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Bissendorf ermittelt Bedarf neu Vorerst kein Krippencontainer an der Rudolfshöhe

Von Constantin Binder | 07.06.2018, 19:45 Uhr

Zwei provisorische Krippengruppen hatte der Bissendorfer Gemeinderat Anfang Mai genehmigt, nun ist deutlich geworden, dass zunächst eine Gruppe ausreicht. An der Rudolfshöhe wird es deshalb vorerst keinen Krippencontainer geben.

Bürgermeister Guido Halfter informierte die Ratsmitglieder jetzt per E-Mail, dass eine direkte Befragung der betroffenen Familien einen Bedarf von „aktuell nur noch 15 Krippenplätzen“ zum Herbst ergeben habe. Dies entspreche nur einer neuen Krippengruppe.

Zunächst von 28 Plätzen ausgegangen

Grundlage der vorherigen Planung waren demnach Befragungen der Kitas zu benötigten Betreuungsplätzen für diese Altersgruppe. Der Verwaltung zufolge hatte sich daraus ein Bedarf von 28 Krippenplätzen zum Kindergartenjahr 2018/19 ergeben. Auf Vorschlag der Verwaltung beschloss der Rat deshalb am 8. Mai die Einrichtung zweier provisorischer Krippengruppen: einer im Erdgeschoss der ehemaligen Flüchtlingsunterkunft Holter Burg und einer in Containerbauweise an der Rudolfshöhe.

Bei Bedarf zeitnah nachsteuern

Von letzterer habe er nun „Abstand genommen“, schrieb Halfter. Er verwies aber auch darauf, dass der Ratsbeschluss grundsätzlich weiterhin gelte: „Sofern sich der Bedarf zur Einrichtung einer weiteren Krippengruppe im Laufe des Kindergartenjahres dennoch ergeben sollte, werde ich diese Lösung aufgrund Ihrer Ermächtigung ggf. zeitnah umsetzen“, sicherte der Bürgermeister zu.

Krippengruppe nun in Holte

Auf dem derzeit verwilderten Grundstück an der Rudolfshöhe stand lange ein Flüchtlingsheim, das 2011 nach fast 20 Jahren abgerissen worden war. Der Pachtvertrag, den die Gemeinde für das Grundstück abgeschlossen hat, läuft aber noch. Die ehemalige Jugendbildungsstätte Holter Burg wurde vor etwas mehr als zwei Jahren in eine Unterkunft für Flüchtlinge umgewandelt, die nun aber nicht mehr genutzt wird. Das Erdgeschoss ist nach Einschätzung der Verwaltung deshalb „ohne großen baulichen Aufwand“ für eine Krippengruppe nutzbar. Für die Renovierung und den Betrieb kalkuliert die Gemeinde etwa 100000 Euro ein, von denen rund 78000 Euro auf Personalkosten entfallen. Hinzu kommen 40000 Euro für die Einrichtung der Räume und die Gestaltung der Außenflächen.