Zeithülse mit Bildern gefüllt Wann wird der Hunteburger Kindergartenanbau fertig?

Von Karin Kemper


Hunteburg. Es ist nicht zu übersehen. Am evangelischen Kindergarten Hunteburg wird gebaut – genauer gesagt angebaut. Zusammen mit dem Architektenteam Nordhoff galt es, eine Zeithülse zu füllen, die (später) in den Grundstein eingemauert werden soll.

Bei strahlendem Sonnenschein unterzogen Kinder und Erwachsene die Baustelle einer Kontrolle. Die Kleinen nutzten die Pfützen, um hineinzuspringen, die Großen versuchten, sich vorzustellen, wie das Gebäude aussehen könnte, wenn es fertiggestellt ist. Derzeit ist die Bodenplatte gegossen. Es kann mit dem Mauern begonnen werden.

Vorfreude auf das neue Gebäude

Kindergartenleiterin Julia Lichter meinte: „Wenn wir bis zum Jahresende fertig sind, freue ich mich.“ Architekt Martin Nordhoff ist da optimistischer: „ Nach einer spannenden Bauzeit wird der evangelische Kindergarten Hunteburg im Herbst 2018 ein schönes und behagliches zweites Zuhause in einem wundervollen Außengelände bieten.“

Bis es soweit ist, erleben die Mädchen und Jungen hautnah mit, wie sich die Anbauten entwickeln. Und wenn für das gemeinsame Frühstück der Kleinen eine Fensterbank freigeräumt wird, damit sie die Bauarbeiten beobachten können, vergessen sie ganz leicht das Essen.

Zeitkapsel gefüllt

Die Kindergartenleiterin hieß die Gäste auf dem Baugrund der zukünftigen Krippe willkommen. Sie fasste die Meinung des Kollegiums so zusammen: „Viele von uns atmen auf, dass es endlich losgeht.“ Mit dem Blick auf die vielen Bilder, die die Kinder gemalt hatten und die in die Zeitkapsel gesteckt wurden, sagte sie: „Auf den Bildern sind die Wünsche des Nachwuchses für das neue Haus abgebildet.“ Die Mädchen und Jungen wollen im neuen und alten Haus zusammen spielen, die Welt entdecken, alle sollen lieb zueinander sein, und sie wünschen sich Spielzeug und ein neues Radio. Und ein Gruß an die Bauarbeiter wurde von den Kleinen ebenfalls nicht vergessen. Kinder und Erwachsene wünschten außerdem, dass immer viele Kindern mit viel Freude den Kindergarten besuchten.

Lange gehegter Wunsch

Zu den Gästen zählte auch Ortsbürgermeister Norbert Kroboth, der zusammen mit Alexandra Lösche-Uhtbrok vom Fachdienst Soziales die Gemeinde Bohmte vertrat, die für den Bau erhebliche Mittel zur Verfügung stellt. Er wünschte schnelle Baufortschritte und verwies darauf, dass der lange gehegte Wunsch nach Erweiterung und Modernisierung endlich in die Tat umgesetzt werden könnte. Dank galt dabei dem evangelischen Kirchenkreis, der die Finanzierung sichergestellt habe. Kroboth machte deutlich, dass nicht nur neue Räume entständen, sondern auch für die bestehenden „etwas getan“ werden solle.

Grüße des Trägerverbundes

Peter Kollorz vom Kirchenvorstand verwies darauf, dass sich die beiden Hunteburger Kindergärten durch die Baumaßnahmen beider immer mehr annäherten – nicht nur, was die Wiese angehe, an die beide angrenzten.

Siri Wolff vom Trägerverbund der Kindertagesstätten im Kirchenkreis zeigte sich erfreut darüber, mit wieviel Engagement sich alle in Hunteburg für die Kinder einsetzten. Sie ergänzte: „Die Zusammenarbeit mit der Kommune ist eine Freude.“

Ein wichtiger Aspekt der Baumaßnahme: Der Krippen- und Personalanbau erhält einen eigenen Zugang, sodass das Bringen und Abholen der ganz Kleinen geschützt abseits des Eingangs für die Kindergartenkinder erfolgen kann. Auch die Personalräume können zusätzlich zum internen Zugang getrennt vom Kindergartenbetrieb erreicht werden.