Rechtliche Voraussetzungen geschaffen Bissendorfer Ausschuss ebnet Grund für neue Sporthalle

Der Planungs- und Entwicklungsausschuss beschloss die Änderung des B-Planes Sportstätten in Bissendorf und stellte Fragen zu ILEK. Foto: Gert WestdörpDer Planungs- und Entwicklungsausschuss beschloss die Änderung des B-Planes Sportstätten in Bissendorf und stellte Fragen zu ILEK. Foto: Gert Westdörp

Bissendorf.  Informationen und Nachfragen zum Hufeisen „ILEK“ stellten sich die Mitglieder des Planungs- und Entwicklungsausschusses der Gemeinde Bissendorf. Außerdem schlossen sie die „Hausaufgaben“ ab, die zum Bau einer möglichen Ballsporthalle führen könnten, in dem sie die Änderung des Bebauungsplanes für die vorgesehene Fläche beschlossen.

Mit der Abstimmung zur Änderung des Bebauungsplanes Nr. 102 „Sportzentrum“ seien ausschließlich planungsrechtliche Voraussetzungen geschaffen worden, alles Weitergehende sei noch völlig offen, stellte Bürgermeister Guido Halfter am Ende der Sitzung klar. Laut Bebauungsplan ist jetzt der Bau der vom TV-Bissendorf-Holte lang ersehnten Mehrzwecksporthalle möglich, aber Gedanken an einen baldigen Baubeginn klammert Bürgermeister Guido Halfter vehement aus. Eine Änderung des seit 1975 gültigen B-Planes sei notwendig, um die überbaubaren Bereiche neu festlegen zu können. Das Planverfahren beschränke sich auf die planrechtliche Absicherung für einen möglichen Sporthallenneubau oder -erweiterung. Es löst laut Beschlussvorlage auch nicht die Verpflichtung der Gemeinde aus, tatsächlich hier eine Sportstätte zu errichten.

Sportgelände auf Zuwachs

Zwischen Werscher Straße und Sonnensee entstand auf einer 1,4 Hektar großen Fläche ein geräumiges Sportgelände, das schon beim Bau auf Erweiterung ausgerichtet war.  2010 gab die Gemeinde ein Sportstättenentwicklungskonzept in Auftrag, das deutlich den dringenden Bedarf einer neuen Sportstätte im Ortsteil Bissendorf ermittelte. Ganz im Sinne des TV-Bissendorf-Holte, der sein Angebot stetig erweitert und insbesondere für seine erfolgreichen Handballer mehr Trainingszeiten anbieten möchte. Damit ein Bau rechtlich möglich ist, musste nun der Bereich der überbaubaren Fläche neu festgeschrieben werden. Nach dem Aufstellungsbeschluss gaben Behörden und Öffentlichkeit Stellungnahmen ab, das ohne Bedenken. Die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Bau einer Sporthalle sind jetzt beschlossen - nicht mehr und nicht weniger.

ILEK braucht Kommunen-Beteiligung

ILEK, das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept, legt sich wie ein Hufeisen um Osnabrück und mitten in diesem Hufeisen liegt Bissendorf. ILEK-Regionalmanagerin Cornelia Holthaus und Michael Ripperda, Beratungsbüro pro-t-in, erläuterten den Mitgliedern des Planungsausschusses diesen Zusammenschluss von sechs Gemeinden mit dem Ziel einer effektiven und verzahnten Dorf- und Regionalentwicklung. ILEK sei Berater vor Ort, Vernetzer der Gemeinden, Koordinator und ganz wichtig: Antragsteller für Fördergelder. ILEK erfülle viele Handlungsfelder, um die Potenziale der Region zu nutzen. Projekte für Tourismus, Natur, Siedlungsstruktur und Verkehrswege sind einige davon. Das bis 2022 befristete ILEK möchte insgesamt die Bedeutung der „Hufeisen-Region“ Wallenhorst, Belm, Bissendorf, Georgsmarienhütte, Hagen und Hasbergen stärken. Voraussetzung dafür sei eine gute Beteiligung der Kommunen, so Cornelia Holthaus.

Projekt für Kommunen und Bürger

Weniger um theoretische ILEK-Konzepte als um aktive Beteiligung der Gemeinde ging es bei den Fragen der Ausschussmitglieder.  Warum sind Gremien wie der Gemeinderat nicht beteiligt?, fragte Marie-Dominique Guyard (Grüne). Jeder könne an der Regionalentwicklung über ILEK mitmachen, dazu habe die Gemeinde mehrfach eingeladen, entgegneten Guido Halfter und Cornelia Holthaus. Private Aktivitäten zur Förderung regionalspezifischer Projekte laufen häufig schneller als kommunale, so der Hinweis von Claus Kanke (Grüne). Die ILEK sei auch Berater und Antragsteller für private Projekte, so Cornelia Holthaus. Mit den Ratsmitgliedern war sie einer Meinung: ILEK muss die Chancen zur Regionalen Entwicklung stärker in den Kommunen und bei den Bürgern kommunizieren.  

 


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