Tag der offenen Tür Oberschule Bohmte lässt Grundschüler tief blicken

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Bohmte. Welche Fächer stehen auf dem Stundenplan? Wo verbringen die Schüler ihre Pausen? Und wie funktioniert eigentlich die Radiowerkstatt? Die Oberschule Bohmte hat der zukünftigen Schülergeneration und den Eltern beim Tag der offenen Tür am Donnerstag Einblicke in den Schulalltag gewährt.

Der Sachunterricht ist bald Geschichte. Und auf Stundenplan von Mia, Tisha, Leander und Mikel stehen nach den Sommerferien zusätzlich die Fächer Biologie, Erdkunde und Chemie. Das sind bei Weitem aber nicht die einzigen Veränderungen, die ihnen demnächst noch bevorstehen. Die vier Grundschüler der Erich-Kästner-Grundschule in Bohmte sind nämlich Teil der insgesamt 130 Viertklässler aus der Gemeinde,die am Ende des Schuljahres von der Grund- auf eine weiterführende Schule wechseln.

Schritt in die Selbstständigkeit

Und die Entscheidung für jene Schule will gut durchdacht sein: „Der Wechsel ist ein weiterer Schritt in die Selbstständigkeit“, sagt Andrea Beyer, die Schulleiterin der Oberschule Bohmte. Entscheidend bei der Wahl sei nicht nur das Leistungsniveau der Schüler, auch müsse das Konzept und die Ausrichtung der Schule passen. Gemeinsam mit dem Kollegium hat die Schulleiterin deshalb allen Viertklässlern aus der Gemeinde und ihren Eltern am Donnerstag die Möglichkeit geboten, sich beim „Tag oder offenen Tür“ über die Schule zu informieren. Aber auch, um „Ängste vor der dem Schulwechsel zu nehmen“, wie Beyer betonte.

Schnupperunterricht

Die Veranstaltung ist nicht neu, doch wurde sie in diesem Jahr erstmals anders aufgezogen: So sind am Vormittag die 130 Viertklässler der Grundschulen aus Bohmte und Hunteburg mit ihren Lehrern angereist, um an einem Schnupperunterricht teilzunehmen. Dieser fand gemeinsam mit den 360 Schüler der Oberschule in den jeweiligen Klassen statt. Die Idee dahinter: „Die Viertklässler sollten einen Einblick vom tatsächlichen Schulalltag bekommen und mit unseren Schülern in Kontakt kommen“, sagte Lehrerin Mareike Siegmann.

Reaktionen im Chemieunterricht

Mia, Tisha, Leander und Mikel durften drei Schulstunden lang selbst experimentieren, rechnen und Aufgaben lösen. Die Lehrer hatten im Vorfeld für den Schnupperunterricht einiges vorbereitet: Im Unterricht von Erdkunde-Lehrer Andre Goda lernten die Viertklässler einiges über die Bundesländer und im Deutschunterricht von Elisabeth von Wahlde gab es knifflige Rätsel. Dass naturwissenschaftliche Fächer auch ziemlich spannend sein können, wurde den Grundschülern vor Augen geführt. Im Chemieunterricht etwa einzelne Reaktionen verschiedener Stoffe ausgelöst.

Radiowerkstatt

Natürlich durfte auch eine Führung durch die Schule nicht fehlen: So zeigte Lehrerin Mareike Siegmann den Schülern die Radiowerkstatt, in der die Schüler in Zusammenarbeit mit dem regionalen Radiosender Beiträge produzieren, sowie die zwei Computerräume, das Museum, die Schulbibliothek, das Sekretariat und die Schulmensa. Über zehn verschiedene Stationen standen am Ende auf dem Programm. Was den Schülern dabei besonders gut gefallen hat? „Eigentlich war alles spannend“, sagt Mikel.

Berufsberatung

Aus Sicht der Eltern dürfte die Informationsveranstaltung am Nachmittag ebenfalls ziemlich spannend gewesen sein: Dort berichtete Schulleiterin Andrea Beyer von der Entwicklung der Schule und dem Lernkonzept. Auch standen mit Kristina Lukarewski, der Schulsozialarbeiterin, und Stefan Mietze, der die Berufsberatung an der Oberschule koordiniert, zwei Gesprächspartner zur Verfügung, die von Angeboten abseits des Unterrichts berichteten.

So blieb am Ende lediglich eine Frage unbeantwortet: Wie viele neue Gesichter darf Schulleiterin Andrea Beyer denn nun an der Schule begrüßen? Doch auch auf diese Frage wird es schon bald eine Antwort geben – spätestens nach den Sommerferien.


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