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Krimi-Dinner Junge Ermittler in Bohmte Verbrechern auf der Spur

Von PM. | 12.04.2016, 09:39 Uhr

Der Jugendtreff Bohmte lud zum Krimi-Dinner. Dabei musste Inspektor Vender einen neuen Fall lösen.

Pressekonferenzen laufen nicht selten nach identischen Vorgaben ab: Ein Produkt, Bilanzen oder neue Führungskräfte werden vorgestellt. Die Medienvertreter schreiben mit und fassen das Wesentliche zusammen.

Unter einem anderen Stern stand die Pressekonferenz im Bohmter Landgasthaus Gieseke-Asshorn: Reporterin Carla Emig (gespielt von Jugendpflegerin Jana Nega) hatte eingeladen. Sie werde „eine Sensation verkünden“. Denn, das wird schnell klar: Emig habe angeblich Beweise, dass es im stadtbekannten Geisterhaus tatsächlich spukt. Der Geist sei auch für die kranken Kinder im Ort verantwortlich. Ein Fall wie gerufen für Inspektor Vender (Jugendtreffleiter Norbert Schulte) und seine Schüler.

Ein schreckliches Verbrechen

Über eine Tafel nahmen die Gäste mit dem Geist Kontakt auf und bekamen einen Auftrag: Findet den Mörder! Denn vor 50 Jahren fand in dem alten Herrenhaus ein schreckliches Verbrechen statt.

Besonders gruselig daran: Das Opfer wurde in einem von innen verschlossenen Raum gefunden, und von einer Tatwaffe fehlte jegliche Spur. Die 15 Junior-Detektive stürzten sich nun auf die vorhandenen Beweise – bis einer der Teilnehmer auf mysteriöse Weise verschwand. „Das war für die Kinder ein Gänsehautmoment“, sagte Schulte. Falls der Geist damit zu tun hätte, beschlossen sie weiter zu ermitteln und den alten Mordfall zu lösen.

Ein großer Betrug

Als aber nichts geschah, meldete Inspektor Vender Zweifel an der Geistererscheinung an. Nun nahmen die Nachwuchs-Ermittler die Beweise auseinander und entdeckten einen großen Betrug: Das Geisterhaus war ein Schwindel, das ein Verbrechen tarnen sollte: Giftmüllfässer im Keller des Herrenhauses. Die Schuldige wurde schließlich gefasst.

Schön an den Ermittlungen waren die zahlreichen Beweise, die von Anfang an auf dem Tisch lagen. „Unter den Detektiven gab es erstmals Spezialisten, die sich um Fingerabdrücke, Archiv und Fotos gekümmert haben“, so Schulte später in seiner Bilanz.

Auf dem Heimweg

Auch der verschwundene (und eingeweihte) Teilnehmer ist letztlich wieder aufgetaucht. „Er hatte sich schon auf den Heimweg gemacht und dabei lediglich mit einem Freund verquatscht“, sagte Schulte mit einem Augenzwinkern.