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Nachnutzung für Solarluxgebäude An der Autobahn in Bissendorf entsteht ein Innovationsforum

Ins ehemalige Solarluxgebäude kommt ein Innovationsforum. Der Schriftzug hängt schon. Foto: Gert WestdörpIns ehemalige Solarluxgebäude kommt ein Innovationsforum. Der Schriftzug hängt schon. Foto: Gert Westdörp

Bissendorf. Nachdem das Unternehmen Solarlux nach Melle gezogen ist, gibt es nun eine Perspektive für den alten Standort in Bissendorf. Dort entsteht ein Innovationsforum.

Der Schriftzug prangt schon gut sichtbar am gläsernen Gebäude, dem ehemaligen Firmensitz von Solarlux. Nachdem der Wintergartenhersteller nach Melle gezogen ist, blieb der Komplex in Bissendorf leer zurück. 1995 war das Gebäude erbaut, 2001 erweitert worden. Bis Ende 2016 nutzte die Abteilung Holztechnik noch den alten Standort an der Autobahn 30, doch seit Anfang des Jahres befindet sich das gesamte Unternehmen in Melle.

Einzelne Parzellen zu vermieten

Schon seit Januar nutzen ein gewerblicher und ein kaufmännischer Mieter Räume in dem Gebäude. Doch den gesamten Platz benötigen sie nicht. Ursprünglich wollte Solarlux den kompletten Komplex inklusive des mehr als drei Hektar großen Grundstücks verkaufen. Nun habe sich das Unternehmen jedoch entschieden, das Gebäude in einzelnen Parzellen zu vermieten, sagt Klaus Roloff, kaufmännische Leiter von Solarlux. „Wir fangen jetzt an“, betont er.

Eine Handvoll Mieter gebe es bereits, doch damit seien nur etwa 20 Prozent der Räume belegt, schätzt er. Büroräume sind in der Größenordnung 70 bis 100 Quadratmeter vorhanden. Für gewerbliche Nutzung stehen Flächen von 100 bis mehrere 1000 Quadratmeter zu Verfügung.

„Ziel ist es, innovative Kunden anzusiedeln“

Der Name „Innovationsforum“ ist nicht zufällig gewählt. „Ziel ist es, innovative Kunden anzusiedeln“, erklärt Roloff. Im Blick hat er vor allem Start-ups. Für Hochschulabsolventen könnten Räume beispielsweise interessant sein. Aber grundsätzlich sei man offen für jedes Unternehmen, auch wenn es schon länger besteht.

Roloff ist davon überzeugt, dass die mögliche Kombination von Büroräumen und gewerblichen Flächen gerade für Start-ups und innovative Unternehmen interessant sein könnte. „Das bieten andere nicht“, sagt er. Bei der Auswahl der Mieter werde man darauf achten, dass es passt und keine Konkurrenz entsteht, betonte er. Er wünscht sich, dass im Innovationsforum auch ein Austausch zwischen den Unternehmen geschaffen wird.

„Mit Leben und Firmen gefüllt“

Bissendorfs Bürgermeister Guido Halfter freut sich, dass das ehemalige Solarluxgebäude wieder „mit Leben und Firmen gefüllt wird“. Die Gemeinde werde das Projekt unterstützen, erklärt er. Für ihn ist das Innovationsforum eine Ergänzung zum Technologiezentrum, das vor allem ein Bürogebäude ist. Das Innovationsforum biete nun zusätzlich die Möglichkeiten für Büros, Lager, Produktion und Entwicklung.


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