Von Tempeln und Tourismus Jeggenerin berichtet von ihrem Trip durch Südostasien

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Nach sechs Wochen Freiwilligenarbeit in der thailändischen Großstadt Chiang Mai reiste Stefanie Voßkühler zehn Wochen lang auf eigene Faust durch Südostasien. Foto: Johanna KollorzNach sechs Wochen Freiwilligenarbeit in der thailändischen Großstadt Chiang Mai reiste Stefanie Voßkühler zehn Wochen lang auf eigene Faust durch Südostasien. Foto: Johanna Kollorz

Bissendorf. Um Abenteuerlust nach dem Abi, die Lehre des Buddhismus, moderne Mönche und den Reiz des alleine Reisens ging es in einem Vortrag von Stefanie Voßkühler im Familienzentrum Wissingen. Unter dem Titel „Südostasien – do ist yourself“ berichtete die 19-jährige Jeggenerin von ihrem viermonatigen Aufenthalt in Südostasien.

Der Vortragsraum war gut gefüllt. Mehr als 40 interessierte Frauen und Männer (darunter viele junge Erwachsene und Pastorin Angelika Breymann) begüßte Almut Detert. Die Vorsitzende der Landfrauen Schledehausen erfuhr durch ein Mitglied vom Vorhaben Stefanie Voßkühlers zwecks Freiwilligenarbeit auf eigene Faust nach Südostasien zu reisen. Wieder zuhause willigte die 19-jährige Jeggenerin ein, über ihre Erfahrungen und Eindrücke zu referieren.

Vom 2. Juni bis 22. September 2016 bereiste die Bissendorferin vier verschiedene Länder. In der thailändischen Großstadt Chiang Mai unterrichtete sie im Rahmen eines sozialen Projektes sechs Wochen lang in einer Tempel-Schule angehende Novizen in Englisch. Sie tat das gemeinsam mit Phra Ajan Alis – einem jungen modernen Mönch, zu dem sie bis heute Kontakt per Facebook hat. „Falls ihr jemals mit einem Thailänder schreibt: 555 bedeutet übersetzt so viel wie hahaha und entspricht der englischen Abkürzung lol“.

Kleiner Kulturschock bei der Ankunft in Chiang Mai 

Anschaulich berichtete die Referentin vom ersten kleinen Kulturschock nach ihrer Ankunft. Von hohem Verkehrsaufkommen, drückender Schwüle, Kommunikation mit Händen und Füßen, Kontakt zu anderen Freiwilligen, belebten Märkten, scharfem Essen, dem Leben in und außerhalb der Tempelmauern und dem Ansinnen gutes Karma anzusammeln, um dem Nirwana zu entkommen. „Super, dass ihr so viel fragt“, sagte die Referentin, die den Thailändern ein überaus freundliches und hilfsbereites Wesen jedoch ein sehr schlechtes Englisch attestierte.

Zehn Wochen auf eigene Faust durch Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam

Dem Freiwilligenprojekt mit fester Bleibe folgten zehn Wochen Individualtrip – frei nach dem Vortragsmotto „Südostasien – do it your self“. Nach einem kleinen Schlenker über Laos inklusive Adrenalin-Kick an der Zipline (einer Seilrutsche durch den Regenwald) und Übernachtung im Baumhaus reiste sie über die Mitte Thailands nach Bangkok, das sie als Stadt der krassen Kontraste beschrieb.

Vom Süden des Landes zog es Stefanie Voßkühler zum Entspannen auf die thailändischen Inseln. Amüsiert berichtete die Referentin von Hostel-Übernachtungen im Wert von umgerechnet 2 Euro oder der Reparatur eines ausgeliehenen Rollers für die vierfache Summe. Das Festland wieder unter den Füßen wurden touristische Ziele wie die berühmte Tempelanlange Ankor Wat in Kambodscha angesteuert, die Halong-Bucht im Norden Vietnams und die Hauptstadt Hanoi.

Den Slogan „No Wffi? Make friends“ (kein Wlan? Such dir Freunde“) kommentierte die junge Jeggenerin, die schon ihren nächste Auslandtrip plant wie folgt: „Ich mag es alleine zu Reisen und dabei eigene Entscheidungen zu fällen“. Nach zwei Stunden lebendigem Vortrag mit vielen Fotos, kurzen Videos und allerlei Zwischenfragen waren sich die Zuhörer einig. „Alles ganz schön mutig ist“.


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