Mieter oder Käufer Solarlux sucht Nutzer für alten Standort in Bissendorf



Bissendorf. Nach dem Umzug nach Melle sucht das Unternehmen Solarlux Mieter oder auch Käufer für seinen ehemaligen Standort in Bissendorf. Zwei Mieter sind bereits eingezogen, sagt der kaufmännische Leiter des Unternehmens, Klaus Roloff.

Solarlux ist weg aus Bissendorf, und zwar endgültig. Bis Ende 2016 nutzte die Abteilung Holztechnik noch den alten Standort im Bissendorfer Gewerbepark an der Autobahn 30. Nun ist auch sie an den neuen Solarlux-Campus in Melle umgesiedelt. Auf einem Immobilienportal im Internet sucht das Unternehmen Käufer oder Mieter für die verlassene Gewerbefläche in Bissendorf, es haben auch schon Besichtigungen stattgefunden. (Weiterlesen: Bissendorf verabschiedet wichtigsten Gewerbesteuerzahler)

Kaufpreis: Sieben Millionen Euro

Die markanten Räumlichkeiten, insbesondere das früher für diverse Veranstaltungen genutzte Solarlux-Forum mit seiner besonderen Glasarchitektur, werden sicher noch lange mit dem Namen des Unternehmens verbunden bleiben. Ursprünglich wollte Solarlux den gesamten Komplex inklusive dem mehr als drei Hektar großen Grundstück verkaufen. Kostenpunkt: Knapp sieben Millionen Euro. Doch wer kauft so einen Komplex, der extra auf die Produktion und Ausstellung von Wintergärten, Glasfaltwänden, Glasdächer und Fassadenlösungen zugeschnitten war?

Firma fährt mehrgleisig

Mittlerweile fährt Solarlux bei der Suche nach einer Nachfolgenutzung mehrgleisig. Denkbar sei vieles, sagt Roloff: Ein bis zwei große Mieter seien ebenso vorstellbar wie eine kleinteiligere Vermietung der Büro- und Hallenflächen an 15 bis 20 Firmen. Die könnten sich dann unter Umständen auch einen zentralen repräsentativen Empfangsbereich teilen. „Das hängt davon ab, wie die Interessenlage ist“, so Roloff Es sei auch möglich, einen Teil des Gebäudes zu separieren und zu verkaufen. „Das sind alles Optionen.“

Bundesverwaltungsamt und Ergo-Versicherung sind schon drin

Bislang eingezogen sind das Bundesverwaltungsamt (BVA), das seit einigen Monaten einen Teil des Lagerbereichs für seine Akten nutzt, und die Ergo Versicherungsgruppe, die seit Jahresbeginn Büros gemietet hat.

Teilflächen werden als Büros vermarktet

Für eine Vermietung mehrerer kleiner Büros in der Größenordnung von 100 Quadratmetern Fläche wird Solarlux Wände in die einstigen Großraumbüros einziehen müssen. Einzelne Teilflächen will das Unternehmen nun so herrichten und intensiv vermarkten – in der Hoffnung, dass dann die Nachfrage hochschnellt.

Baujahr 1995 und 2001

1995 war Solarlux in den Bissendorfer Gewerbepark an der A30 gezogen und hatte den ersten Abschnitt in Betrieb genommen, 2001 erweiterte sich die Firma und baute die Ausstellungs- und Bürobereiche sowie das Solarluxforum, das sich als Veranstaltungsort in der Region einen Namen gemacht hat. Etliche Empfänge fanden dort statt, Adventsausstellungen, Lesungen und Konzerte. „Was macht man mit der Fläche, damit es keine tote Fläche wird?“ Diese Frage beschäftige die Firma, so Roloff. Mögliche Alternativen seien, einen Veranstaltungsmanager ins Gebäude zu holen, es selbst weiter zu nutzen oder auch dort Büros einzurichten.

Größenordnungen

117 Parkplätze befinden sich auf dem Gelände. Der Produktionsbereich ist knapp 9500 Quadratmeter groß, der Verwaltungs- und Ausstellungsbereich beläuft sich auf rund 4000 Quadratmeter.


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