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Löschangriff und Überschlag Heißes Fest der Feuerwehr Bissendorf

Von Johanna Kollorz | 14.07.2014, 13:45 Uhr

Beim Tag der offenen Tür der Ortsfeuerwehr Bissendorf kamen Sonntag alle auf ihre Kosten. Im Anschluss an den Frühschoppen mit den Kameraden der anderen Ortsgruppen bot das Fest am Feuerwehrhaus Jung und Alt spannende Aktionen.

Schon von Weitem wies die große Drehleiter der Ortsfeuerwehr Schledehausen den Weg zum Spritzenhaus an der Poggenburg. In 24 Meter Höhe flatterte die Fahne mit den Symbolen Löschen, Retten, Bergen und Schützen fröhlich im Wind.

Im Überschlagsimulator der Verkehrswacht und Polizei Melle nahm Carsten Timmermann auf dem Beifahrersitz Platz. Nach einer kurzen Einweisung durch die Beamten Annette Fangmeyer und Gunter Czerwinski fand sich der 39-Jährige kopfüber im Fahrzeug wieder und kletterte auf der gegenüberliegenden Seite hinaus.

„Das macht man auch nicht alle Tage“, sagte der Familienvater noch etwas orientierungslos. „Hier ist das ja noch Spaß. Aber kommt es einmal zum Ernstfall, erinnern sich viele der Teilnehmer an konkrete Tipps wie das Abstützen mit den Händen, Armen und Beinen oder das richtige Verhalten beim Abschnallen“, so Czerwinski.

„Los jetzt, drück Dich hoch“, wurde Linus Thomas aus Voxtrup beim Bezwingen der sieben Meter hohen Kletterwand des Arbeitskreises Sucht von seiner Mutter angefeuert. Oben angelangt ließ der Achtjährige Gummibärchen auf die Erde regnen – zur Freude seiner Schwester Ina (6) und seines Cousins Odilo (9).

Zwischen Drehleiter und Kletterwand hatte das Deutsche Rote Kreuz mit seinen Einsatzfahrzeugen und einem geräumigen Versorgungszelt Quartier bezogen. „Mit dem GW-San präsentieren wir das neueste Behandlungskonzept des Bundes. Das Sonderfahrzeug ist eines von etwas mehr als 600 dieser Art deutschlandweit“, berichtete Gerit Höhle, Bereitschaftsleiter des DRK-Ortsvereins.

Am Nachmittag simulierten die Feuerwehrfrauen und -männer um Ortsbrandmeister Oliver Eckl einen Verkehrsunfall. Anschließend wurden die beiden aus dem Kombi geborgenen Insassen fachmännisch von den Rettungskräften des DRK versorgt.

Auf der Wiese hinter dem Feuerwehrhaus ging es richtig heiß her. Hier setzten die „Floriansjünger“ einen alten Bauwagen in Brand. Die Anfahrt zum Löschangriff erfolgte durch das Wohngebiet am Rosenmühlenbach, begleitet von Blaulicht, Tatütata und staunenden Blicken.

Schon mittags demonstrierte Stefan Hoge, stellvertretender Gemeindebrandmeister, Groß und Klein an einem Stand auf der Straße, wie lange es dauert, bis ein Feuerwehrmann seine komplette Schutzausrüstung mit schwerem Atemschutzgerät angelegt hat.

Auch in der Fahrzeughalle war einiges los: Jugendfeuerwehrleiter Ansgar Scheiter bot für alle Kinder eine Fotoaktion an. Rolf Eckl gab Jung und Alt Tipps zur Brandschutzerziehung anhand eines Modellhauses. Und auch die Jugendfeuerwehr zeigte bei Wasserspielen, neben dem Eiswagen, vollen Einsatz.