Als Mahnung für den Frieden Bissendorfer Schüler unterstützen die Kriegsgräberfürsorge

Dank und Urkunden erhielten die Schülerinnen und Schüler der Oberschule am Sonnensee. Sie hatten für die Kriegsgräberfürsorge gesammelt. Foto: Bärbel Recker-PreuinDank und Urkunden erhielten die Schülerinnen und Schüler der Oberschule am Sonnensee. Sie hatten für die Kriegsgräberfürsorge gesammelt. Foto: Bärbel Recker-Preuin

Bissendorf.  Dank, Anerkennung und Urkunden erhielten 15 Schüler der Oberschule am Sonnensee. Die jungen Bissendorfer hatten für die Deutsche Kriegsgräberfürsorge über 1000 Euro gesammelt.

„Es hat sich gelohnt, und es war gut, dass wir das gemacht haben.“ Natalie Harmeier, Annika Krull und Lena Schwarz sind einer Meinung. Damit sprechen sie nicht von einem lukrativen Ferienjob, der ihnen und ihren Mitschülern 1075 Euro einbrachte, sondern von ihrer Sammlung für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

Freizeit geopfert

Der letzte Weltkrieg ist mehr als 70 Jahre her, und normalerweise denken jungen Menschen recht wenig an diese schreckliche Zeit. 15 Schüler der 10. Klassen der Oberschule am Sonnensee ließen sich dennoch auf das Thema ein, als Anke Schröder, stellvertretende Schulleiterin, ihnen die Sammlung für Kriegsgräber ans Herz legte. Zu zweit oder zu dritt opferten sie einige Nachmittage ihrer Freizeit, gingen von Tür zu Tür und baten um Spenden. Meistens seien sie freundlich empfangen worden, hin und wieder auch mal nicht, berichten die Schüler. „Wir mussten viel erklären, wofür das Geld gebraucht wird“, sagt Cedric Westermann. Die Schüler hatten die richtigen Antworten parat, denn vor der Sammlung waren sie von Evelyn Kremer-Taudien, Geschäftsführerin des Volksbundes Kriegsgräberfürsorge, gut vorbereitet worden.

Stolzes Ergebnis

Der Inhalt aller Sammelbüchsen ergab schließlich die Summe von 1075, 44 Euro. Mit ihrem Engagement und dem üppigen Ergebnis war ihnen ein Empfang im Rathaus sicher. Ein herzliches Dankeschön sagten den Schüler Bürgermeister Guido Halfter, Evelyn Kremer-Taudien, Anke Schröder und Rolf Gardemann, als Vertreter des Landkreises.

Kriegsgräber sind Mahnmale

Kriegsgräberfürsorge bedeute, den Frieden schätzen zu lernen, so Bürgermeister Halfter. Wie wichtig auch 72 Jahre nach Kriegsende der ehrenamtliche Einsatz der jungen Bissendorfer sei, verdeutlichte Evelyn Kremer-Taudien. Noch immer werden in jedem Jahr 30000 Kriegsopfer geborgen und in würdigen Gräbern beigesetzt. Kriegsgräber sollen ewige Mahnmale sein und an die schrecklichen Auswirkungen des Krieges erinnern, so die Geschäftsführerin. Neben der Pflege der Kriegsgräber habe der Volksbund die wichtige Aufgabe der Bildung. „Ihr habt es geschafft, Menschen zu überzeugen und das Anliegen der Kriegsgräberfürsorge weiterzugeben“, dankte Evelyn Kremer-Taudien.

Als Zeichen des Dankes überreichte Guido Halfter jedem Sammler eine persönliche Urkunde des Volksbundes.

 


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