Gewerbegebiet Beetkamp ist voll Gemeinde Bissendorf begrüßt zwei neue Unternehmen

Gruppenbild zwischen zwei Wolkenbrüchen: Bissendorfs Bürgermeister Guido Halfter und Landrat Michael Lübbersmann (von links in der Mitte am Transparent) begrüßten die Firmenchefs Marc Heinrich (links mit blauer Jacke) und Lebensgefährtin Katharina Schmidt sowie Miriam und Torsten Schuchmann (rechts am Transparent) im Gewerbegebiet Beetkamp. Foto: Thomas OsterfeldGruppenbild zwischen zwei Wolkenbrüchen: Bissendorfs Bürgermeister Guido Halfter und Landrat Michael Lübbersmann (von links in der Mitte am Transparent) begrüßten die Firmenchefs Marc Heinrich (links mit blauer Jacke) und Lebensgefährtin Katharina Schmidt sowie Miriam und Torsten Schuchmann (rechts am Transparent) im Gewerbegebiet Beetkamp. Foto: Thomas Osterfeld

Bissendorf. Großer Bahnhof am Beetkamp: Zur offiziellen Begrüßung der beiden neuen Unternehmen im jüngsten Bissendorfer Gewerbegebiet waren neben dem Bürgermeister und dem Landrat zahlreiche Vertreter aus Verwaltung, Politik und Wirtschaftsförderung erschienen.

In unmittelbarer Nachbarschaft der Firma Runge, die im vergangenen Jahr neben die Autobahnmeisterei an der Anschlussstelle Natbergen gezogen war, werden sich die Firmen Schuchmann auf 20000 Quadratmetern und Heinrich + Ellermann auf 7000 Quadratmetern niederlassen. Damit ist das Gewerbegebiet Beetkamp vollständig belegt – mit dem Effekt, dass in der Gemeinde Bissendorf vorerst keine Gewerbeflächen mehr zur Verfügung stehen, wie Bürgermeister Halfter bereits in der jüngsten Ratssitzung vor einer Woche mitgeteilt hatte.

„Kein Quadratmeter übrig geblieben“

Im Bistro der Firma Runge begrüßte Halfter die neuen Grundstückseigentümer gemeinsam mit Landrat Michael Lübbersmann und Hausherrn Olaf Runge. Erschienen waren auch Ratsmitglieder, Vertreter der Verwaltung und Wirtschaftsförderer des Landkreises. „Wir haben uns sehr gefreut, dass Sie sich für uns entschieden haben“, sagte Halfter in Richtung der beiden Unternehmensführungen. Die Gemeinde habe im Gewerbegebiet zwei „passgenaue Objekte an den Start gebracht“, sodass „kein Quadratmeter übrig geblieben“ sei. Viele Anfragen für kleinere Flächen habe die Verwaltung abgewiesen. „Das Gebiet sollte nicht zu kleingliedrig werden“, sagte Halfter; es verdiene einen „Dreiklang“.

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„Betriebe im Osnabrücker Land gehalten“

Landrat Lübbersmann hob hervor, dass beide Unternehmen – Schuchmann sitzt derzeit in Hasbergen-Gaste, Heinrich + Ellermann in Sutthausen – der Region treu blieben: „Ich freue mich, dass wir zwei Betriebe im Osnabrücker Land halten konnten.“ Dies bestätige, wie attraktiv der Landkreis für den Mittelstand sei. Er dankte der örtlichen Politik für ihre „tolle Arbeit“, mahnte aber auch an, nicht müde zu werden: „Wir müssen weiter daran arbeiten, Stadt und Land weiterzuentwickeln.“

Nächste Etappe: Natberger Feld?

Ähnlich hatte sich zuvor auch Halfter geäußert und angekündigt: „Wir werden als Gemeinde weitermachen.“ Als nächstes Gewerbegebiet müsse nun das nahe gelegene Natberger Feld entwickelt werden – eine 21,5 Hektar große landwirtschaftlich genutzten Fläche, die zwischenzeitlich für eine Erweiterung des inzwischen nach Melle gezogenen Wintergartenbauers Solarlux vorgesehen war und um die es bereits lange Diskussionen im Rat gab.

Einstimmige Beschlüsse

Zumindest am Beetkamp war davon nun nichts zu spüren, schließlich waren auch alle Beschlüsse zur Ansiedlung der beiden neuen Unternehmen einstimmig gefallen – eine „wunderbare Unterstützung“, für die Halfter dem Gemeinderat ausdrücklich dankte.

Und auch die Firmenchefs würdigten das Engagement der Bissendorfer. „Die Chemie passt“, sagte etwa Marc Heinrich, geschäftsführender Gesellschafter des Elektrotechnikunternehmens Heinrich + Ellermann. Er lobte die „tollen Gespräche“ mit der Verwaltung und die „kurzen Wege“. Ausschlaggebend sei für ihn die gute Verkehrsanbindung an der A30 gewesen – und die Möglichkeit, bei Stau auch auf anderen Wegen in die Stadt zu gelangen. Bereits im November sollen die Arbeiten auf dem neuen Grundstück beginnen, eine Fertigstellung im Juli oder August sei realistisch, schätzt Heinrich. Auf zunächst 1500 Quadratmetern soll dann ein Verwaltungstrakt mit Werkstattbereich und Lagerflächen entstanden sein.

„Noch mal eben bei der Gemeinde angerufen“

Auch Ehepaar Schuchmann, Inhaber des gleichnamigen Reha-Hilfsmittel-Herstellers, lobte die Unterstützung der Gemeinde. „Wir hatten tatsächlich eine Fläche außerhalb des Landkreises im Blick, da sagte meine Frau, ‚Ich rufe noch mal eben bei der Gemeinde Bissendorf an‘“, erzählte Torsten Schuchmann – und seine Frau Miriam, gebürtige Bissendorferin, hatte Erfolg. 2018 will das international tätige Unternehmen die endgültige Planung abschließen, 2019 soll gebaut werden. „Unsere Mitarbeiter haben schon viele Ideen, was man mit dem Platz anfangen kann“, sagt er. Auch Schuchmann wird zunächst nur etwa 12000 der 20000 Quadratmeter bebauen, der Rest sei Reserve: „Wir haben vor, uns hier langfristig niederzulassen.“


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