Anerkennung für Schülerlotsen Dank für Sicherheit auf Bissendorfer Schulweg

Mit Pizza und einem Präsent bedankte sich die Bissendorfer Gemeinde und Verkehrswacht bei den Schülerlotsen. Foto: Stefan BuchholzMit Pizza und einem Präsent bedankte sich die Bissendorfer Gemeinde und Verkehrswacht bei den Schülerlotsen. Foto: Stefan Buchholz

Bissendorf. Die Bissendorfer Gemeinde und Verkehrswacht dankte jetzt Schülerlotsen der örtlichen Oberschule am Sonnensee.

„Euer Dienst wird wahrgenommen“, lobte Bürgermeister Guido Halfter die 17 Mädchen und Jungen. Nicht nur von den Eltern, sondern auch von künftigen Arbeitgebern. Die schauten schon auf die Zusatzqualifikationen auf dem Zeugnis, meinte Halfter. Seinen Dank sprach er auch den Erwachsenen aus, die allmorgendlich den sogenannten Walking-Bus möglich machten. Sie  bringen Grundschüler zu Fuß in die Schule.

Und der Verwaktungschef hatte noch ein Lob parat: „Was ihr leistet, ist unbezahlbar.“ Denn: Müsste die Kommune die Arbeit der Schülerlotsen von Hauptamtlichen ausführen lassen, käme schnell ein Betrag von 40000 Euro im Jahr zusammen, rechnete Halfter vor.

Wolfgang Simon, der Vorsitzende der Bissendorfer Verkehrswacht, betonte bei der Feier in der Pizzeria „La Rustica“, dass Ehrenamtlichkeit das Herz einer Gemeinde bilde. Besonders freue ihn, dass es in 50 Jahren Schülerlotsentätigkeit keinen einzigen Unfall gegeben habe. Und: Dass sich immer wieder Schüler bereit erklärten, die Tätigkeit zu übernehmen.

Dafür seien die Eltern der Grundschüler sehr dankbar, fügte Lehrerin Meike Osterfeld hinzu. Und die Grundschüler auch: „Sie nehmen sich die Jugendlichen zum Vorbild“, wusste die kommissarische Schulleiterin.

Weil ihr Bus schon sehr früh an der Schule sei, habe sie sich entschlossen, vor einem Jahr Schülerlotsin zu werden, erzählte Isabell Hase. Früher aufstehen wegen des Schülerlotsen-Jobs muss auch Jan Romann. Den 20-minütigen Dienst versieht er am Menkhaus – einer kritischen Stelle für Schüler im morgendlichen Berufsverkehr.

Geschult wurden Isabel und Jan dafür von Verkehrsobmann und Lehrer Sven Gärtner. „Dafür brauchen wir in der Regel eine Doppelstunde, der ein kleiner Test folgt.“ Der Schülerlotsendienst ist nicht für alle etwas, weiß Gärtner aus Erfahrung. „Es ist schon etwas Besonderes, bei Wind und Wetter diese Aufgabe zu übernehmen.“


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