Bissendorfer Themen 2015 Von Gewerbe bis Schule

Vor zwei Jahren stellten die Gemeinde Bissendorf und die Firma Runge die Umsiedlungspläne von Osnabrück nach Natbergen zum ersten Mal vor. Auf dem Foto gruppieren sich Oliver Runge (Zweiter von links) und Vertreter der Verwaltung sowie Fraktionen um eine Bank der Marke Runge, die seit Jahren vor dem Haus Bissendorf steht. Foto: Jörn MartensVor zwei Jahren stellten die Gemeinde Bissendorf und die Firma Runge die Umsiedlungspläne von Osnabrück nach Natbergen zum ersten Mal vor. Auf dem Foto gruppieren sich Oliver Runge (Zweiter von links) und Vertreter der Verwaltung sowie Fraktionen um eine Bank der Marke Runge, die seit Jahren vor dem Haus Bissendorf steht. Foto: Jörn Martens

Bissendorf. Die Kommunalpolitik, aber auch die Gemeindeverwaltung und die Schulen in Bissendorf stehen 2015 vor einigen Herausforderungen: Dazu gehören die Gründung einer Energiegesellschaft mit Gemeindebeteiligung, die Trassenfindung für die umstrittene 380-kV-Hochspannungsleitung, das Gewerbegebiet Natberger Feld, aber auch der Umzug der Gemeindeverwaltung ins neue Rathaus, die Frage nach der Zukunft der Sprachförderklassen an der Grundschule Bissendorf und der Aufbau des gymnasialen Angebotes an der Oberschule am Sonnensee.

Gemeindewerke: In diesem Jahr wird die Rekommunalisierung der Strom- und Gasversorgung umgesetzt. 51 Prozent und damit die Mehrheit der Netzgesellschaft mit der RWE gehören der Gemeinde Bissendorf, betont Bürgermeister Guido Halfter.

380-kV-Leitung: „Der Prozess der Trassenfindung wird bis Mitte des Jahres zu Ende geführt“, so Halfter. Er weist darauf hin, dass der Dialogprozess bis Ende Januar verlängert wurde.

Gewerbeansiedlung: Nördlich der Autobahnmeisterei an der A 30 im Natberger Feld beginnt 2015 die Erschließung des Gewerbegebietes „Beetkamp“. Im Sommer 2014 hatte der Gemeinderat den entsprechenden Bebauungsplan einstimmig beschlossen. Die Osnabrücker Firma Runge hatte bereits vor gut zwei Jahren ihre Absicht angekündigt, dorthin umzusiedeln. Wenn die Ansiedlung in diesem Jahr vollzogen wird, ist das Traditionsunternehmen für Parkbänke, Abfallbehälter und Fahrradständer nach Halfters Worten „Ankerbetrieb“ für die 6,1 Hektar große Fläche, von der knapp 4,5 Hektar bebaut werden dürfen. „Für das Gewerbegebiet erhoffen wir uns weitere Ansiedlungen“, betont Bürgermeister Halfter.

925 Jahre Schledehausen: In diesem Jahr feiert der Ortsteil unweit der Schelenburg ein historisches Jubiläum. „Da stellt sich die Frage, was machen die Vereine und Verbände daraus“, zeigt sich der Bürgermeister gespannt.

Ortskernsanierung Bissendorf: Der Rathausneubau soll im Sommer bezogen werden, das alte Rathaus, in dem jetzt noch die Gemeindeverwaltung residiert, wird im Laufe des Jahres abgerissen. Abgerissen, und zwar laut Halfter noch im ersten Quartal 2015, wird auch die letzte private Immobilie, die von der Gemeinde im Rahmen der Ortskernsanierung erworben wurde. Danach wird das Stephanswerk mit dem Bau des Ärztehauses beginnen.

Dorferneuerung Wissingen-Jeggen: „Der Plan wird in diesem Jahr wohl vom Rat beschlossen, und dann geht es in die Beantragung der Mittel“, sagt Halfter dazu.

Schulen: Was die Zukunft des Bissendorfer Modells, nämlich der bewährten Kooperation von Sprachheilzentrum Werscherberg und Sprachförderklassen der Grundschule Bissendorf , betrifft, bleibt abzuwarten, wie sich die Landesregierung dazu konkret äußert. Eine entsprechende palamentarische Anfrage hat die CDU-Landtagsabgeordnete Gerda Hövel gestellt; die Antwort wird für Mitte Februar erwartet. Leitung und Kollegium der Oberschule am Sonnensee freuen sich darauf, für das Schuljahr 2015/16 das gymnasiale Angebot für die ersten fünften Klassen einzurichten. Das Konzept steht, aber im Detail steckt natürlich noch eine Menge Arbeit.

Hochwasserschutz: 2015 wird auch der Löwenanteil der Hochwasserschutzmaßnahmen an der Wierau in Wissingen realisiert. Anfang Dezember 1014 war der berühmte erste Spatenstich für das Einbringen der Spundwände. 800000 Euro werden hier insgesamt verbaut; 70 Prozent der Kosten stellt das Land Niedersachsen der Gemeinde aus EU-Fördermitteln zur Verfügung. Mit rund 230000 Euro muss die Kommune aus der Tasche.

Wohnbaugebiete: In diesem Jahr werden mit den Wohnbaugebieten „Nördlich der Achelriede“ und „Oberhasesche Mark“ insgesamt 81 Baugrundstücke erschlossen, 46 davon nahe dem Bissendorfer Ortskern. Die Grünen lehnten den Bebauungsplan „Oberhasesche Mark“, der 35 Grundstücke in Natbergen bereitstellt, im Rat ab, weil hier die Nahversorgung fehlt.

Radwege: In diesem Jahr wird das Land laut Halfter auch mit dem Bau des Radweges zwischen Wulften und dem Belmer Ortsteil Haltern beginnen.


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