Alischa Sander und der Sport Die erste Pressewartin des Hunteburger SV

Von Christa Bechtel

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Nachdem der Hunteburger Sportverein das Amt der Pressewartin schuf, ist Alischa Sander die erste Frau in dieser Postition. Foto: Christa BechtelNachdem der Hunteburger Sportverein das Amt der Pressewartin schuf, ist Alischa Sander die erste Frau in dieser Postition. Foto: Christa Bechtel

Hunteburg. Bereits mit zwei Jahren nahm Alischa Sander mit ihrer Mutter am Mutter- und Kind-Turnen des Hunteburger Sportvereins (HSV) teil. Später ging sie zum Kinderturnen. Und da ihre Mutter Übungsleiterin der Sparte „Badminton“ ist, spielte die kleine Alischa immer gerne mit.

Mit 16 Jahren ging die gebürtige Hunteburgerin in die Volleyball-Mannschaft. Vor zwei Jahren wurde sie dann während der Generalversammlung des HSV zur ersten Pressewartin gewählt. Denn der Verein hatte dieses Amt bis dato nie besetzt.

Mathematik und Biologie

Das Schreiben ist nicht unbedingt ihr Ding, gibt Alischa Sander zu, die derzeit als Referendarin in Vechta an der Geschwister-Scholl-Oberschule tätig ist. Zuvor hatte sie auf Lehramt die Fächer Mathematik und Biologie studiert. „Der Papa von einer Volleyballfreundin hatte uns gefragt, ob nicht jemand aus unserer Sparte in den Vorstand möchte. Erst habe ich gedacht ‚nee‘, das ist gar nichts für mich. Doch dann habe ich länger darüber nachgedacht und kam zu dem Ergebnis, dass das schon eine gute Sache wäre, um sich zu engagieren“, erzählt die 24-Jährige, wie sie in den HSV-Vorstand kam.

Oft eine Kamera dabei

„Dann wurde das Amt der Pressewartin noch neu geschaffen – ob ich das nicht übernehmen möchte.“ Wollte sie. Inzwischen schreibt sie natürlich auch diverse Texte. Aber fotografiert hat Alischa immer schon gerne. „Auf Partys habe ich oft eine Kamera dabei. Da regen sich viele schon mal auf, dass ich so viele Fotos mache“, sagt sie lachend.

Was sind die Aufgaben einer Pressewartin in einem Sportverein? Sander: „Hauptsächlich bin ich dafür da, dass ich den Kontakt zwischen Verein und Presse aufrecht erhalte. Beispielsweise bei diversen Veranstaltungen wie kürzlich bei unserem Kinderkarneval. Aber die Übungsleiter können auch zu mir kommen, wenn sie etwas haben, was sie veröffentlichen müssen. Dann reiche ich das weiter – und mache bei den Veranstaltungen die Fotos.“ Werbemittel wie Flyer, Plakate oder Handzettel würden anderweitig vergeben. Dafür sei sie aber aktiv neben Frank Mosel, Eva-Maria Schwarzmeier und einigen Anderen aus dem Vorstand, die einen Account haben, an der vereinseigenen Homepage beteiligt. „Da habe ich schon etliche Artikel eingestellt“, stellt die Pressewartin heraus.

Mehr als 1400 Mitglieder

Seit 1923 gibt es den Hunteburger Sportverein, der mit seinen über 1400 Mitgliedern der größte Verein in Hunteburg ist. Etliche Sparten wie Fußball, Badminton, Senioren- und Gesundheitssport, Karate, Leichtathletik, Tennis, Tischtennis, Turnen und Volleyball zählen dazu. Neben der stellvertretenden Schriftführerin Eva-Maria Schwarzmeier ist Alischa Sander die einzige Frau im Vorstand. Braucht man da starke Ellenbogen? Oder wie setzt man sich in dieser Männerwelt durch? „Starke Ellenbogen brauche ich beziehungsweise brauchen wir nicht. Der Verein wollte unbedingt Frauen in den Vorstand haben, was natürlich auch viele Vorteile hat. Wir wurden super aufgenommen. Ich bin schon ein Jahr länger als Eva im Vorstand. Aber ich freue mich natürlich auf weibliche Unterstützung. Wir möchten auch gerne noch mehr Frauen in den Vorstand aufnehmen. Also – das ist nicht nur eine reine Männerwelt; da haben wir genauso das Sagen“, antwortet Alischa Sander.

Den Übungsleiterschein machen

Auf Dauer möchte die Hunteburgerin ebenfalls gerne Übungsleiterin werden. „Dazu muss ich erst noch den Übungsleiterschein machen. Aber erst, wenn ich mit dem Referendariat fertig bin. Dann hoffe ich, dass ich die Zeit dafür habe. Ich würde gerne Zirkel- oder Krafttraining anbieten“, blickt Alischa Sander schon mal in die Zukunft. Ihr besonderer Dank gilt unserer Zeitung. „Das funktioniert immer super, dass wir die Unterstützung vom Wittlager Kreisblatt erhalten. Ich habe häufiger für die sportlichen Veranstaltungen mit Winfried Beckmann Kontakt. Oder bei den Sportwerbetagen kommt auch immer jemand, macht Fotos und berichtet darüber. Es ist schön, dass man von der Zeitung so unterstützt wird“, freut sie sich.


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