Neues Dorfgemeinschaftszentrum 665.000 Euro vom Land für DRK-Bauprojekt in Jeggen

Der Bissendorfer Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes plant in Jeggen ein Dorfgemeinschaftszentrum. Symbolfoto: dpaDer Bissendorfer Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes plant in Jeggen ein Dorfgemeinschaftszentrum. Symbolfoto: dpa

Bissendorf. Das Land Niedersachsen fördert den Bau eines Dorfgemeinschaftszentrums im Bissendorfer Ortsteil Jeggen mit insgesamt rund 665.000 Euro. Der Bissendorfer Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) plant dort zwischen Pfingstweg und Schledehausener Straße eine gemeinsame Zentrale mit der Freiwilligen Feuerwehr Jeggen, will seine Räume und das Außengelände aber auch den Bürgern zur Verfügung stellen.

Michael Lingner, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins, bestätigte auf Anfrage, dass die beantragten Fördermittel in voller Höhe bewilligt wurden. Im Rahmen des sogenannten ZILE-Programms bezuschusst das Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems demnach den Bau des Dorfgemeinschaftszentrums mit 500000 Euro und stellt für die Gestaltung des Außengeländes der Dorfgemeinschaftsanlage weitere 165805,08 Euro zur Verfügung. Wie es nun konkret weitergehe, wolle das DRK nun zeitnah mit der Gemeindeverwaltung abstimmen, kündigte Lingner an.

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Wie Gerit Höhle, stellvertretender Vorsitzender des DRK-Ortsvereins, erläuterte, ist die Idee für das Projekt über viele Jahre gewachsen. Habe das DRK nach dem Zusammenschluss aller Bissendorfer Ortsvereine im Jahr 2012 zunächst nur nach neuen, gemeinsamen Räumlichkeiten gesucht, stehe man nun kurz davor, einen „echten Mehrwert für die Bürger“ zu schaffen. Dass das Projekt dank der Förderung nun tatsächlich umgesetzt werden könne, sein ein „sehr großer Grund zur Freude“, sagte Höhle. Insgesamt beläuft sich das Bauvolumen seinen Angaben zufolge auf etwa 1,3 Millionen Euro.

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Treffpunkt für die Bürger

Geplant sind demnach ein Gebäude für die Ortsfeuerwehr Jeggen und ein Gebäude für das DRK. Dort sollen zum einen die Bereitschaftsfahrzeuge von Krankenwagen über Verpflegungs-Lkw bis hin zu Feldküche unterkommen, zum anderen sind hier Büro-, Schulungs- und Tagungsräume vorgesehen. Diese sollen Höhle zufolge allen Bürgern offen stehen, sodass die Jeggener Dorfgemeinschaft erstmals eine richtige Anlaufstelle erhalte. Auch die Außenanlagen, auf denen unter anderem ein Beachvolleyballfeld geplant ist, sollen zugänglich sein.

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Auch Bissendorfs Bürgermeister Guido Halfter (parteilos) zeigte sich erfreut über den Zuschuss des Landes. „Das ist eine tolle Förderung für ein noch besseres Projekt“, sagte er. Der Rat der Gemeinde hatte Anfang April den Bebauungsplan für das Gebiet verabschiedet. Neben dem Dorfgemeinschaftszentrum sollen hier auch Wohnhäuser entstehen.


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