Warum der Eisbär die Wolkenfabrik nicht mag Bissendorfer Vorschulkinder erleben Thema Energie

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Mit Spannung verfolgen die Vorschulkinder der Kita Schelenburg den Schilderungen von Umweltpädagogin Franzis Brüse zum Thema Energie und Strom. Foto: Johanna KollorzMit Spannung verfolgen die Vorschulkinder der Kita Schelenburg den Schilderungen von Umweltpädagogin Franzis Brüse zum Thema Energie und Strom. Foto: Johanna Kollorz

Bissendorf. „Energie entdecken, erforschen und erleben“ lautet das Motto, mit dem die RWE-Bildungsinitiative „3 mal E“ Pädagogen deutschlandweit dabei unterstützen möchte, Energiewissen lebendig und anschaulich zu vermitteln. Seit einem Jahr existiert das mobile Angebot auch für Vorschulkinder. Die Kita Schelenburg erhielt jetzt „grünes Licht“ für solch einen kostenfreien und kindgerecht gestalteten Projektvormittag.

Wozu Strom benötigt wird und wie er erzeugt wird, können elf Vorschulkinder der Kindertagesstätte in Schledehausen gemeinsam mit Franzis Brüse erleben. Gleich zu Beginn der spannenden Lehrstunde lädt die Dozentin des Vereins Deutsche Umweltaktion die Kinder im Auftrag der RWE zu einem lebendigen Pantomime-Spiel.

Kinder machen große Augen

„Wo kommt der Strom denn her, den wir für all diese elektrischen Geräte brauchen?“, fragt die junge Frau in die Runde, während sie ein kleines Kernkraftwerk aus einer großen blauen Kiste kramt. Kurz darauf erhitzt die mitgebrachte Maschine mithilfe eines entzündeten Trockenbrennstoffs das destillierte Wasser im Tank.

Spätestens als der Wasserdampf unter leisem Zischen gegen die Wände drückt, machen die Kinder große Augen. Erfüllt von Respekt rücken Sarah (5) und Mats (6) ihre Stühle ein Stück zurück. Wenig später steigt unter lautem Pfeifen und hellem Licht weißer Rauch aus dem Schlot auf und das Turbinenrad beginnt zu rattern.

Erderwärmung erklärt

„Das war geil!“, ruft Joey (6) begeistert. „Tolle Maschine, wo hast Du die her?“, will ein anderer Junge von der Dozentin wissen. Als Brüse erklärt, warum wir auf Dauer lieber auf andere Kraftwerke als die Rauch erzeugende „Wolkenfabrik“ setzen sollten und das dem Eisbär am Nordpol sonst langsam sein Zuhause wegschmilzt, verfliegt die anfängliche Euphorie.

„Das Haus sollten wir abreißen!“, ruft Lieke (6) entschlossen, nachdem den Kindern anhand eines kleinen Globus und einer durchsichtigen Kugel drum zu die Folgen der Erderwärmung durch CO2-Ausstoß erklärt worden sind: „Ihr müsst euch vorstellen, das der dünne Sommerpulli, den ihr anhabt, auf einmal immer dicker wird“.

„Die Kinder waren trotz der Hitze voll bei der Sache. Beim Abschlussspiel haben sie verschiedene Arten regenerativ erzeugter Energie kennengelernt – von kleinen Windkrafträdern zum Reinpusten, über Solarzellen bis hin zu einem Wasserwerk. Abwechselnd ins Eisbärenfell geschlüpft, wurden sie dann gefragt, wie sie die jeweilige Anlage finden“, berichtet Erzieherin Christiane Rodewald.


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