Für weniger Katzenjammer Sommerfest für Sorgenkinder auf Samtpfoten in Wissingen

Martina Armbrecht (links) leitet die Dauerpflegestelle des Vereins „KatzenLeben Osnabrück & Umgebung“ an der Mindener Straße. Mit knapp 30 Jahren Erfahrung in der Tierschutzarbeit gehört sie zu den festen Stützen der Vorsitzenden Felix Pape und Sonja Rose. Foto: Johanna KollorzMartina Armbrecht (links) leitet die Dauerpflegestelle des Vereins „KatzenLeben Osnabrück & Umgebung“ an der Mindener Straße. Mit knapp 30 Jahren Erfahrung in der Tierschutzarbeit gehört sie zu den festen Stützen der Vorsitzenden Felix Pape und Sonja Rose. Foto: Johanna Kollorz

Bissendorf. Sorgenkinder auf Samtpfoten gibt es viele. Der Verein „Katzenleben Osnabrück und Umgebung“ macht sich auch für unvermittelbare Tiere stark, indem er Menschen sucht, die sie als Paten bei der Pflege und medizinischen Versorgung unterstützen.

Beim Sommerfest des Vereins „Katzenleben“ am Kotten an der Mindener Straße 87a waren mittags einige große und kleine Tierliebhaber auf den Beinen. Rechts luden Kinderschminken und eine Cafeteria zum Austausch und Verweilen, links eine Grillbude und eine große Tombola.

Sommerfest wächst langsam

Am Verkaufsstand für Hund und Katz bot Annika Klein allerlei Waren an: Von fröhlich bunten Häkelkörbchen über Katzenangeln bis hin zu kleinen Kissen mit Gartenkatzenminze. „Das Sommerfest wächst langsam. Viele der angebotenen Sachen machen unsere Kreativ-Miezen selbst“, berichtet Nicola Rose, Vorsitzende des Vereins.

„Sind nicht das Tierheim“

Nach Rücksprache mit Frauchen Karin Bruchhausen bietet sie Königspudel-Dame Clara einen Hundekeks an. Doch zurück zum Thema, der Vereinsarbeit. „Wir sind nicht das Tierheim. Da wollen wir auch gar nicht hin. Oft werden wir vergessen, aber dennoch gebraucht“, erklären Rose und Stellvertreter Felix Pape.

Katzendame Leonie ist einer der „Ladenhüter“, die in der Dauerpflegestelle von Martina Armbrecht (Mitte) ihren Lebensabend verbringen. Gemeinsam mit Felix Pape und Sonja Rose, Vorsitzende des Vereins „KatzenLeben Osnabrück & Umgebung“ lud die Tierschützerin zum Sommerfest. Foto: Johanna Kollorz

Kostspielig

Häufig nimmt der 2012 gegründete Verein ältere Katzen auf, die ihr Zuhause durch eine Erkrankung oder den Tod ihres Besitzers verloren haben. Leider fallen dabei oft höhere Tierarztkosten an, oder die Tiere sind auf spezielles Futter angewiesen. Auf Nachfrage berichten die Vorsitzenden von einem aktuellen Projekt: „Eine ältere Dame hat elf Katzen, die alle kastriert und entwurmt werden sollen. Da fallen schnell 1000 Euro an.“

Dauerpflegestelle für Ladenhüter

Etliche Schützlinge verbringen ihren Lebensabend in einer  Dauerpflegestelle, wie der von Vereinsstütze Martina Armbrecht. Leonie ist solch ein „Ladenhüter“. Die circa 15 Jahre alte Katze hatte als Jungtier einen schweren Unfall, bei dem ihr Rücken gebrochen wurde. Seitdem kann sie weder Kot noch Urin halten. Kater Kalli ist geschätzt erst drei bis fünf Jahre alt, leidet aber an Katzen-Aids. Auch er verbringt seinen Lebensabend im Kotten an der Mindener Straße.

Zusammenarbeit

Neben den Aktiven des eigenen Vereins hatte auch die Tierhilfe Melle einen Infostand beim Sommerfest aufgebaut. „Wir sind einmal genauso angefangen wie die und haben die gleichen Ziele. Das verbindet uns!“, unterstrichen Gabi und Michael Lampe die gute Zusammenarbeit beider Tierschutzvereinigungen. Weitere Infos unter www.katzenleben-os.de .


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