Gute Vorbereitung an Oberschulen Viele Wolken, wenig Sonnenfinsternis in Belm und Bissendorf

Von Stefanie Preuin

Meine Nachrichten

Um das Thema Bissendorf Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Belm/Bissendorf. Erst warteten die Schüler gespannt, dann kam Unruhe auf. Man sah sie, aber nur kurz. Die Bissendorfer Oberschüler beobachteten trotz widriger Wetterbedingungen die Sonnenfinsternis.

Auf der Dachterrasse der Oberschule am Sonnensee war allerhand Technik aufgebaut. Die Schüler und Lehrer Henner Striedelmeyer hatten sich gut auf die Sonnenfinsternis vorbereitet. Ein Fotoapparat lag bereit, um mit den Aufnahmen im „Computerart-Kurs“ ein Video von der Lichtkurve zu erstellen. Das Photovoltaik-Modul verzeichnete eine leicht fallende Spannung und verdeutlichte den befürchteten „Blackout“. Die „Solarscope“ sollten ein Bild der Sonne auf einen weißen Schirm projizieren. Natürlich bereitete Henner Striedelmeyer und der Naturwissenschaftliche Verein Osnabrück (NVO) auch Teleskope mit Schutzfolie vor. „Das Sonnenteleskop gleicht die Erdbewegung aus, man würde die Sonne etwa so groß wie eine 1 Euro-Münze sehen“, erzählte Sandra Fischer vom NVO. Schülerin Samantha wurde selbst aktiv und baute aus Spezialfolie einen Sichtschutz.

Doch was bringt die beste Technik, wenn das Wetter nicht mitspielt. „Der Hochnebel macht uns weniger Probleme, die dichten Wolken versperren uns die Sicht“, erklärte Striedelmeyer. Doch plötzlich war es soweit: Die Wolke zog davon, der Himmel präsentierte kurz eine trübe, aber gut erkennbare Sichel. Einige Schulklassen, die jeweils 20 Minuten Ausschau hielten, schätzten sich glücklich. Immer wieder zeigte sich die Sonnenfinsternis. „Wir hätten lieber einen klaren Himmel gehabt“, bedauerte der 13-jährige Maxi. Sein Klassenkamerad Lucas sah es positiv: „Wir haben bei unserer ersten Sonnenfinsternis wenigstens noch etwas gesehen.“ Die Wolken über Bissendorf verdichteten sich zunehmend, es wurde kühler. Je später die Schüler auf die Terrasse kamen, desto weniger konnten sie sehen. Tröstlich war nur die Liste mit den kommenden Eklipsen. „Es gibt häufiger eine Sonnenfinsternis als eine Mondfinsternis. Die nächste kommt bestimmt“, sagte Henner Striedelmeyer zuversichtlich.

Die Belmer Johannes-Vincke-Schule hatte für die Sonnenfinsternis spezielle Brillen angeschafft. Aber auch hier hofften die Oberschüler vergebens, auf einen Blick auf das Naturschauspiel. Fazit der Belmer Schulleitung lautet: „Das Geld ist weg, aber alle haben gemerkt, dass es plötzlich ziemlich kalt war.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN