Einspruch zurückgezogen Busfahrer nach Unfall bei Bohmte rechtskräftig verurteilt

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Der voll besetzte Bus war am 23. August 2017 am Kreisel der B65/B51 auf die Mittelinsel gefahren und auf die Seite gekippt. Archivfoto: NWM-TVDer voll besetzte Bus war am 23. August 2017 am Kreisel der B65/B51 auf die Mittelinsel gefahren und auf die Seite gekippt. Archivfoto: NWM-TV

Bohmte/Osnabrück. Der Unglücksfahrer des Busunfalls vom 23. August 2017 bei Bohmte hat seinen Einspruch zu seinem Strafbefehl zurückgezogen. Damit ist er nun rechtskräftig verurteilt.

Der Busfahrer war am 23. August 2017 am Kreisel der B65/51 auf die Mittelinsel gefahren. Der mit Erntehelfern voll besetzte Bus kippte auf die Seite. Zahlreiche Personen wurden schwer verletzt, eine Frau lebensgefährlich.

Schuld ist nach Überzeugung der Ermittler der Busfahrer. Archivfoto: Hubert Dutschek

Staatsanwaltschaft beantragte Strafbefehl

Ein Gutachten schloss einen technischen Defekt aus. Laut der Staatsanwaltschaft war der Busfahrer zu schnell in den Kreisel gefahren. Damit habe er den Unfall fahrlässig verursacht. Daher beantragte sie im Januar beim Amtsgericht den Strafbefehl über 1350 Euro wegen fahrlässiger Körperverletzung. 

Busfahrer legte Einspruch ein

Das Amtsgericht folgte dem Antrag der Staatsanwaltschaft und erließ den Strafbefehl. Der Busfahrer akzeptierte diesen jedoch nicht und legte Einspruch ein. Nun zog er diesen zurück, bestätigte Gerichtssprecher Ansgar Buß auf Nachfrage unserer Redaktion.

Verurteilt, aber nicht vorbestraft

Mit dem nun akzeptierten Strafbefehl über 90 Tagessätze à 15 Euro (1350 Euro) ist der Fahrer verurteilt, aber nicht vorbestraft. Erst bei einer Verurteilung zu mehr als 90 Tagessätzen gilt eine Person als vorbestraft.



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