Jubiläum bei „Rad und Sport Kruckemeyer“ Diese Bohmter sind seit 25 Jahren im Fahrradgeschäft

Von Louisa Riepe

Seit 1993 verkaufen Hildegard und Werner Kruckemeyer in Bohmte Fahrräder. Foto: Louisa RiepeSeit 1993 verkaufen Hildegard und Werner Kruckemeyer in Bohmte Fahrräder. Foto: Louisa Riepe

Bohmte. „In Bohmte fehlt ein Fahrradgeschäft.“ Aufgrund dieser Feststellung gründeten Werner und Hildegard Kruckemeyer 1993 ihr Unternehmen „Rad und Sport“. Dabei hatte beide vorher nur hobbymäßig mit Zweirädern zu tun. In diesem Jahr feiern sie ihr 25. Geschäftsjubiläum.

Das erste Ladenlokal hatten Kruckemeyers an der Bremer Straße Nummer 69. Doch die Räumlichkeiten, in denen heute eine Wäscherei untergebracht ist, wurden schnell zu klein. Im April 2001 zog „Rad und Sport“ ein paar Häuser weiter an seinen heutigen Sitz, die Hausnummer 33. „Seit dem ist das Geschäft stetig gewachsen“, sagt Hildegard Kruckemeyer.

Der Trend zum E-Bike

Vor allem das Angebot hat sich im Laufe der Jahre verändert, so die 61-Jährige. Inzwischen machen E-Bikes etwa 50 Prozent der Räder in Kruckemeyers Geschäft aus. „Das hat sich so eingeschlichen“, sagt die Chefin, „in den letzten fünf Jahren wurden es ein richtiger Trend, auch für jüngere Leute.“ Anders als die Senioren, die die ersten elektrisch angetriebenen Räder kauften, um mobil zu bleiben, gehe es ihren Kunden heute darum, „mit dem Rad zur Arbeit fahren, und dabei Sprit sparen und etwas für die Gesundheit tun.“

Das hat allerdings seinen Preis: 2.000 bis 2.500 Euro sollte man für ein gutes E-Bike ausgeben, sagt Hildegard Kruckemeyer. Kunden finden in ihrem Geschäft vor allem hochpreisige Modelle. „Wir legen großen Wert auf Qualität“, erklärt sie, „denn wir wollen zufriedene Kunden.“ Solche Kunden, die auch unkompliziert ein Ersatzteil für ihr Rad bekommen, wenn doch einmal etwas kaputt gehen sollte. Das sei bei den renommierten Marken gegeben, so Kruckemeyer, bei „Baumarkt-Ware“ nicht unbedingt.

Reparaturen sind aufwendig

Um Reparaturen kümmert sich Werner Kruckemeyer in der eigenen Werkstatt. Den Umgang mit Gangschaltung, Kette und Ritzel hat sich der 61-Jährige über die Jahre selbst beigebracht. Eigentlich hat er nämlich einen anderen technischen Beruf erlernt, aber Zahnräder funktionieren schließlich überall gleich, meint er mit einem Lachen. Etwas mehr Wissen ist dann schon erforderlich, wenn es um eine Reparatur an der aufwendigen Elektrik oder an den Motoren der E-Bikes geht. Das Wissen dazu bekommt Kruckemeyer bei Schulungen der unterschiedlichen Hersteller.

Während er sich mit zwei Angestellten um die Technik kümmert, übernimmt seine Frau die Büroarbeit, Ein- und Verkauf. „Man muss den ganzen Kunden in Augenschein nehmen“, sagt sie, um herauszufinden, welches Rad zu demjenigen passt. Wie ist er gebaut? Hat er lange Beine oder kurze? Oder ist es ein Sitzriese? Anhand dieser Merkmale erkennt Kruckemeyer, welches Model in Frage kommen könnte. Außerdem muss sie natürlich wissen, wozu der Kunde sein neues Rad nutzen will. Wer täglich zu Arbeit fahren will, hat andere Bedürfnisse, als ein Sonntagsradler.

Konkurrenz durchs Netz

Weil sie so viel Zeit in die Beratung investiert, sieht es Hildegard Kruckemeyer gar nicht gern, wenn ihre Stammkunden im Internet kaufen. „Wir hatten es schon öfter, dass die Leute dann nachher wieder zu uns kamen, um noch etwas an ihrem neuen Rad ändern zu lassen“, erzählt sie. Zum Beispiel, wenn der Sattel doch nicht so bequem war oder eine stärkere Lampe eingebaut werden sollte. Lieber sind ihr solche Kunden, die über Jahre immer wieder kommen – egal ob für eine Neuanschaffung, eine Reparatur oder um Zubehör zu kaufen.

Aus solchen Geschäftsbeziehungen sind bei Hildegard Kruckemeyer auch schon Freundschaften entstanden. „Mache Kunden umarme ich mittlerweile zur Begrüßung“, erzählt sie. Andere kommen extra angereist, um in Kruckemeyers Geschäft ein Rad zu kaufen. „Wir haben Kunden aus Mettingen, Rahden, Lübbecke oder auch aus Osnabrück.“ Offenbar hat es sich nach 25 Geschäftsjahren herumgesprochen, dass es bei „Rad und Sport“ hochwertigen Zweiräder und individuelle Beratung gibt. Und wegen des Jubiläums geben Kruckemeyers bis zum 31. März auch noch 25 Prozent Rabatt auf alle E-Bikes und Fahrräder, 2018er Modelle ausgenommen.

Zubehörteile wie diese bunten Klingeln finden sich ebenfalls im Sortiment von „Rad und Sport Kruckemeyer“. Foto: Louisa Riepe

Hier geht es weiter: Das sind die Trends von der Osnabrücker Fahrradmesse