„Vorsicht Unfall!“ in Stirpe Landkreis erinnert mit Warnschild an den tödlichen Unfall auf der B65

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An der B65 erinnert jetzt eine Tafel des Landkreises an den tödlichen Unfall vom 13. Februar. Foto: Louisa RiepeAn der B65 erinnert jetzt eine Tafel des Landkreises an den tödlichen Unfall vom 13. Februar. Foto: Louisa Riepe

lori/pm Stirpe. Der Landkreis Osnabrück ermahnt Autofahrer an der B65 zu einem vorsichtigen Fahrstil. Dazu hat die Behörde zwischen Leckermühle und Wehrendorf ein Schild aufgestellt, dass an den tödlichen Unfall vom 13. Februar erinnert. Der hätte auch noch schlimmer ausgehen können, sagt die Polizei.

Im gefrorenen Boden zeichnen sich tiefe Reifenspuren ab, Raureif bedeckt einen herrenlosen VW-Aufkleber im Gras. Genau hier, an der B65 zwischen Wehrendorf und Leckermühle, kam es am frühen Morgen des 13. Februar zu einem schweren Autounfall: Der Fahrer eines VW Polo kam vermutlich aufgrund von Straßenglätte ins Schleudern und prallte mit einem entgegenkommenden BMW zusammen. So steht es im offiziellen Polizeibericht.

Landkreis stellt Warnschild auf

Demnach wurden beide Wagen stark beschädigt, die Fahrer schwer verletzt. Der 61-jährige Unfallverursacher aus Hasbergen starb wenig später im Krankenhaus an seinen Verletzungen. An dieses Ereignis erinnert jetzt ein großes Schild. „Vorsicht! Genau hier: tödlicher Unfall“ steht darauf gut sichtbar für alle Fahrzeuge, die aus Richtung Wehrendorf kommen.

Neben dem Schriftzug ist ein schwarzes Kreuz abgebildet. Es soll „zu einer vorsichtigen Fahrweise ermahnen“, so der Landkreis Osnabrück. Die Behörde hat das Schild aufstellen lassen. „Wir wollen an den schlimmen Unfall erinnern, solange dieser noch im Bewusstsein der Bevölkerung präsent ist“, erläutert Kreisrat Winfried Wilkens in einer entsprechenden Pressemitteilung. Er hoffe, dass die direkte Konfrontation mit dem Unfallgeschehen den einen oder anderen Verkehrsteilnehmer dazu bringt, sein Fahrverhalten zu überprüfen.

Ähnliche Schilder in der Nachbarschaft

Ähnliche Schilder wurden in der Vergangenheit auch schon in Dissen, Berge, Menslage, Melle, sowie Quakenbrück und Gehrde aufgestellt. Lange sind sie aber nie an Ort und Stelle geblieben. Man baue die Schilder immer rechtzeitig wieder ab, bevor ein Gewöhnungseffekt eintrete, hieß es vom Landkreis. Das gelte auch für das Exemplar an der B65.

In der Zwischenzeit laufen die polizeilichen Ermittlungen zum Unfallhergang weiter. Ansgar Jansing, der zuständige Beamte von der Dienststelle Bohmte, kann aus persönlicher Anschauung sagen: „Es war ziemlich glatt auf der Straße.“ Trotzdem wartet er noch auf den Bericht eines Gutachters, der die Unfallstelle und die beteiligten Fahrzeuge im Auftrag der Staatsanwaltschaft untersucht hat. Der Hintergrund: „Der BMW-Fahrer ist zum Anwalt gegangen, er möchte den entstandenen Schaden natürlich ersetzt haben“, so der Polizist.

Polizei: Es hätte noch schlimmer kommen können

Dass der Mann nach dem Unfall überhaupt dazu in der Lage ist, verdankt er nach Einschätzung des Beamten der modernen Sicherheitstechnik in seinem Wagen. „Es war ein Fünfer BMW, gut ausgestattet mit vielen Airbags, die auch alle ausgelöst haben.“ Sie sorgten dafür, dass der Fahrer zwar noch mit einem verletzten Bein im Krankenhaus liegt. Es gehe ihm aber den Umständen entsprechend gut. „Früher hätte man bei so einem Unfall wohl zwei Leichenwagen rufen müssen“, meint Jansing.


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