinder für gesundes Essen zu begeistern, kann mitunter eine Herausforderung sein. In der Mensa der Oberschule Bohmte ist das anders. Dort greifen die Schüler freiwillig zu Salat und ausgewogenen Gerichten.

Dass es in der Schulmensa der Oberschule Bohmte zum Stau vor der Essensausgabe kommt, kann schon einmal vorkommen. „Zwischen 80 und 90 Prozent aller Schüler essen regelmäßig in unserer Mensa“, schätzt Schulleiterin Andrea Beyer. Die hohen Zahlen kommen nicht von ungefähr, denn die Zubereitung und Qualität des Essens spielen hier eine große Rolle.

Moderne Küchengeräte

Rund 1,6 Millionen Euro hat sich die Oberschule Bohmte seinerzeit das neue Gebäude kosten lassen. Auf 430 Quadratmetern ist eine moderne Mensa entstanden, die mit vielen hochwertigen Gerätschaften ausgestattet ist. Diese erleichtern nicht nur dem Küchenpersonal den Alltag, wirtschaftlicher ist die Arbeit mit den Maschinen obendrein – und auch den Lebensmitteln kommt die Technik zugute.

Speisen vorgegart

„Die Zubereitung der Speisen erfolgt mit digitalen Küchengeräten“, sagt Uwe Fischer, Küchenleiter bei „Curom“, dem zuständigen Caterer der Bohmter Schulmensa. Der Prozess: Die Speisen werden in der Großküche der Curom-Zentrale in Neuenkirchen-Vörden vorgegart. In einem zweiten Schritt wird das vorgegarte Essen nach Bohmte geliefert und letztlich in der Mensa mithilfe der modernen Küchengeräte auf die ideale Temperatur erhitzt.

Weniger Abfälle

Die Methode hat gleich mehrere Vorteile. „Es bleiben deutlich weniger Reste über“, sagt Fischer. Wenn Schüler etwa aus unterschiedlichen Gründen einen Tag nicht in der Mensa essen, müssten die Speisen nicht gleich weggeworfen werden, sondern könnten weiter verwendet werden. In anderen Mensen, in denen das Essen vormittags vorgekocht wird, funktioniert dies nicht ohne Weiteres. „Ein Teil landet am Ende des Tages im Müll, ein anderer wiederum liegt für mehrere Stunden in der Ablage“, berichtet Fischer. Gerade bei Fleisch und Fischprodukten lasse die Qualität schnell nach. In der Bohmter Schulmensa komme das nicht vor. „Die Mitarbeiter können das Essen schnell, einfach und individuell für jeden Schüler vorbereiten“, erklärt der Küchenleiter. „So können wir die wichtigen Nährstoffe erhalten.“ Doch nicht nur das: Die Speisen seien auch deutlich geschmacksvoller - deshalb greifen die Schüler zu, auch wenn gerade nicht ihr Lieblingsgericht auf dem Speiseplan steht.

Ausgewogene Ernährung

Der Speiseplan ist vom Küchenteam der Schulmensa für 16 Wochen vorgeplant, er ist angelehnt an den „Basisplan für eine vollwertige Kost“ der Deutschen Gesellschaft für Ernährung. „Wer jeden Tag bei uns isst, ernährt sich ausgewogen“, sagt Fischer. Neben den zwei täglichen Hauptgerichten – einem Fleischgericht und einer vegetarischen Alternative – wird in der Bohmter Mensa zusätzlich auch ein Salatbuffet angeboten.

Höhere Motivation

Fast 80 Prozent aller Schülern bedienen sich dort. „Das Salatbuffet kommt hervorragend an“, sagt Beyer. Laut der Schulleiterin würde dies sowohl mit den frischen Produkten als auch mit dem Konzept der Schule zusammenhängen. „An unserer Schule wird ohne Ausnahme mit der Klasse gegessen.“ Mit dem Konzept vermittelt die Schule nicht nur Werte wie Tischmanieren und einen bewussten Umgang mit Lebensmitteln, sondern die Schüler motivierter, sich gesünder zu ernähren, meint Beyer. „Wenn der Mitschüler einen Salat isst, entscheidet man sich selbst vielleicht auch dafür.“


Die Bohmter Schulmensa hat von Montag bis Donnerstag jeweils von 9.30 Uhr bis 14 Uhr geöffnet. Um die Zubereitung und Ausgabe der Speisen sorgt sich ein dreiköpfiges Küchenteam des Cateres „Curom“. Zur Mensa gehört auch ein Kiosk, der unter anderem belegte Brötchen anbietet.

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