Gemischte Flächennutzung Freies Feld für ein Rettungszentrum in Bissendorf

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Der Bissendorfer Planungsausschuss stimmte jetzt für die Änderung des Flächennutzungsplanes in Jeggen für eine neue Rettungszentrale. Profitieren sollen davon das Bissendorfer DRK und die Ortsfeuerwehr Jeggen. Symbolfoto: Michael GründelDer Bissendorfer Planungsausschuss stimmte jetzt für die Änderung des Flächennutzungsplanes in Jeggen für eine neue Rettungszentrale. Profitieren sollen davon das Bissendorfer DRK und die Ortsfeuerwehr Jeggen. Symbolfoto: Michael Gründel

Bissendorf. Dem Deutschen Roten Kreuz Bissendorf und der Ortsfeuerwehr Jeggen brennt es unter den Nägeln. Sie wollen und brauchen neue Einsatzzentralen – möglichst eine gemeinsame in Jeggen. Ein Bereich dafür ist jetzt gefunden.

Nach der zweiten Zustimmung des Planungs- und Entwicklungsausschusses zur Änderung des Flächennutzungsplanes geht es jetzt weiter. Das 1,56 Hektar große Gebiet zwischen Schledehauser Straße und Pfingstweg in „Unter“-Jeggen eignet sich bestens für das geplante Bauvorhaben, so die Zusammenfassung der Ergebnisse, die Städteplaner Moritz Richling, Ingenieurplanung Wallenhorst (IPW), den Mitgliedern des Planungs- und Entwicklungsausschusses vorstellte. 2014 hatte die IPW den Auftrag von der Gemeinde erhalten, Voruntersuchungen zur Planung eines Baugebietes an dieser Stelle anzustellen. Nach dem Aufstellungsbeschluss erfolgte die öffentliche Beteiligung, die ebenfalls keine Einwände ergab.

Mischgebiet vorgeschlagen

Somit stimmte der Ausschuss jetzt für die Änderung des Flächennutzungsplanes. Die ist nötig, weil der Norden der Planfläche als landwirtschaftlicher Bereich und der Süden „zum Schutz, für die Pflege und Entwicklung von Natur und Landschaft“ ausgewiesen ist. Die Städteplaner schlagen die Ausweisung als Mischgebiet vor, das heißt: eine Rettungszentrale für DRK und Feuerwehr sind ebenso möglich, wie die Ansiedlung von „kleinem Gewerbe“ und Wohnbebauung.

Geringes Konfliktpotenzial

In dem IPW-Gutachten wird das geringe Konfliktpotenzial (Naturschutz und Immission) im Planungsgebiet hervorgehoben. Weitere Vorteile liegen in der guten Anbindung und der Infrastruktur. Einstimmig folgten die Ausschussmitglieder dem Vorschlag und der Änderung des Flächennutzungsplanes in ein Mischgebiet und gaben damit den Weg für ein DRK-Feuerwehr-Bauvorhaben frei.

Gemeinsame Rettungszentrale

Warum eine neue Rettungszentrale? Seitdem vor gut drei Jahren die DRK Ortsvereine Bissendorf, Schledehausen und Wissingen zum DRK Bissendorf fusioniert hatten, reifte der Wunsch nach einer zentralen Adresse, einer neuen, gemeinsamen Rettungszentrale. Parallel suchte die Freiwillige Feuerwehr Jeggen nach neuen räumlichen Möglichkeiten. Das kleine Feuerwehrhaus in „Ober“-Jeggen bedarf dringend einer Sanierung beziehungsweise Erneuerung. Als das jetzige Plangebiet „Südlich Pfingstweg“ gefunden war, begann der lange Weg der Realisierung. Der erste Schritt, die Änderung des Flächennutzungsplanes, ist nun bewältigt.

Jetzt Bauplanung

Wie geht es weiter? Jetzt beginnt die Bauleitplanung – Ausschuss und Rat werden in ihren nächsten Sitzungen über die Bauentwürfe diskutieren. Nach der Entscheidung im Ausschuss und der öffentlichen Beteiligung könnte es Anfang April zum finalen Ratsbeschluss kommen. Dann wird wohl auch die beantragte Flächennutzungsänderung vom Landkreis bewilligt sein und der erste Spatenstich in Sicht sein, schätzt Bauamtsleiter Ingo Nagel. In der Zwischenzeit wird im internen Kreis über die Struktur des künftigen Zusammenwirkens intensiv nachgedacht. Noch ist nicht geklärt, wer Bauherr wird, wobei zwei Möglichkeiten in Betracht kommen. Entweder das DRK ist Bauherr, die Gemeinde firmiert als Träger und die Freiwillige Feuerwehr quasi als „Untermieter“? Oder die Rollen werden getauscht.


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