Fünf „Osnabrücker Renetten“ Heimat- und Wanderverein Bissendorf pflanzt alte Apfelsorte


Bissendorf. Der Heimat- und Wanderverein Bissendorf (HWVB) hat am Rosenmühlenbach fünf Apfelbäume der regionalhistorischen Sorte „Osnabrücker Renette“ gepflanzt. Die symbolträchtige Aktion soll zum einen an das 50-jährige Vereinsjubiläum erinnern, zum anderen an das 2017 anstehende Lutherjahr.

Rund 50 große und kleine Bissendorfer versammelten sich zur fruchtigen Pflanzaktion. Entlang eines Fußweges am Rosenmühlenbach, direkt hinter dem Feuerwehrhaus, setzten Vertreter des HWVB, des Heimatbundes Osnabrücker Land (HBOL) und der Gemeinde Bissendorf ein gelungenes Zahlenspiel um.

Heimat- und Wanderverein holt fünf Baumpaten mit ins Boot

Einem im Frühjahr 2015 erfolgten Aufruf des HBOL an alle Mitgliedervereine folgend, entschloss sich der Heimat- und Wanderverein mit gleich fünf Apfelbäumen der seit Ende des 18. Jahrhunderts bekannten Apfelsorte „Osnabrücker Renette“ ein Zeichen für das aktuelle 50-jährige Vereinsbestehen und das bald begangene 500-jährige Reformationsjubiläum zu setzen.

Als Paten der fünf Apfelbäume, mit denen der HWVB ein Stück Heimatgeschichte zurückholen möchte, begrüßten Peter Spach (Vorsitzender) und Uwe Bullerdiek (Schriftführer) Kinder und Erzieherinnen des evangelischen Kindergartens Achelriede, des katholischen Kindergarten St. Dionysius sowie Schüler und Lehrer der Grundschule Bissendorf und der Oberschule am Sonnensee. Als fünfter Baumpate fungiert die Gemeinde Bissendorf.

Heimatbundsvorsitzender erinnert an hoffnungsvollen Ausspruch Luthers

Im Beisein von Bürgermeister Guido Halfter und Bauhofleiter Peter Kühn erinnerte der HBOL-Vorsitzende Jürgen-Eberhard Niewedde die Anwesenden an ein berühmtes Zitat, das Martin Luther zugeschrieben wird: „Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“

Im Beisein von HBOL-Geschäftsführer Ulrich Wienke informierte Niewedde die Kinder, dass sie am 31. Oktober 2017 aufgrund des 500. Jahrestages der Reformation einmalig schulfrei haben und unterstrich: „Luther wusste nicht, dass seine Ideen wachsen, gedeihen und Früchte tragen. Das gleiche wünschen wir den Bäumen, die heute hier gepflanzt werden und euch einen guten Appetit beim Pflücken“.

Appell, Äpfel, Apfelpunsch und eine kleine Lektüre

Guido Halfter appellierte an die anderen Paten, ihre Bäume auch in Zukunft zu besuchen, zu pflegen, ihre Veränderung bewusst zu begleiten und selbst trotz manch vereinzelt schlechtem Tag voller Hoffnung zu sein“.

Im Anschluss an die erfolgreiche Pflanzaktion, die in Form von Strom und Gießwasser auch von der Ortsfeuerwehr Bissendorf Unterstützung fand, erhielt jedes Kind vom HWVB noch ein paar kleine Überraschungen: Einen saftigen Apfel, einen wärmenden Becher Apfelpunsch und ein Exemplar des vom Landkreis Osnabrück herausgegebenen Unterrichts- und Leseheftes „Auf dem Weg durch das Osnabrücker Land – Jutta und Benno lernen ihre Heimat kennen“.


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