Benefizkonzert im Bürgersaal Bissendorfer Schulpaket soll weiter gefüllt werden

Von Emma Steenblock

Voller Vorfreude: Mit Werbeplakat und Spendenpaket in der Hand stehen Wilfried Langhans und Doris Beinker vor dem Veranstaltungsort des Benefizkonzertes. Foto: Egmont SeilerVoller Vorfreude: Mit Werbeplakat und Spendenpaket in der Hand stehen Wilfried Langhans und Doris Beinker vor dem Veranstaltungsort des Benefizkonzertes. Foto: Egmont Seiler

Bissendorf. Das Schulpaket, das vor einigen Jahren in der Gemeinde Bissendorf gegründet wurde, füllt sich nicht von selbst. Deshalb veranstalten die beiden Ratsmitglieder Doris Beinker und Wilfried Langhans am 26. Oktober wieder ein Benefizkonzert zur Unterstützung von Flüchtlingen und bedürftigen Familien.

Einige Wochen läuft nun schon die Organisation für das Konzert, das seit 2011 jedes zweite Jahr veranstaltet wird. Mit den Einnahmen werden das Bissendorfer Schulpaket und das etwas neuere Flüchtlingspaket gefüllt. Diese Pakete sind eine Möglichkeit, finanzschwächere Familien unbürokratisch zu unterstützen. Bei Bedarf können die Schulen in der Gemeinde gezielt einen Geldbetrag aus dem Paket anfordern und zum Beispiel in Schulmaterialien und -ausflüge, Klassenfahrten oder Nachhilfe investieren. Das Geld geht also nicht erst an die Familien, sondern fließt direkt in die Dinge, die sie sich nicht leisten können.

Erstmals im Bürgersaal

Wer dieses Projekt unterstützen möchte, kann einen Betrag bei dem Benefizkonzert spenden. Es findet am Mittwoch, 26. Oktober, ab 19 Uhr und erstmals im Bissendorfer Bürgersaal (Kirchplatz 1) statt, der Einlass ist um 18 Uhr. Dort werden unter anderem der Männergesangsverein Schledehausen, der Chor Cantamus, der Gospelchor "Shine" und der Chor Cantabile ehrenamtlich auftreten. Doch auch die ausgebildete Sopranistin und Opernsängerin Ina Siekemeyer, die zuvor zehn Jahre an der Staatsoper in Minsk war, wird zu sehen sein. Außerdem habe das Konzert noch einen speziellen Teilnehmer parat, verrät der Bissendorfer Ratsvorsitzende Wilfried Langhans (SPD).

Gründung des Schulpakets

Gegründet wurde das Schulpaket im Juni 2008 von der damaligen SPD-Ratsfrau Karin Höfer. Nachdem ein Vorschlag im Rat für einen Materialzuschuss keine Zustimmung fand, hat sie beschlossen, jenen unbürokratischen Fonds zu gründen, der heute als Schulpaket bekannt ist. Da Höfer jedoch vor drei Jahren ihr Ratsmandat aus Krankheitsgründen abgeben musste, übernahmen die Ratsmitglieder Doris Beinker und Wilfried Langhans die Organisation. Zudem gibt es noch das Flüchtlingspaket, das die Gemeinde angelehnt an das Schulpaket vor einem Jahr gegründet hatte und Flüchtlingen in Bissendorf zugute kommt.

Förderung ist teuer

Auf die Frage, ob die Anzahl an bedürftigen Familien in den letzten Jahren gestiegen sei, antworteten sie, dass dies laut den Auszahlungen nicht der Fall sei. "Das Problem ist jedoch, dass viele finanzschwächere Familien ihre Armut nicht zur Schau stellen und so das Geld des Schulpakets nicht in Anspruch nehmen wollen", erklärte Langhans. Der Bedarf sei aber weiterhin hoch, da viele Schulen zusätzliches Geld aus dem Schulpaket anfordern würden, um Flüchtlingskinder beim Lernen der deutschen Sprache zu unterstützen - und Lehrmaterial ist teuer. "Da sind 1000 Euro für fünf bis sechs Kinder gar nichts", sagte der Ratsvorsitzende.

Spendenkonto

Seit einiger Zeit ist auch ein Spendenkonto für das Schul- und Flüchtlingspaket eingerichtet, auf das ebenfalls Geld eingezahlt werden kann. "Es gibt sogar Leute, die mit einem Dauerauftrag in regelmäßigen Abständen bestimmte Beträge auf das Konto überweisen", erzählte Langhans. Das Konzert diene eher dazu, das Paket noch zusätzlich aufzufüllen.

Vorbereitung

Dieses Mal hoffen Beinker und Langhans auf 160 bis 180 Besucher bei ihrem Benefizkonzert. Seit mehreren Wochen sind sie nun schon mit der Organisation der Veranstaltung beschäftigt, angefangen mit dem Anwerben der Chöre bis hin zum eigentlichen Konzert. Laut den beiden bald ehemaligen Ratsmitgliedern ist noch viel zu tun.


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