Landkreis zu Gesprächen bereit Eltern kritisieren Busverbindung nach Bad Essen

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Schüler und Eltern fordern vom Landkreis eine Anpassung der Busverbindung nach Bad Essen, um lange Wartezeiten und Elterntaxen zu vermeiden. Foto: André PottebaumSchüler und Eltern fordern vom Landkreis eine Anpassung der Busverbindung nach Bad Essen, um lange Wartezeiten und Elterntaxen zu vermeiden. Foto: André Pottebaum

Bissendorf. Um das Gymnasium in Bad Essen zu besuchen, nehmen Bissendorfer Schüler täglich einen Fahrtweg von bis zu 30 Minuten in Kauf. Lange Wartezeiten nach Schulschluss oder bei Unterrichtsausfall kommen hinzu. Eltern bemängeln die unzureichende Busverbindung zwischen den Gemeinden und fordern zusätzliche Angebote vom Landkreis.

„An einem Großteil der Tage leisten wir Elterntaxen, um unsere Kinder von der Schule abzuholen. Die Busverbindung nach Bad Essen ist kein Hit und sollte sich schnellstens verbessern“, sagt Silke Friebe, stellvertretend für die betroffenen Eltern. In der Kritik steht die fehlende Busverbindung zur zweiten sowie nach der fünften und achten Unterrichtsstunde, die zu langen Wartezeiten für die Schüler führt. „Eltern, die ihre Kinder nach Bad Essen schicken wollen, überlegen sich die Wahl der Schule sehr gut“, so Silke Friebe.

Die Gemeinde Bissendorf zeigt Verständnis für das Anliegen der Eltern und fordert vom Landkreis eine Anpassung der Schülerbeförderung an den Bedarf der Jugendlichen. „Eine angemessene Verbindung von Bissendorf nach Bad Essen ist nicht vorhanden. Die bestehende Busverbindung ist ein echter Nachteil für Eltern, da man viel Zeit und Geld verliert“, sagt Bissendorfs Bürgermeister Guido Halfter, der das Engagement der Eltern würdigte.

Für die Schüler stellen die eingeschränkten Busverbindungen eine zusätzliche Belastung dar. „Ich habe zweimal zur dritten Stunde und muss dann zur ersten hinfahren, um vor Ort zwei Stunden auf den Schulbeginn zu warten“, klagt eine der Schülerinnen. Für den Landkreis liefern die Wartezeiten der Schüler allerdings keine Grundlage, um die Schülerbeförderung auszubauen, da diese „im Rahmen der geltenden Satzung“ erfolge. „Heute sind die Schulen so weit ausgestattet, dass Schüler die Zeit auch im Schulgebäude nutzen können, um mit Hausaufgaben oder anderen Nachbereitungen zu beginnen“, hieß es vonseiten des Landkreises.

Eltern wünschen Gespräch mit Landkreis

Die Eltern hoffen dennoch auf ein Einlenken des Landkreises, um zusätzliche Angebote für die Schüler zu schaffen. Im Austausch mit den Verantwortlichen hoffen sie auf eine zeitnahe und angemessene Lösung für die Jugendlichen. Auch der Landkreis signalisierte seine Bereitschaft „zu entsprechenden Gesprächen mit den Eltern und gegebenenfalls der Schule“.

In der Gemeinde Bad Essen würde man eine Anpassung der Busverbindung begrüßen, um Schülern die An- und Abreise zu erleichtern. „Natürlich freuen wir uns sehr, wenn Schüler aus Nachbargemeinden unsere Schulen besuchen. Sollte es Klärungsbedarf oder Gespräche geben, sind wir gerne bereit, uns mit den Betroffenen an einen Tisch zu setzen“, so Bad Essens Bürgermeister Timo Natemeyer.

(Weiterlesen: Gymnasium Bad Essen ist eine sehr lebendige Schule)


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