Gemeinsamer Ortsverband SoVD-Mitglieder einigen sich auf „Bohmte/Herringhausen“

Von Andre Partmann


Bohmte . Was im Januar mit dem formalen Beschluss einer Fusion begonnen hat, ist am Donnerstag auf der konstituierenden Mitgliederversammlung fortgeführt worden: Die ehemaligen SoVD-Ortsverbände Bohmte und Herringhausen Stirpe Oelingen wachsen weiter zusammen. Ein neuer Name verleiht der Zusammenarbeit Nachdruck.

„Wir erleben gerade eine geschichtsträchtige Stunde. An die Geburtsstunde am 15. März 2018 wird man sich in vielen Jahren erinnern“, sagte Gerd Groskurt, der Vorsitzendes des SoVD-Kreisverbandes Osnabrücker-Land. Wenige Augenblicke zuvor war das Ergebnis der Abstimmung über den neuen Namen der mittlerweile fusionierten Ortsverbände bekannt geworden: Demnach sprachen sich auf der konstituierenden Mitgliederversammlung im Gasthaus Zur Post in Bohmte alle Anwesenden ohne Gegenstimme für eine Namensanpassung aus. Und zwar dahingehend, dass aus die einst eigenständigen Ortsverbände künftig gemeinsam unter dem Namen „SoVD-Ortsverband Bohmte/Herringhausen“ firmieren.

Fusion sinnvoll

Die Entscheidung, beide Ortsverbände zusammenzulegen, fiel im Januar vor zwei Hintergründen: Wie Groskurt zu Beginn der Versammlung ausführte, hatte der SoVD-Ortsverband Herringhausen Stirpe Oelingen zuletzt mit einem spürbaren Rückgang der aktiven Mitglieder zu kämpfen. In Bohmte wiederum hatten sich die 400 Mitglieder bei der Suche nach einem neuen Vorsitzenden schwer getan: Niemand war bereits, die Verantwortung für den Ortsverband langfristig zu übernehmen. „Die Zusammenlegung beider Ortsverbände ist vor diesen Hintergründen sinnvoll gewesen“, sagte Groskurt rückblickend. Die Formalia könnten nun in gemeinsamer Arbeit erledigt werden – und die Mitglieder dadurch wieder verstärkt der inhaltlichen Arbeit widmen.“

Finanziell gut aufgestellt

Die finanzielle Ausgangslage des fusionierten Ortsverbandes Bohmte/Herringhausen ist komfortabel: Wie Marianne Zahn, die Schatzmeisterin des alten Ortsverbandes Bohmte mitteilte, machten sich die hohen SoVD-Mitgliederzahlen auf dem Konto bemerkbar. Auch in Herringhausen wurde solide gewirtschaftet, sodass „in den kommenden Jahren einige wichtige Projekte angeschoben werden können.“

Neuer Vorstand

Auf der konstituierenden Mitgliederversammlung wurde zudem der erste Vorstand des fusionierten Ortsverbandes gewählt. Die Mitglieder sprachen sich dabei einstimmig für Herbert Ludzay aus. Ludzay gestaltete als 2. Vorsitzender den SoVD-Ortsverband in Herringhausen mit. Stellvertretende Vorsitzende ist nach der Wahl Monika Berkemeyer, die den Bohmter Ortsverband zuletzt leitete. Ebenfalls in den Vorstand gewählt wurden Birgitt Oelgeschläger (Schriftführerin), Birgit Wulf (Schatzmeisterin), Brigitte Bente, Rudolf Grewe, Albert Klumpe (alle Beisitzer). Klumpe führt zusätzlich das Amt des Pressewartes aus. Die Führungsriege wird komplettiert durch die Revisoren Udo Pelzer, Friedrich Drees und Heinrich Thomas. Ebenfalls gewählt wurden die Delegierten für die Versammlung des SoVD-Kreisverbandes Osnabrücker-Land am 13. Oktober. Sechs Mitglieder werden dort den Ortsverband Bohmte/Herringhausen vertreten.

Ehrungen

Geehrt für langjährige Mitgliedschaft im SoVD wurden Arno Möller und Inge Beckmann (beide 25 Jahre) sowie Christa Helling (10 Jahre). „Auf uns kommen in den nächsten Jahren einige Aufgaben zu“, sagte der Vorsitzende Herbert Ludzay in seinen Abschlussworten. Der SoVD-Ortsverband werde den Finger kritisch erheben, vor allem im Bereich der Barrierefreiheit. Am Bohmter Bahnhof etwa müsse sich, anders als Gemeindebürgermeister Klaus Goedejohann in Aussicht stellte, vor 2023 etwas ändern.