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Ausstellung zur Zivilcourage in der Bissendorfer Haupt- und Realschule Mit Mut und aus Überzeugung

Von Malte Schlaack | 30.09.2011, 13:04 Uhr

„Zivilcourage: Mut tut gut!“ – unter diesem Motto wurde jetzt in der Haupt- und Realschule Bissendorf eine Ausstellung zum dazu passenden Thema eröffnet. Aufhänger sind die Aktionsjahre Zivilcourage 2011/2012 des Landes Niedersachsen, an denen sich Stadt und Landkreis Osnabrück zusammen mit weiteren Partnern mit ebendiesem Projekt beteiligen.

„Zivilcourage ist ein Thema, das uns jeden Tag berühren sollte“, sagte Bissendorfs Bürgermeister Guido Halfter in seiner Begrüßungsrede. Mit mehr Mut und Überzeugungstreue funktioniere die Gesellschaft besser, so Halfter. Dazu gehören auch ehrenamtliches Engagement und die Bereitschaft der Menschen, nicht wegzusehen, wenn andere Hilfe benötigen. Eine Botschaft, die auch die 6b der Realschule Bissendorf verstanden und in einem eigenen Musikstück umgesetzt hat, das den interessierten Zuhörern im Verlauf der Veranstaltung präsentiert wurde.

In die entsprechende Richtung ging danach auch Susanne von Garrel, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises, die das Projekt genauer vorstellte. „Wer Mut zeigt, macht Mut“, so von Garrel. Die Ausstellung, die es mit einigen Ausnahmen in den nächsten Wochen in der Schule zu sehen gibt, nannte sie „überschaubar, aber dafür umso aussagekräftiger“. Zu sehen sind auf den Stellwänden Plakate, die aus einem Wettbewerb der Gesellschaft für Zeitungsmarketing der deutschen Zeitungsverleger hervorgegangen sind, die das Projekt damit unterstützen.

Ebenfalls im Thema blieben die Osnabrücker Rapper ATO-Matic und G-Rex, die mit ihren selbst verfassten Versen die Stimmung auflockerten und gleichzeitig zum Nachdenken anregten. Der anschließend gezeigte Film „Uwe und Uwe“ der „Hamburg Media School“ wurde beim Osnabrücker Filmfest 2010 mit dem Preis für Zivilcourage des Landkreises ausgezeichnet.

Die Ausstellung scheint übrigens an der richtigen Stelle zu sein. An der Haupt- und Realschule Bissendorf wird das Thema Zivilcourage nicht nur besprochen, sondern auch gelebt. Bestes Beispiel sind die von Schulleiterin Gisela Kascha vorgestellten Konfliktlotsen, die sich seit einigen Jahren um Streitigkeiten an der Schule kümmern und deren Arbeit in einem Film gezeigt wurde. Eine weitere Gruppe hatte sich im Religionsunterricht mit dem indischen Freiheitskämpfer Mahatma Gandhi beschäftigt.

„Es war eine sehr gelungene Veranstaltung. Die Schule hat noch viel mehr vorbereitet, als wir erwartet hatten“, zog Organisatorin Angelika Rothe ein positives Resümee, in dem sie auch die vielen Helfer, zum Beispiel die Landfrauen aus der Region, nicht vergaß und diesen für ihren vorbildlichen Einsatz dankte.