Tarifkonflikt in der Metallindustrie IG-Metall kündigt Streik der ZF-Werke am Dümmer an

Von Louisa Riepe

Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie streiken die Arbeiter jetzt auch in Damme, Dielingen, Wagenfeld, Stemwede und Diepholz. Symbolfoto: Lino Mirgeler/dpaIm Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie streiken die Arbeiter jetzt auch in Damme, Dielingen, Wagenfeld, Stemwede und Diepholz. Symbolfoto: Lino Mirgeler/dpa

Damme. Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie streiken die Arbeiter jetzt auch rund um den Dümmer. Betroffen sind vor allem die ZF-Werke.

Nach Angaben der Gewerkschaft IG-Metall gibt es am Freitag, den 2. Februar, kurzzeitige Warnstreiks in Stemwede und Diepholz. Teilnehmen werden vor allem Mitarbeiter des Automobilzulieferers ZF Friedrichshafen. Das Unternehmen betreibt mehrere Werke rund um den Dümmer. Beteiligt am Streik sind die Standorte C-Damme CC, Dielingen, Wagenfeld und Diepholz, sowie das Werk HMI. Aber auch die Arbeitnehmer des Unternehmens Boge Elastmetall aus Damme, das bis 2014 zur ZF gehörte, werden bei den Kundgebungen erwartet.

Die Forderungen der Metaller

Die IG-Metall fordert sechs Prozent mehr Lohn für rund 3,9 Millionen Arbeitnehmer. Sie sollen außerdem die Möglichkeit bekommen, ihre Arbeitszeit für die Dauer von bis zu zwei Jahren auf 28 Wochenstunden zu reduzieren. Einige Gruppen wie Schichtarbeiter, pflegende Angehörige oder Eltern junger Kinder sollen dafür einen Teil-Ausgleich für entgangenen Lohn erhalten.

Osnabrück und Bramsche streiken auch

Weil die Verhandlungen mit den Arbeitgebern bisher zu keinem Ergebnis gekommen sind, hat die IG Metall zuletzt den Druck verschärft und deutschlandweit zu 24-Stunden-Streiks aufgerufen. Im Osnabrücker Land hat sich daran schon am Donnerstag das VW-Werk beteiligt. Ab Freitagmorgen um 6 Uhr werden dann die Bramscher Firmen Essex und Nexans bestreikt. Die Streik-Planungen der IG-Metall gehen bisher nur bis Samstagmorgen, sagte ein Sprecher gegenüber unserer Redaktion.