Ein Artikel der Redaktion

Nachbar hört Hilfeschreie Bissendorfer fällt kopfüber in Kellerschacht und steckt fest

Von Christian Ströhl | 10.06.2016, 15:32 Uhr

Ein Mann aus Bissendorf ist am Freitagmorgen bei Reinigungsarbeiten kopfüber in einen Kellerschacht gestürzt. Zum Glück hörte ein Nachbar seine Hilfeschreie. Die Feuerwehr befreite den älteren Mann aus seiner Lage.

Wie Jürgen Wiesehahn, Ortsbrandmeister der Feuerwehr Ellerbeck, berichtet, wollte ein Bissendorfer am Kemperweg am Freitag um 11 Uhr einen Kellerschacht reinigen. „Vermutlich wollte er das Laub entfernen“, sagt Wiesehahn. Dazu habe sich der Bissendorfer wohl hingekniet. Er sei dann kopfüber in den knapp einen Meter tiefen Schacht gestürzt und blieb stecken. „Er hat wohl das Gleichgewicht verloren“, sagt Wiesehahn.

Kopfüber eingeklemmt

„Unten am Schacht befinden sich Gitterstäbe“, sagt der Ortsbrandmeister. Zwischen diesen sei der Mann eingeklemmt worden, sodass er sich nicht mehr aus eigener Kraft befreien konnte. Seine Hilfeschreie hörte ein Nachbar, der die Feuerwehr alarmierte. Die Ortsfeuerwehren Ellerbeck, Schledehausen und Bissendorf rückten mit schwerem Gerät an. Zudem wurden ein Rettungswagen und Notarzt gerufen.

Schweres Gerät

„Er konnte sich keinen Zentimeter bewegen, war aber ansprechbar“, sagt Wiesehahn. Zunächst wollten die Einsatzkräfte den Mann aus dem Keller heraus befreien. Die Gitterstäbe waren aber im Weg. Mit Schere, Spreizer und Säge entfernten die Einsatzkräfte die Stangen. Ein Stab habe sich wenige Zentimeter neben dem Kopf des Mannes befunden. Trotzdem wurde er „patientenschonend“ gerettet. Mit dem Rettungswagen kam er zur Untersuchung ins Krankenhaus.

„Er hat viel Glück gehabt“, sagt Wiesehahn. Zwanzig Minuten dauerte die Aktion. Die Feuerwehr war mit knapp 30 Mann im Einsatz.