Ostern 2017 Bissendorfer Brauchtumsfeuer bringen Jung und Alt zusammen

Von Johanna Kollorz


Bissendorf. Zugegeben, der Verkauf von Glühwein hätte während der Osterfeuer in der Gemeinde Bissendorf angesichts wenig frühlingshafter Temperaturen durchaus zünden können. Doch dank Bratwurst, Bier und Geselligkeit vor wärmenden Flammen fiel die Stimmung auch ohne diese Zutat nicht ins Wasser.

Der Startschuss der großen Osterfeuer in der Gemeinde Bissendorf fiel traditionell am Samstag im Ortsteil Schledehausen. Seit mittlerweile 13 Jahren lädt die Freiwillige Feuerwehr in der Nähe des Regenrückhaltebeckens Jung und Alt zum geselligen Beisammensein vor knisternden Flammen.

Musikzug untermalt geselliges Geschehen

Neben Märschen, Polkas und Medleys vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Schledehausen, das Ensemble unter der Leitung von Ernst Teuber gab zum Auftakt den „Bürgerwehr-Marsch“ zu Gehör, gab es auch Stockbrot unter der Regie von Reiner Wolke.

Eingespieltes Team

Insgesamt war ein eingespieltes Team von rund 40 Freiwilligen im Einsatz – viele davon im Imbiss und an den Getränkeständen. Entfacht wurde das Feuer von Kamerad Hermann Frieling unter Mithilfe eines kurz zuvor zufällig ausgeguckten Kindes. Für den stolz strahlenden Henning Pruhs (7) stand nach diesem Erlebnis fest, dass auch er später einmal in die Feuerwehr eintritt. Einen Ehrenplatz inmitten des geselligen Geschehens hatten sich auch Justus (2), Hannes (9), Fynn (12) und Lennard (11) ergattert. Sie beobachteten das brandheiße Spektakel in sicherer Entfernung sitzend von gestapelten Strohballen aus. „Natürlich nutzen wir die Veranstaltung auch dazu, neue Mitglieder zu werben. Die Einsatzabende finden immer donnerstags und freitags im Wechsel ab 20 Uhr statt. Wer sich dem Musikzug anschließen möchte, hat dienstags die Chance dazu“, sagte Ortsbrandmeister Dietmar Kienker.

Leistungsstarke Laubbläser und Baggereinsatz am Sonnensee

Die Witterung von Samstag – Sonne, Wind und vereinzelte Schauer wechselten sich ab – verschlechterte sich Sonntagabend. Am Sonnensee entschied sich die „Silvestertruppe“ darum um 19.15 Uhr das Osterfeuer mithilfe eines Gasbrenners und zwei leistungsstarker Laubbläser zu entzünden.

In zwei Getränkebuden waren insgesamt 15 ihrer Leute im Einsatz. Mit den ersten Schauern wurden die Stände schlagartig dicht von Jung und Alt umringt. „Wir sind hier zum vierten oder fünften Mal und schätzen die nette familiäre Atmosphäre“, betonten Detlef und Barbara Rehder, die man noch vor dem ersten Guss gemütlich plaudernd mit Brigitte und Dieter Rülander und deren Sohn Lucas (10) an einem Stehtisch traf.

Wind und Wetter getrotzt

Nachdem das cirka fünf Meter hohe Feuer weitestgehend heruntergebrannt war, wurden die Reste mit einem großen Bagger zusammengefahren. „Fahrzeug und Aggregat wurden uns freundlicher Weise von der Firma Heitbrink Recycling gesponsert“, verriet Organisator Axel Huning auf Nachfrage. Wie am Sonnensee und in Schledehausen brannten auch an vielen anderen Orten der Flächengemeinde große und kleinere Osterfeuer ab und brachten die Menschen trotz Wind und Wetter zusammen.


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