Stefan Kerlfeld und die Musik Hunteburger Kolpingkapelle verbindet Generationen

Von Christa Bechtel

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Hunteburg. Auch Stefan Kerlfelds Vater ist aktiver Bläser in der Kolpingkapelle Hunteburg, sodass er von Kindesbeinen an mit dieser Musik vertraut ist. Seit 20 Jahren spielt er in dem Ensemble das Bariton, ein Blechblasinstrument aus der Familie der Bügelhörner. Seit 2010 ist er sogar Erster Vorsitzender.

1951 wurde die Hunteburger Kolpingkapelle ins Leben gerufen, der heute 46 aktive Musiker aus drei Generationen – das jüngste Mitglied ist 11 Jahre, das älteste 87 - angehören. Das Dirigat teilen sich Christian Dultmeyer und Stefan Schumacher. Für die musikalische Ausbildung haben Maria Rusche und Manfred Meyer die Verantwortung übernommen. „Manfred Meyer war fast 40 Jahre dabei und hat deshalb auch die entsprechende Erfahrung. Aber auch Maria Rusche ist seit 20 Jahren in der Kapelle“, sagt Stefan Kerlfeld.

Änfänger üben dienstags

Jeden Dienstag würden die Neuanfänger von 18.45 bis 19.45 Uhr üben. Je nach Gruppengröße betrage die Ausbildungsdauer etwa zwei bis drei Jahre. „Die Instrumente werden von uns gestellt. In den ersten sechs Monaten wird eine Leihgebühr von monatlich 20 Euro fällig. Und das Übungsheft muss vom Schüler erworben werden“, erläutert der Vorsitzende, der ergänzend hinzufügt: „Es gibt für jedes Instrument/Stimme ein Übungsheft, worin der Theorieteil, aber auch Stücke mit den entsprechenden Noten enthalten sind.“

Ein wichtiger Bereich

Gerade der Theorieteil sei ein wichtiger Bereich. „Damit sie das Verständnis für die Musikstücke bekommen“, erklärt der gebürtige Hunteburger. Nach dieser Ausbildung können die Schüler diverse Einzellehrgänge wie den D1- oder D2-Kurs absolvieren. „Die werden vom Kreismusikverband Osnabrück ausgerichtet. Dazu gehören wieder ein Theorieteil; abschließend kann man an einer Prüfung teilnehmen. Auch das wird von unserer Kapelle getragen und gefördert, um eine gute Ausbildung zu erreichen“, verdeutlicht der Vater von drei Kindern. Sobald sie zum Orchester gehören (geprobt wird dienstags von 20 bis 21.45 Uhr im katholischen Pfarrheim), dürfen sie nach Neuenkirchen zum Jugendorchester fahren. Diese zusätzliche Ausbildung – der Übungsabend findet immer mittwochs statt, sei freiwillig, aber wünschenswert. Auch das werde von der Kapelle finanziert.

Viele Veranstaltungen

Doch, um all das zu bezahlen, tritt die Kolpingkapelle bei diversen Veranstaltungen wie Schützenfeste, Laternenumzug oder Konzerte auf. „Aber zwischendurch hoffen wir auch auf Spenden“, sagt Stefan Kerlfeld lächelnd. Und: „Wenn gewünscht, spielen wird ebenfalls zu 90. Geburtstagen. Interessierte können sich einfach bei der katholischen Kirchengemeinde melden.“ Apropos melden: Natürlich freuen sich die Musiker immer über Nachwuchs. Wer Interesse an der geschilderten Ausbildung hat, kann sich bei Stefan Kerlfeld, Telefon 05475/367 oder 0175/7281937, melden. Um das „Wir-Gefühl“ zu stärken, treffen sich die Musiker zum Beispiel auch mal zum Grillen oder zum Boßeln. Zudem biete der Kreismusikverband einen Musikerball an.

Konzert am 22. April

Am Sonntag, 22. April, 16.30 Uhr, wird die Kolpingkapelle in der Dreifaltigkeitskirche Hunteburg ein großes Konzert geben. Das Motto: „Nehmen Sie Platz im Kirchenschiff und gehen Sie mit uns auf eine Kreuzfahrt von Deutschland über Frankreich in die Karibik.“ Dabei werden Musikstücke namhafter Stars und Filme erklingen. Der Eintritt ist frei. Aber: „Wir würden uns natürlich über Spenden freuen“, sagt der Landwirt schmunzelnd, der verspricht: „Es wird mit Sicherheit ein sehr interessantes Konzert.“

Ein gutes Miteinander

Nach dem 22. April wird Christian Dultmeyer aus beruflichen und privaten Gründen das Dirigat abgeben, sodass Stefan Schumacher die Kapelle erst einmal allein leiten wird. „Wichtig ist, dass Nachwuchs nachkommt und man aufpassen muss, dass nicht auf nur wenigen Schultern all die Auftritte ‚hängen‘ bleiben“, betont der 32-Jährige mit Blick auf die 44 Auftritte, die für dieses Jahr bereits auf dem Spielplan stehen. Für die Zukunft wünscht sich Stefan Kerlfeld: „Ein gutes Miteinander, dass wir weiterhin so stark in der Kolpingkapelle vertreten sind, gute Auftritte machen und wir viel Spaß haben.“


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