Pädagogik nach Pinguin-Prinzip Flyer stellt Konzept der Oberschule am Sonnensee vor

Eine Schule – alle Möglichkeiten: Unter diesem Motto wirbt der neue Flyer für die Oberschule am Sonnensee, die im Sommer ihr gymnasiales Angebot startet. Am Freitag, 20. März. können sich Grundschüler und ihre Eltern beim Tag der offenen Tür persönlich in der Schule umschauen und informieren. Foto: Angelika HitzkeEine Schule – alle Möglichkeiten: Unter diesem Motto wirbt der neue Flyer für die Oberschule am Sonnensee, die im Sommer ihr gymnasiales Angebot startet. Am Freitag, 20. März. können sich Grundschüler und ihre Eltern beim Tag der offenen Tür persönlich in der Schule umschauen und informieren. Foto: Angelika Hitzke

Bissendorf. Übersichtlich, informativ, ansprechend gestaltet: So präsentiert sich ein nagelneues Faltblatt, mit dem die Oberschule am Sonnensee ihr Konzept und das neue gymnasiale Angebot ab Sommer vorstellt. Der von Schulleiterin Gisela Kascha, ihrer Stellvertreterin Anke Schröder und der didaktischen Leiterin Holle Brandolini im Team entworfene und von der Gemeinde bezahlte Flyer wird in diesen Tagen an allen Grundschulen in der Gemeinde verteilt.

Er soll Kinder und Eltern neugierig machen und zugleich für den Tag der offenen Tür werben, mit dem die Schule sich am Freitag, 20. März, von 15.30 bis 18 Uhr präsentieren wird.

„Eine Schule – alle Möglichkeiten: Gemeinsam lernen in Bissendorf“ lauten Titel und Untertitel. Sie sind Programm und fassen zusammen, was die Bissendorfer Oberschule mit ihrem gymnasialen Angebot von Klasse 5 bis 10 von anderen Einerichtungen dieser Art unterscheidet. Denn hier gilt das Pinguin-Prinzip nach Dr. Eckart von Hirschhausen: Wer als Pinguin geboren wurde, wird niemals zu einer Giraffe, auch wenn er sich noch so sehr streckt. Aber unter den richtigen Rahmenbedingungen, in seinem Element, dem Wasser, kann er sein volles Potenzial entfalten. „Wir suchen für jeden Schüler das richtige Element“, erklärte die Schulleiterin jetzt bei der Vorstellung des Flyers.

Gemeinsames Lernen vor Ort in übersichtlichen Strukturen und bei jederzeit offenen Schullaufbahnentscheidungen, Zeit für persönliche Entwicklung, individuelle Förderung, mehr Ruhe durch Rhythmisierung des Unterrichtes und integrierte Hausaufgabenzeit, kooperatives Lernen in kleinen Klassen und Kursen, gemeinsames Mittagessen, offene Sport- und Freizeitangebote, besondere Profilbildung und Vernetzung mit zahlreichen anderen Institutionen wie Vereinen, Schulen und Betrieben sind nur einige Schlagworte für das Konzept der teilgebundenen Ganztagsschule.

Was zum Beispiel kooperatives Lernen nach der Pink-Pair-Share-Methode heißt, erklärte die Rektorin so: „Innerhalb der Lerngruppe gibt es Arbeitsaufgaben. Jeder hat eine gewisse Zeit für sich selbst und kann sich dann mit seinen Nachbarn austauschen. Dann wird das Ergebnis im Plenum vorgestellt.“ Dadurch komme mehr Ruhe in den Unterricht, jeder konzentriere sich, niemand ziehe sich zurück: „Das hat sich in allen Fächern sehr gut bewährt. Die Methode gibt auch schwächeren Schülern Sicherheit, sie trauen sich mehr, fragen mehr, weil sie sich ja zuerst an Gleichaltrige wenden.“

Mit dem gymnasialen Angebot habe man eine ganz neue Schiene, mit der den Kindern alle Berufs- und Bildungswege einschließlich des nahtlosen Übergangs in die Oberstufe eines Gymnasiums offenstehen, betonte Kascha. Sie verwies auch auf den Aufbau einer Zusammenarbeit mit der Kreismusikschule, der Integration von Freizeitaktivitäten in die Schule und eines Sportprofils mit Reiten, Skifreizeit, Segeln und Handball ab der 5. Klasse.

Unterstützung und Prävention seinen durch die persönliche Anbindung und die Schulsozialarbeit besser als in großen Systemen. „Wir werden a uch die Jugendpflege hier beheimaten “, ergänzte Bürgermeister Guido Halfter, der in dem „überzeugenden“ Konzept eine große Chance für alle Beteiligten und für die Gemeinde Bissendorf sieht.

Telefonische Anfragen von Eltern gibt es laut Schulleiterin schon; Anmeldetermine werden der 17., 18. und 19. Juni sein. Beim Tag der offenen Tür am kommenden Freitag wird es nach ihren Worten Führungen und Mitmachaktionen aus allen Bereichen für die Kinder, einen Rundgang für die Eltern sowie „Info-Points“in der Aula geben, an denen Pädagogen aus dem Kollegium in kleinen Gesprächsrunden das Konzept im Detail erläutern werden.


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