Besonderer Französischunterricht France-Mobil besucht Oberschule „Am Sonnensee“


Bissendorf. Das France-Mobil machte am Donnerstag Station in Bissendorf. Dabei handelte es sich jedoch nicht um ein Fahrzeug, sondern eine Unterrichtsstunde mit der Französin Aglaé Coutand vom Institut Francais. Sie kam in die Oberschule „Am Sonnensee“, um den Schülern ihr Heimatland und deren Sprache näher zu bringen.

Die erste Gruppe, die Aglaé Coutand vom Institut Francais in der Oberschule „Am Sonnensee“ in Bissendorf kennenlernten, bestand aus Siebt- und Neuntklässlern. Diese erholten sich schnell von ihrem Schreck, als sie feststellen mussten: Madame Coutand spricht mit ihnen nur Französisch – auch, wenn sie auf Anhieb nicht alles verstehen. Dann erfuhren die Schüler, dass Coutand aus der Bretagne kommt. „Dort, wo es leckeren Crepe gibt“, so die Französin, die später in Paris lebte und heute in Essen wohnt. Von dort aus reist sie mit dem France-Mobil von Klasse zu Klasse durch ganz Deutschland.

Spiele statt klassischem Unterricht

Ihre Schüler aus Bissendorf schauten zum Teil skeptisch bis wenig begeistert drein, als sie in drei Gruppen – Baguette, Croissant und Crepe – aufgeteilt wurden und Spiele auf dem Programm standen. Coutand hatte einige Zeichnungen mitgebracht, die unter anderem einen Champignon, Kaffee, Schokolade oder eine Kamera darstellten. Dann spielte sie sehr unterschiedliche Musikstücke vor, die jeweils einen dieser Begriffe beinhalteten. Die Schüler saßen im Kreis und mussten, sobald sie ein Wort erkannten, auf dem Boden in der Kreismitte auf das entsprechende Bild klatschen. Die „Baguettes“ gingen schnell in Führung, wurden dann aber von den „Croissants“ überholt.

In der nächsten Runde stieg der Schwierigkeitsgrad, nun standen die Titel der Songs auf einlaminierten Papierzetteln. Inzwischen waren alle mit Feuereifer dabei. Oftmals stürzte der halbe Sitzkreis in die Mitte. Doch zweimal nacheinander hörte Neno (13) als einzige den richtigen Songtitel heraus.

Wahr oder falsch

Im nächsten Spiel mussten die Schüler raten, ob bestimmte Aussagen wahr oder falsch sind. Sie tippten beispielsweise, dass alle Franzosen jeden Morgen mit Kaffee und Croissants frühstücken. Coutand rief entsetzt: „Nein, das ist ein großes Klischee.“ Dann ging es unter anderem um die Höhe des Eiffelturms, wie oft Frankreich  bisher Fußballweltmeister geworden ist, und in wie vielen Ländern Französisch die offizielle Landessprache ist. Es sind 32 Länder.

Alle gut zufrieden

Zum Schluss lobte der französische Gast: „Ihr habt alles verstanden, vielleicht nicht jedes Wort, aber das Große und Ganze.“ Und die Schüler waren überrascht, wie gut sie mitgekommen waren. Mirja (12) hatte das Spiel „Wahr oder falsch“ am besten gefallen. Und eine andere Schülerin wollte wissen: „Ist das ein Beruf, was du machst.“ Und Courtand erklärte: „Ja, ich bin jeden Tag in einer anderen Schule.“ Zum Schluss bat sie: „Verrate den anderen bitte nicht, dass ich auch ein bisschen Deutsch spreche.“


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