Ein Artikel der Redaktion

Gelungene Premiere Posaunenchor Holte lädt zum traditionellen Familienabend

Von Johanna Kollorz | 20.03.2016, 12:47 Uhr

Die Premiere des plattdeutschen Stücks „E-Mail von Oma“ beim traditionellen Familienabend des Posaunenchors Holte ging reibungslos über die Bühne. In der Wissinger Turnhalle erlebten rund 200 Gäste einen vergnüglichen Abend mit deftigem Humor und abwechslungsreicher Live-Musik.

Vor und nach dem plattdeutschen Lustspiel in drei Akten stellten 20 Mitglieder der Kapelle die Vielseitigkeit der Posaunenmusik unter Beweis. Unter der Leitung von Claus Horstmann erklangen flotte Märsche („Red Flower“, „Radetzky-Marsch“) ein fröhlicher Walzer („Dort tief im Böhmerwald“), Swing („Du hast´n Freund in mir“) und ein Medley („Les Humphries in Concert“).

Mutiger Einsatz

Als der populäre Song „Leningrad“ von Billy Joel ertönt, wird die Turnhalle vollends vom Klang der Blechblasinstrumente erfüllt. Der Begrüßung und einem derben Witz von Herbert Heckmann folgt noch ein mutiger Einsatz der Nachwuchsbläser Jonna und Hannes Föbker (12 und 9 Jahre), Imke Lampkemeyer (11) und Emma Fox (10). Dann sind die Laiendarsteller dran.

Roter Vorhang

Der rote Vorhang geht bei der diesjährigen Premiere allerdings nicht auf, bevor Uwe Hagedorn anlässlich seiner „Silberhochzeit mit der Bühne“ einen prall gefüllten Präsentkorb erhält. „Es ist nicht leicht, die Leute zu mobilisieren – bei Uwe hat es geklappt“, bringt es der Vereinsvorsitzende Werner Osing auf den Punkt (Weiterlesen: Ein Bericht von der letztjährigen Aufführung des Posaunenchors ).

Gelächter der Zuschauer

Gleich zu Beginn des Stücks, noch bevor Nachbarstochter Gesa (Anja Schameitat) noch im wenig Sex-Appeal versprühenden Stall-Outfit die Bühne betritt und von Oma Hilde (Petra Hilbrenner) das „Een mal Eens de Mannslü“ lernt, klärt Letztere mit Enkel Hannes (Uwe Hagedorn) unter dem Gelächter der Zuschauer die Unterschiede zwischen virtuos und virtuell oder Emails und Irmels (Würmer).

Ableben der italienischen Prachthenne

Kurz darauf mischt auch Hieronymus (Ulrich Osing) mit, um das tragische Ableben seiner italienischen Prachthenne „Amanda“ zu beklagen. Als der geschiedene Bauer sich bei seinem besten Freund Bernd (Johann Greulich) mit einem Kuss dafür bedankt, sich im Internet um Ersatz für das heiß geliebte Zuchthuhn zu bemühen, nehmen die Irrungen und Wirrungen ihren Lauf.

Angst vor einer Maus

Um ihren „Ronny“ vom vermeintlich anderen Ufer wegzuholen und ihrem ebenfalls ledigen Enkelsohn eine (ihren Vorstellungen entsprechende) Frau zu ordern, schmiedet Oma Hilde einen Plan. Zur Umsetzung schreckt die resolute alte Dame auch nicht davor zurück Nachbarin Trude (Christina Kiupel) mit dem Luftgewehr aus der Stube zu jagen oder oder sich erstmals an den acht fette Schweine teuren Computer zu wagen. Und so beginnt der dritte Akt damit, das Hugo Balduin, Vorsitzender des Rassegeflügelzuchtvereins Bistrup (Werner Aringsmann) aus Angst vor einer Maus, die sich schnell als „Hardware-Modell“ entpuppt, auf das Sofa springt.

Schwere Blessuren

Trotz schwerer Blessuren durch Bernds Frau Berta Mackenstedt (Marianne Elstro) und Oma Hilde und einem ungewollten Zeitschriften-Abo bei Tilla Bartke (Britta Gollub) kommt es zum Schluss mit tierischem Höhepunkt dank Hühnerzüchterin Sina Hoppenstedt (Melanie Lau) für Vater und Sohn doch noch zum Happy End.

Gelungene Premiere

Unter den 200 Gästen der gelungenen Premiere verfolgte auch der Autor selbst das unterhaltsame Geschehen. „Ich habe das Stück ja nur geschrieben. Mit Leben gefüllt haben es die Darsteller“, äußerte Hermann Eistrup zufrieden. Nach eine zweiten Aufführung am Wochenende ist die plattdeutsche Komödie „E-Mail von Oma“ noch einmal am Mittwoch, 23. März, ab 19 Uhr in der Sporthalle Wissingen zu sehen (Weiterlesen: Weiterere Berichte aus Bissendorf in Ihrem Ortsportal ).