Alles andere als schleppend Treckerfreunde Bissendorf feiern gelungenes Treffen

Meine Nachrichten

Um das Thema Bissendorf Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Bissendorf. Das dritte Schleppertreffen der Treckerfreunde Bissendorf bot wieder „Abwechslung für alle Baujahre“. Bei guten Wetterbedingungen wurde das Areal rund um den Hof Wilker in Jeggen zum Ziel für Anhänger historischer Landmaschinen und auch der Nachwuchs bekam einiges geboten.

Auf der Anhöhe am Hadernweg angekommen hießen Banner die Besucher willkommen. Die Ackerfläche wurde wild-romantisch von Sonnenblumen gesäumt. Vor dieser Kulisse reihten sich Schlepper von Lanz, Fendt, Kramer, McCormick und Hürlimann und allerlei andere nostalgische Zugmaschinen auf.

Andrang von nah und fern

Auf einem Holder B10 mit 10 PS Leistung kam Gerd Lohse aus Melle Gerden angeknattert. Dank einer Weste mit der Aufschrift „Traktoren und historische Landmaschinen Grönegau-Buer“ kam er schnell ins Gespräch mit Gleichgesinnten.

„Ich habe gerade mein nächstes Projekt gesehen“, erzählte Hartmut Horn aus Wissingen mit strahlenden Augen. 30 Jahre hatte sein 11-er Deutz, Baujahr 1949, in einer Scheune gestanden. „Der Motor war kaputt. Nach zweieinhalb Jahren Arbeit läuft er wieder wie eine Eins“, so der stolze Schrauber.

Donnerstag im 430 Kilometer entfernten Odenwald mit Ziel Ostfriesland aufgebrochen bezogen auch die jungen Männer Max Klein (Deutz 4005, Baujahr 1966) und Jochen Mühlsiegel (Gildner 930, Baujahr 1963) Freitag ihr Zwischenquartier.

Kräftemessen mit einem Bremswagen

Für Lukas, Felix, Lars, Jennifer und Kirsten war das Schleppertreffen dagegen fast ein Heimspiel. Angereist mit einem Fendt Farmer 2755 (Baujahr 1989), der erst in drei Jahren zu den Oldies zählt, beobachtete die Delegation der Landjugend Borgloh das Kräftemessen der Zugmaschinen beim Traktor-Pulling.

Auf Drängen von Tochter Anna hatte Norbert Tepe mit Stefan Massmann aus einem alten Massey Ferguson-Getriebe, einer Seilwinde und altem Schrott den Bremswagen zusammengebaut. Rund um das knapp vier Tonnen schwere Ungetüm aus Eisen waren drei Trecker im Einsatz, planierten, schoben es zurück und rauten die Piste auf. Im Ziehen dicker Baumstämme über die Freifläche versuchten sich auch Unimogs, ein Quad und ein alter Lada.

Abwechslungsreiches Rahmenprogramm

Den schweren Hammer in der Hand stellten ganze Familien am Hau den Lukas ihre eigenen Kräfte auf den Prüfstand. Manch einer arbeitete sich von der untersten Stufe („Weiches Ei“) bis zur obersten („Ringer“) kontinuierlich nach oben.

Auf der hergerichteten Diele hatten Anne Kahle, Marion Meisemeyer, Miriam und Laura Holtmann alle Hände voll zu tun Groß und Klein mit Kaffee, Kuchen und frischen Waffeln zu versorgen. Draußen zog derweil Axel Brüggemann auf einem Deutz unermüdlich seine Runden und nahm die Kinder mit auf eine rasante Fahrt auf dem Fliegendem Teppich. Auch Rollkistenbahn und Mini-Trecker nebst Anhängern waren pausenlos in Beschlag.

An einem Stand neben der mobilen Feldschmiede des Heimat- und Wandervereins kreierten Nicole Irvin, Tochter Greta (7), Kerstin Willing und Roswitha Sommer mit Floristmeisterin Ingrid Hellmann Blumenkränze. Neben Efeu, Hagebutten, Getreide und Clematis kam dabei Schafswolle zum Einsatz. In einem Bauwagen konnten die Besucher auch die Sonderbriefmarke zum 50. Vereinsjubiläum erwerben.

„Auf vielfachen Wunsch einer Treckergemeinschaft aus Haltern haben wir die historische Dreschvorführung gestern etwas vorverlegt“, berichtete Peter Spach. Am Sonntag warf der Vorsitzende des HWVB den großen grauen Claas Europa Baujahr 1961 abermals an und zog dabei zahlreiche interessierte Blicke auf sich. Felix Dumann filmte das bunte Treiben am Abschlusstag mit einer Drohne.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN