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Neue Wohngebiete Grünes Licht für neue Bauvorhaben in Bissendorf

Von Stefan Buchholz, Stefan Buchholz | 09.06.2016, 17:00 Uhr

Grünes Licht für zu planende Bauvorhaben gaben jetzt die Mitglieder des Planungs- und Entwicklungsausschusses. Zumeist einstimmig votierten sie für die so genannte Aufstellungsbeschlüsse.

Mit ihnen darf die Gemeinde nun bei geplanten Bauvorhaben vorab tätig werden. Beispiel eins: Der Bebauungsplan „Schledehausen-Am Berg“. Wie seit Längerem bekannt, hat Eigentümer Ralf Oeverhaus dort bereits vorhandene Häuser saniert. Weitere sollen an den Standorten, wo Gebäude standen, wieder errichtet werden. Oeverhaus stellt sich bislang vor, mit den restaurierten Ensembles den Tourismus zu stärken, indem etwa ein Hotel sowie Seminar- und Veranstaltungsräume entstehen sollen. Dort könnten etwa Kurse aus dem Bereich der Gesundheitswirtschaft angeboten werden.

Änderung des Flächennutzungsplans

Bevor es soweit ist, kommt nun die Gemeinde ins Spiel. Um den Flächennutzungsplan zu ändern – das Bauvorhaben liegt im Außenbereich und in einem Landschaftsschutzgebiet (LSG) – bedarf es der Vorbereitung. Es braucht beispielsweise einen Umweltbericht, Artenschutz und Eingriffsbilanzierung und eine schalltechnische Beurteilung.

Löschung des Landschaftsschutzgebiets

Und es wird die Zustimmung des Landkreises Osnabrück benötigt. Er ist als Untere Naturschutzbehörde für die bereits beantragte Löschung des Landschaftsschutzgebiets zuständig. Dem Antrag wird der Kreistag wohl noch vor der Sommerpause zustimmen.

Elektromagnetische Strahlung

Weitere Aufstellungsbeschlüsse gelten – wenn der Rat am 16. Juni entsprechend votiert – ab dann auch für geplante Wohngebiete für die Bebauungspläne „Wissingen-Nord“ und „Westliche Johannstraße“. Nachfragen gab es von Vertretern der Ratsparteien zum Wohngebiet „Wissingen-Nord“. Denn dort verläuft derzeit eine 220-kV-Stromtrasse. Möglich ist derzeit noch die Aufrüstung der Leitungen auf 380-kV. Allerdings wären dann erweiterte Mindestabstände zur geplanten neuen Siedlung einzuhalten, sagte Bürgermeister Halfter. Möglich sei auch eine Erdverkabelung. Davor warnte allerdings Uwe Bullerdiek (Christlich, Nachhaltig, innovativ, kurz CNI). „Jeder meint, wenn wir solche Leitungen unter die Erde verlegen, sei alles gut. Tatsächlich ist die elektromagnetische Strahlung, wenn man darauf steht, dreimal höher als unter einer Hochspannungsleitung.“ (Weiterlesen: Trassensuche für 380-kV-Leitung in Osnabrück bleibt spannend )

Grüne enthalten sich

Marie-Dominique Guyard und Claus Kanke – beide Bündnis 90/Die Grünen – enthielten sich bei der Abstimmung über das geplante Wohngebiet „Westliche Johannstraße“. Guyard formulierte Bedenken wegen der noch fehlenden Infrastruktur von Nahversorgern und der Lage der möglichen Wohneinheiten in einem Feuchtgebiet. Kanke sah nicht den „dringenden Handlungsbedarf an dieser Fläche.“ Sie sei bislang extensiv genutztes Grünland und das brauche man für den Klimaschutz (Weiterlesen: Zum Ortsportal ).