Ein Artikel der Redaktion

Der Einladung des Ortsrats gefolgt Blumen in Herringhausen für die sieben ältesten Teilnehmer

Von Karin Kemper | 03.09.2019, 18:09 Uhr

"Schön, dass es so voll geworden ist", meinte Ortsbürgermeister Arnd Sehlmeyer bei der Begrüßung der Gäste des Seniorennachmittags der Ortschaft Herringhausen-Stirpe-Oelingen. Ort des Geschehens: das Festzelt des Erntefestes zwischen Kanal und Schule in

Der Seniorennachmittag, zu dem der Ortsrat die Bürger der beiden Ortschaften Herringhausen und Stirpe-Oelingen regelmäßig einlädt, wechselt die Veranstaltungsorte. Dieses Mal war wieder das Festzelt an der Reihe. Und noch etwas war am Montagnachmittag etwas anderes als bei der vorhergegangenen Terminen: Es fand (ziemlich spontan wie der Ortsbürgermeister berichtete) die Auszeichnung der ältesten Teilnehmer statt.

In die Runde gefragt

Die richtigen Männer und Frauen wurden mit der schlichten Frage: "Wer ist in der Runde älter als 90 Jahre?" ermittelt. Der eine oder andere Kandidat musste von den Tischnachbarn zwar zum Aufzeigen motiviert werden, aber letztlich war die Gruppe komplett. Eigentlich sollten zwar sechs Personen ausgezeichnet werden, eingefunden hatten sich allerdings sieben. Sehlmeyer: "Das bekommen wir hin." So bekam Ilse Kerbs als älteste Teilnehmerin eine Orchidee, während die anderen sechs – Heinz Maßmann, Martin Büttner, Ilse Niehaus, Maria Borchard, Hilde Meyer und Martha Eisenblätter – mit Herbstblumen bedacht wurden.

Kaffee und Kuchen durften selbstverständlich nicht fehlen. Für das Ausschenken sorgten Ortsratsmitglieder. Wer entkoffeinierten Kaffee trinken wollte, wurde genauso bedient wie die Teetrinker. Für die Versorgung mit Sahne hatte der Ortsbürgermeister einen Tipp parat: "Pro Tischreihe gibt es eine Sprühdose. Beim Hin- und Herreichen kommt man gleich ins Gespräch."

Die Gelegenheit ist da

Zu den Gästen gehörten auch Bürgermeister Klaus Goedejohann und Pastor Andreas Pöhlmann. Der Bürgermeister sprach Dinge an, die die Ortschaft berühren. Demnach soll der Bauantrag für die Sanierung der Schützenhalle demnächst erfolgen und die Arbeiten zum Schützenfest 2020 abgeschlossen sein. Die Kosten seien mit 1 Millionen Euro veranschlagt, bei einer Fördersumme von 500000 Euro aus der Dorfentwicklung. Goedejohann: "Die Gelegenheit ist da, jetzt zu sanieren." Weiter sprach er die steigenden Geburtenzahlen in der Gemeinde Bohmte an. Der Rekordwert von 150 sei derzeit mit 140 schon fast erreicht. Entsprechend sei die Erweiterung des Kindergartenangebotes erneut ein Thema – auch rund um den Kindergarten Hummelhof in Herringhausen.

Im Hinblick auf das Projekt Containerhafen, wo der vorliegende Bebauungsplan vom Oberverwaltungsgericht aus formalen Gründen für unwirksam erklärt wurde, meinte der Bürgermeister: "Ich hoffe auf politische Mehrheiten für das Hafenprojekt." Er erinnerte daran, dass heute alle froh seien, in Bohmte einen Bahnhof zu haben...

Losabschnitte verteilt

Mit den Worten "Er bringt uns viele Preise mit" kündigte Sehlmeyer Hubertus Brörmann, den Vorsitzenden der Bohmter Werbegemeinschaft an. Zuvor waren Losabschnitte unter den Besuchern verteilt worden. Dass es sich um Weihnachtsmarken handelte, kommentierte der Gast so: "Wir sind eben sparsam." Im Handumdrehen waren 20 Preise, überwiegend Gutscheine für örtliche Geschäfte an den Mann oder an die Frau gebracht. Brörmann abschließend: "Ich hoffe, Sie kommen gern nach Bohmte zum Einkaufen."

Tanz und Gedichte

Gleich drei weitere Programmpunkte bereicherten den Nachmittag: Elisabeth Kasper aus Hunteburg trug vergnügliche und gleichzeitig hintersinnige Geschichten vor – unter anderem vom Leben als Rentner. dann waren die Kinder der Grundschule Herringhausen mit Gesang, Gedicht und Tanz an der Reihe. Sogar die Erstklässler gestalteten einen Programmpunkt. Die Drittklässler befassten sich mit den Wochentagen. eins um andere Mal folgte dann: "All das schenkt er Rosina seinem Schatz – und einen dicken Schmatz". Beim Posties Jig und dem Flying Scotsman beeindruckte der Nachwuchs ebenfalls. Beim Blick auf den Nachwuchs meinte eine Teilnehmerin zur Nachbarin: "Ist das euer Enkel?" Und der Aussage des Ortsbürgermeister: "Das war doch eine toller Programmpunkt von unseren Grundschulkindern" konnten die Zuschauer nur zustimmen.

Ebenfalls zu Gast im Festzelt: der Posaunenchor Herringhausen, der gleichermaßen Vortragsstücke und Stücke zum Mitsingen im Gepäck hatte. Liedzettel, die auf den Tischen auslagen, halfen, aber das "Geh' aus mein Herz und suche Freud" hätte garantiert auch ohne funktioniert...

TEASER-FOTO: